Campus Rutheneum ist Premiumprojekt im Nationalen Programm der Städtebauförderung

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Campus Rutheneum ist Premiumprojekt im Nationalen Programm der Städtebauförderung

Von | 2015-07-17T10:19:18+00:00 17 Juli 2015|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |

Der Campus Rutheneum Gera wird Premiumprojekt im Nationalen Programm der Städtebauförderung. Das gab heute Bundesbauministerin Barbara Hendricks in Berlin bekannt. Eine interdisziplinär besetzte Expertenjury unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold hat die Auswahl getroffen. Damit verbunden ist eine Bundesförderung in Höhe von 2,7 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass unser Campus Rutheneum zu den 46 Nationalen Projekten des Städtebaus gehört, die aus 168 Projektvorschlägen ausgewählt wurden. Es ist ein wichtiger Etappenerfolg für unsere Stadt nach drei Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit mit dem Freistaat, dem Stadtrat und dem Förderverein des Gymnasiums. Das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 mit seinen Musikspezialklassen und dem weltweit gefeierten Konzertchor braucht zeitgemäße Lern- und Lehrbedingungen. Mit dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus, in das der Campus als Premiumprojekt aufgenommen wurde, kommen wir einen deutlichen Schritt voran. Es war richtig, dass wir das Gesamtvorhaben in einzelne Module gegliedert haben, um möglichst alle Förderquellen anzuzapfen. Die Entscheidung der Jury ist eine sehr gute Nachricht nicht nur für das Gymnasium, sondern für unsere Stadt und weit darüber hinaus“, betont Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn. Sie hatte zum Tag der Städtebauförderung im Mai die Bewerbung für das Programm Nationale Projekte des Städtebaus verkündet. Die Oberbürgermeisterin erinnerte daran, dass sich Geraer Bürgerinnen und Bürger mit dem ersten erfolgreichen Einwohnerantrag in Thüringen für den Campus stark gemacht hatten und der Förderverein des Gymnasiums den städtischen Eigenanteil für den Architektenwettbewerb aufbrachte.

Der Förderverein des Rutheneums hat ebenfalls „mit großer Freude die überraschende Nachricht“ aufgenommen, so dessen Vorsitzender Michael Uhlig. „Nach jahrelangem Kampf ist nun vielleicht der Durchbruch gelungen, dass der Campus Rutheneum in absehbarer Zeit errichtet werden kann. Die Schüler, die Lehrer, die Eltern und die Mitglieder des Fördervereins sind hocherfreut, dass bald optimale Lernbedingungen am Rutheneum geschaffen werden können und somit nicht nur die Innenstadt Gera aufgewertet, sondern auch die Ausstrahlung des Gymnasiums über die Landesgrenzen hinaus neue Dimensionen erreichen wird. Danken möchten wir allen, die sich mit dem Rutheneum identifiziert und sich unermüdlich für den Bau des Campus eingesetzt haben. Wir als Förderverein werden dieses Ziel auch weiterhin verfolgen und im Rahmen unserer Möglichkeiten alle Unterstützung zusichern“, betont Michael Uhlig.

Das Gymnasium ist gegenwärtig auf zwei Standorte in der Geraer Innenstadt aufgeteilt, wobei der Schulgebäude Nicolaiberg Gera sanierungsbedürftig ist; hier sind einige Räume bereits seit vielen Jahren baupolizeilich gesperrt. Das Campus-Projekt sieht vor, dieses Schulgebäude aufzugeben und das Gymnasium am Standort Johannisplatz/Burgstraße zusammenzuführen. Dazu soll ein Plattenbau, der gegenwärtig freigezogen wird, abgerissen werden; er weicht einem neuen Funktionsgebäude. Ebenso beinhaltet das Vorhaben die Sanierung des ehemaligen reußischen Regierungsgebäudes. Somit werden mit dem Campus zugleich städtebauliche Missstände in der Innenstadt beseitigt. Die Stadt Gera und der Freistaat Thüringen hatten sich im November 2014 darauf verständigt, den Kaufvertrag für das ehemalige reußische Regierungsgebäude zur Nutzung für den Campus Rutheneum um drei Jahre bis 2017 zu verlängern. Der Stadtrat bekräftigte dies mit einem entsprechenden Beschluss.

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