Zum Auftrakt wird Wettbewerb zur Gestaltung der Räume ausgelobt / Eröffnung ist am 1. Februar geplant

Enrico Vogel, Geschäftsführer des Jobcenter Gera, OB Dr. Viola Hahn, Ralph Burkhardt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera und Geras Sozialdezernentin Sandra Schöneich (v.l.) gaben am 2. September die Pläne für das neue Jugendhaus bekannt.  (Stadtverwaltung/Monique Pucher)

Enrico Vogel, Geschäftsführer des Jobcenter Gera, OB Dr. Viola Hahn, Ralph Burkhardt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera und Geras Sozialdezernentin Sandra Schöneich (v.l.) gaben am 2. September die Pläne für das neue Jugendhaus bekannt. (Stadtverwaltung/Monique Pucher)

Der Arbeitsmarkt in Gera hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, auf dem Ausbildungsmarkt haben Jugendliche, zumindest rein rechnerisch, die freie Wahl unter mehreren Ausbildungsplätzen. Dennoch sind in Gera fast 400 Jugendliche unter 25 Jahren ohne Ausbildung oder Beschäftigung. Dabei hat diese Personengruppe auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit oftmals mehrere Hürden gleichzeitig zu meistern. Ein gutes Schulabschlusszeugnis, die richtige Berufswahl, eine Lehrstelle oder einen Studienplatz finden, einen erfolgreichen Abschluss und anschließend der Start der beruflichen Laufbahn gestalten sich für manchen nicht immer einfach. Dabei gibt es von der Arbeitsagentur, dem Jobcenter, der Jugendberufshilfe, dem Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe und weiteren öffentlichen Einrichtungen in der Stadt zahlreiche Unterstützungsangebote. Allerdings sind diese nicht mehr bedarfsgerecht vernetzt. Das soll sich nun ändern. Die Stadt Gera, die Arbeitsagentur und das Jobcenter haben beschlossen, ein Jugendhaus einzurichten, um Leistungs- und Beratungsangebote für die Jugendlichen konzentrierter anbieten zu können.

„Mit meiner Unterschrift der Kooperationsvereinbarung „Jugend und Beruf“ im April 2013 habe ich mich zur Notwendigkeit einer engeren und verzahnten Zusammenarbeit der Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII bekannt. Und dies aus gutem Grund. Wir haben uns bereits gegenwärtig mit den besonderen Herausforderungen, die die demografische Entwicklung mit sich bringt, auseinanderzusetzen, wo u.a. die Sicherung von Fachkräften in der Region sowie das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven für junge Menschen in unserer Region im Fokus stehen.

Ich freue mich, dass wir nun gemeinsam mit unseren Partnern von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter, die gute bisherige Zusammenarbeit unter einem Dach fortsetzen. Mit der Einrichtung einer Anlaufstelle für Jugendliche, in der sie Hilfe und Unterstützung für ihre Probleme und Anliegen erhalten, leisten wir eine gute Investition in die Zukunft “- sagte Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn.

Als logische Konsequenz aus der Fortführung der Vereinbarung „Jugend und Beruf“ werden ab 1. Februar 2016 Geras Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren dann auf einer bis dahin eigens dafür eingerichteten Etage im Gebäude der Arbeitsagentur in der Reichsstraße 15 umfassend betreut.

„Kein Jugendlicher soll uns verloren gehen. Daher bin ich froh, dass wir die Anlaufstelle direkt in der Arbeitsagentur ansiedeln können, denn so haben unsere jungen Kunden keine langen Wege und können auch die Informations- und Dienstleistungsangebote des Berufsinformationszentrums (BiZ) aktiv nutzen. Dabei ist mir wichtig, keine neuen zusätzlichen Strukturen aufbauen zu müssen. Das Konzept des Jugendhauses integriert sich hervorragend in die bereits bestehenden Geschäftsprozesse“ – so Ralph Burghart, Leiter der Arbeitsagentur Altenburg-Gera.

Enrico Vogel, Geschäftsführer des Jobcenter Gera ergänzt: „Insbesondere Jugendliche Hartz IV-Bezieher sind auf umfassende Unterstützungs- und Beratungsangebote angewiesen, wenn der Start ins Berufsleben erfolgreich verlaufen soll. Bisher haben wir verschiedene Anlaufstellen über die ganze Stadt verteilt. Mit der Einrichtung eines Jugendhauses in Gera kommen wir einer bürgernahen und unbürokratischen Dienstleistungserbringung wieder ein gutes Stück näher“.

Bei der farblichen Gestaltung der Räumlichkeiten werden die Jugendlichen aktiv mitwirken können. Ein entsprechender Aufruf zur Mitwirkung wird zeitgleich gestartet. In der gemeinsamen Ausschusssitzung des Stadtrates (Jugendhilfeausschuss, Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sowie Ausschuss Soziales und Gesundheit) am 30. September 2015 wird ausführlich über das Vorhaben berichtet.

Alle Informationen zum Wettbewerb Jugendhaus finden Sie hier.