Die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Festwoche. Zum Auftakt am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park haben die Theaterfreunde ihr Ehrenmitglied, den ehemaligen Intendanten Michael Grosse, mit seinem neuen Heine-Abend „Das Testament“ eingeladen. Wer noch keine Karten hat, kann nur auf nicht abgeholte Reservierungen an der Abendkasse hoffen, denn die Veranstaltung ist ausverkauft.
Bereits im Dezember 1990, also einen Monat nach der Vereinsgründung, fand der erste Damentee statt. Diese beliebte Talk-Reihe mit Gastgeberin Angelika Poser-Kötzsch erlebte 90 Auflagen, endete im April 2008 und wurde als Theatercafé weitergeführt. Am Samstag, 10. Oktober, um 14.30 Uhr, wird nun im 25. Theatercafé mit Angelika Poser-Kötzsch, Dagmar Kunze und Günter Markwarth Rückschau auf die erfolgreichste Veranstaltungsreihe der Gesellschaft gehalten.

Im Puppentheater steht am Samstag, 10. Oktober, um 16 Uhr im Haus am Gustav-Hennig-Platz das Märchen „Die sieben Raben“ der Brüder Grimm auf dem Spielplan. Marcella von Jan tritt mit Kindern ab 5 Jahren die Reise zu den Sternen an. Das Motiv der verschwundenen Geschwister wird aufgegriffen und die Zuschauer erleben mit, wie durch den Mut des kleinen Mädchens wieder Glück in der zerstörten Familie möglich wird.

Noch dreimal erscheinen an diesem Wochenende  „Jekyll & Hyde“ auf der Bühne in Gera bevor das Musical am 13. Dezember seine Altenburger Premiere erlebt. In den Vorstellungen am 10. Oktober um 19.30 Uhr sowie am 11. Oktober um 14.30 Uhr und 19.00 Uhr übernimmt Hardy Brachmann vom Staatstheater Cottbus die geheimnisvolle doppelte Titelrolle. Dr. Henry Jekyll führt riskante Experimente durch: er will das Böse und das Gute im Menschen trennen. Zu diesem Zweck hat er ein Mittel entwickelt, das er jedoch nicht an seinen Patienten testen darf. Überzeugt vom Erfolg seines Mittels und zum Beweis von dessen Wirkung, testet er es heimlich an sich selbst. Die Droge verwandelt Dr. Jekyll in Mr. Edward Hyde. Hyde ist unberechenbar: Er mordet und vergreift sich an der Prostituierten Lucy. Letztendlich kann Jekyll sich nicht mehr gegen Hyde durchsetzen …
Das Musical basiert auf der Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson und wurde für die Bühne konzipiert von Steve Cuden und Frank Wildhorn. Buch und Liedtexte sind von Leslie Bricusse, die Musik von Frank Wildhorn, die Orchestrierung von Kim Scharnberg, Arrangements von Jason Howland.
Für Theater&Philharmonie Thüringen setzte es Generalintendant Kay Kuntze in der Ausstattung von Duncan Hayler in Szene. Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein.
In weiteren Rollen: Eve Rades (Lucy Harris), Claudia Müller (Lisa Carew), Alexander Voigt (John Utterson), Johannes Beck (Sir Danvers Carew), Kai Wefer (Simon Stride, Spider) u.a.
Das Thüringer Staatsballett tanzt in der Choreographie von Annalisa Canton.

In der beliebten Reihe der sonntäglichen Foyerkonzerte kommt auch die Barockmusik nicht zu kurz. Das bewährte und eingespielte Ensemble aus Annegret Knoop (Violine), Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Robert Hartung (Viola), Jesús Antonio Clavijo (Violoncello) und Andre Kassel (Cembalo) erfreut am So. 11. Oktober um 11:00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt mit festlicher Musik des frühen 18. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht dabei der recht unbekannte Thüringer Komponisten Johann Melchior Molter (1696-1765), dessen Todesjahr sich 2015 zum 250. Mal jährt. Einst ein renommierter Kapellmeister in Eisenach und Karlsruhe hat Molter ein vielseitiges Oeuvre hinterlassen, das den Übergang zwischen Barock und Klassik widerspiegelt. Umrahmt werden zwei Sonaten von ihm mit Kammermusik von Georg Philipp Telemann (1681-1767), Sebastian Bodinus (1700-1759) und Johann Gottlieb Janitsch (1708-1763).
Zum Molter-Jubiläumsjahr haben sich unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Helen Geyer und Michael Pauser Studierende der Weimarer Hochschule für Musik „Franz Liszt“ intensiv mit diesem Komponisten beschäftigt und Werke von ihm neu ediert, die seit seinem Tod nicht mehr gespielt wurden und nun im 2. Philharmonischen Konzert am 21. und 22. Oktober erklingen werden. Aus den in Karlsruhe archivierten Handschriften Molters wurde speziell für dieses Konzert in mühevoller Arbeit modernes, spielbares Notenmaterial erstellt. Während des Foyerkonzerts werden die Musikwissenschaftler im Gespräch mit Konzertdramaturgin Lorina Mattern von dieser Arbeit berichten. Für ihre Forschung, Förderung sowie Bewahrung der Schätze des musikalisch-kulturellen Erbes Thüringens und Mitteldeutschlands wurde Frau Prof. Geyer jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Im Anschluss an das Foyerkonzert wird im Spiegelfoyer die Ausstellung „Molter-Ehrung 2015“ eröffnet.