Nach großem Erfolg in Altenburg kommt die Rockerette „Barbarossa ausgeKYFFt“ jetzt auch nach Gera. Die Premiere ist am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus.
Der Stauferkaiser Friedrich I. hielt sich zwischen 1165 und 1188 mehrmals in Altenburg auf.
In enger Zusammenarbeit von Schauspieldirektor Bernhard Stengele (Regie), Schauspielkapellmeister Olav Kröger (Musik) und dem Schauspieler Manuel Kressin (Libretto) entstand eine musikalische Satire, die  auf Mythen und Legenden um Barbarossa und historischen Ereignissen beruhend, aktuelle Themen märchenhaft  aufgreift. Die musikalische Leitung übernimmt Olav Kröger. Das Bühnenbild entwarf Sandra Dehler, die Kostüme Kristopher Kempf.
Der Plot: Nach über 800 Jahren Schlaf erweckt die Partei „Deutschland Voran“ Barbarossa aus dem Kyffhäuserstein, um ihn als Kanzlerkandidaten für die nächste Wahl aufzustellen. Er soll Deutschland vor der Islamisierung des Abendlandes beschützen.
Der aufgeweckte Altkaiser sehnt sich jedoch nach  seiner Liebe von einst, der Wirtin Agathe aus dem Pleißenland. Er macht sich auf die Suche. Immer gejagt von den Parteifunktionären findet er in zwei illegalen Einwanderern und einem ausrangierten Schauspieler Gefährten, die ihm dabei helfen wollen, wieder seine Agathe  und Erlösung im Tode zu finden.
Der Zutritt ins Jenseits bleibt Barbarossa aber verwehrt, denn Gott ist nicht an einem Mann interessiert, welcher durch die Kreuzzüge den Samen für alle weiteren  Kriege im Namen  Gottes gepflanzt hat. Allerdings bekommt der Kaiser eine Chance: Er wird durch die von Einstein entdeckte Raumzeitkrümmung zurückgeschickt in seine Ära, um den Lauf der Geschichte zu ändern….

In der Reihe Wegmarken der europäischen Geschichte hat das Puppentheaterensemble „Die große Reise“ nach dem Roman von Jorge Semprún berührend auf die Bühne gebracht. Infolge der aufwendigen Bühnengestaltung – das Publikum besteigt einen Waggon und bekommt die Zugfahrt imaginiert – steht die Inszenierung immer in einer Aufführungsserie auf dem Spielplan im Haus am Gustav-Hennig-Platz in Gera. Während die Vorstellung am Freitag bereits ausverkauft ist, sind für die letzte Vorstellung am Samstag 26. September um 19.30 Uhr noch Karten erhältlich! Vom 1. bis 3. Oktober ist die Produktion mit sechs Vorstellungen zum Gastspiel nach Berlin ins ATZE, Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder, eingeladen. Das Gastspiel wird mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. möglich.
Im Wechsel von Erlebnis- und Reflexionsebenen – zwischen Wirklichkeit und Fiktion –  erzählen die Darsteller Marcella von Jan, Lys Schubert, Sabine Schramm und Lutz Großmann mit den faszinierenden Mitteln des Puppentheaters Semprúns bewegende Geschichte: er wurde aus Frankreich ins KZ Buchenwald deportiert. Die tagelange Reise im Waggon bietet die Möglichkeit einer Projektionsfläche für die vielfältigen persönlichen Erlebnisse vor und nach Buchenwald, die der Zuschauer durch ein Wechselspiel von Vor-und Rückblenden unmittelbar mitverfolgt.
Jorge Semprún (1923-2011) wurde in Madrid geboren und musste bei Beginn des Spanischen Bürgerkrieges ins Exil fliehen. Er lebte in Paris, nahm an der Résistance teil und wurde 1943 in das KZ Buchenwald deportiert. Erst 17 Jahre nach der Befreiung des Lagers bricht er sein Schweigen und veröffentlicht sein erstes Buch, „Die große Reise“, das bislang in dreizehn Sprachen übersetzt wurde.

Die Thüringer Landesmeisterschaften im Poetry Slam finden am Samstag, 26. September, ab 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera statt. Der moderne Dichterwettstreit versammelt die jungen Wilden der Literaturszene und alle Generationen an Sprachliebhabern. Die Regeln: 6 Minuten Zeit haben die Poeten, ihre selbst verfassten Texte vorzutragen und sich – ohne jedwede Requisite – in die Herzen des Publikums und besonders der Publikumsjury zu performen. Erlaubt ist dafür jede Form des Textes. Zwischen Lachtränen und erschütternder Melancholie in Reimform, Humor und schüchterner Poesie wird am Ende  ein Sieger bestimmt. Das Publikum entscheidet an diesem Abend, wer der neue Thüringer Landesmeister oder die neue Thüringer Landesmeisterin im Poetry Slam wird und für Thüringen zu den diesjährigen deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam im bayrischen Augsburg fährt, um sich mit den talentiertesten Wortkünstlern des Landes zu messen.
Mehr Informationen unter:
www.tlmslam2015.wordpress.com

„Es wecket meine Liebe die Lieder immer wieder“ ist der Liederabend überschrieben, den Anne Preuß am Sonntag, 27. September, 18:00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt Gera gibt. Die Sopranistin singt, begleitet von Veit Wiesler am Klavier, Lieder von Richard Strauss (1864-1949) und Gustav Mahler (1860-1911); zwei entscheidenden Liedkomponisten, die mit Liedzyklen wie den Kindertotenliedern, den Vier letzten Liedern oder den Fünf Liedern nach Gedichten von Friedrich Rückert diese Gattung im 20. Jahrhundert maßgeblich prägten.
Anne Preuß gehört seit der Spielzeit 2013/14 als Solistin zum Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen. Die Theatervereine von Altenburg und Gera kürten sie bei der Vergabe der Publikumspreise 2015 zur beliebtesten Künstlerin. Die junge Sängerin hatte gerade in der vergangenen Spielzeit ein Mammutprogramm zu bewältigen und überzeugte in allen Partien, ob als „Iphigenie auf Tauris“ oder „Jenufa“, als Mimi in „La Bohéme“ oder Feldmarschallin im „Rosenkavalier“, um nur die wichtigsten zu nennen. Jetzt präsentiert sie sich hier erstmals mit einem Liederabend.

Nach der gefeierten Premiere „Bluthochzeit“ steht die zweite Abendvorstellung am Sonntag, 27. September, um 19.30 Uhr auf dem Spielplan der Bühne am Park. Eine lyrische Tragödie nannte Federico Garcia Lorca sein Stück. Als die Mutter erfährt, dass die erwählte Braut ihres jüngsten Sohnes, bereits einmal verlobt war und zwar mit Leonardo, durch dessen Familie sie nach den Gesetzen der Blutrache ihren Mann und den ältesten Sohn verlor, ahnt sie neues Unheil heraufziehen. Und richtig: Von der Hochzeitsfeier flieht die Braut mit ihrem ehemaligen Verlobten und alles schreit erneut nach Rache ….
Garcia Lorca, 1898 bei Granada geboren und 1936 von den Franchisten ermordet, gilt in der spanischsprechenden Welt als der Autor der Moderne. Die Bluthochzeit wurde 1933 in Madrid uraufgeführt. Bei Theater&Philharmonie Thüringen bringt ein internationales Ensemble in der Regie des Griechen Akillas Karazissis die glutvolle Story leidenschaftlich auf die Bühne.