Friedrich von Flotows romantisch-komische Oper „Martha oder Der Markt zu Richmond“ kommt nach einer Reihe gefeierter Vorstellungen in Altenburg jetzt nach Gera. Die Premiere ist am Freitag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt. Die nächste Vorstellung ist gleich am Sonntag, 18. Oktober, um 14.30 Uhr.
Von Flotows (1812-1883) erste Oper ist seit der Uraufführung 1847 in Wien sein meistgespieltes und beliebtestes Werk. Der volkstümliche Stoff wartet mit einer Mischung aus Komik und Sentimentalität, Heiterkeit und Gefühlsseligkeit auf. Von Flotow schrieb dafür eingängige Melodien in mal besinnlichem, mal volkstümlich-heiterem Charakter. Die bekannteste ist wohl „Letzte Rose. Wie magst du so einsam hier blüh’n?“
Lady Harriet, Edelfräulein der Königin, führt ein eintöniges Leben bei Hofe. Sie hat von allem – und von allem zu viel: Reichtum, Schmuck, Bedienstete. Was in ihrem Leben fehlt, ist die Liebe. Als eines Tages am Fenster Mädchen auf dem Weg nach Richmond vorbeiziehen, um sich als Mägde zu verdingen, kommt ihr eine verrückte Idee: Zusammen mit ihrer Vertrauten Nancy verkleidet sie sich als Dienstmagd und zieht in Begleitung ihres Vetters Lord Tristan Mickleford ebenfalls zum Markt. Unter den Decknamen „Martha“ und „Julia“ lassen sich die beiden Frauen inkognito von den Pächtern Lyonel und Plumkett anwerben. Sie folgen den Herren auf ihr Gut, wo sich herausstellt, dass sie nichts von Haus- und Hofarbeit verstehen; die beiden Frauen fliehen noch in der gleichen Nacht. Einige Tage später begegnen sie den beiden Männern wieder – diesmal als Lady Harriett und Nancy. Und es stellt sich heraus, dass die Maskerade doch nicht folgenlos geblieben ist …
Die Musikalische Leitung  hat Thomas Wicklein. Regie  führt  Anette Leistenschneider. In der kommenden Spielzeit wird Annette Leistenschneider Operndirektorin am Theater Nordhausen. Für die  Bühne zeichnet Andreas Becker verantwortlich, für die Kostüme Michael Zimmermann. Die Damen und Herren des Opernchors – unterstützt von Chorgästen – singen in der Einstudierung von  Holger Krause. In den Partien: Lady Harriet Durham – Larissa Neudert a. G. , Nancy – Christel Loetzsch, Lord Tristan Mickleford – Jacoub Eisa a. G., Lyonel – Jueun Jeon, Plumkett – Kai Wefer u.a. Als Puppenspielerin ist Frieda Claudia Friedemann mit von der Partie.
Nach der Premiere ist das Publikum herzlich willkommen auf der Premierenfeier im Theaterrestaurant „Szenario“.

Die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Festwoche, deren Höhepunkt und Abschluss die öffentliche Festveranstaltung am Samstag, 17. Oktober, um 18.00 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera sein wird. Das abwechslungsreiche Programm ist ein Dankeschön von Künstlern aller Sparten. Ein Sekt-Empfang schließt sich an. Dazu spielt das Metropolitan Jazz Quartett.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung des Generalmusikdirektors Laurent Wagner eröffnet mit Carl Maria von Webers Ouvertüre zum „Der Freischütz“  das Programm, das von Generalintendant Kay Kuntze moderiert wird. Der Generalintendant des Hauses wird später auch noch mit einem Udo-Jürgens-Medley am Klavier glänzen, mit dem er schon einmal die Theaterballbesucher überraschte. Der Bogen spannt sich von der Arie der Elisabeth „Dich, teure Halle grüß ich wieder“ aus „Tannhäuser“ über Karl Valentins „Theaterzwang“ bis zu „Sweet Transvestite“ aus der The Rocky Horror Show. Das Thüringer Staatsballett tanzt den Walzer aus Prokofjews „Cinderella“. Erste Kostproben gibt es aus der neuen Operetten-Inszenierung „Viktoria und ihr Husar“. Die Theaterfreunde dürfen auf noch mehr gespannt sein.
Karten für 15,- Euro sind an der Theaterkasse erhältlich. Vereinsmitglieder zahlen nur 10,- Euro    .

Ins Haus am Gustav-Hennig-Platz sind am Samstag, 17. Oktober, um 18.00 Uhr die Freunde der Puppenspielkunst für Erwachsene eingeladen. Dort werden sie – auch wenn das Rotkäppchen erkrankt ist – 3 Mal Grimm! erleben; denn die Puppenspieler verfügen über ein reiches Repertoire auch an Märchen der Brüder Grimm. So gesellt sich „Dornröschen“ zu den „Sieben Raben“ und dem „Trommler“. Märchen sind seit Jahrhunderten eine Quelle unserer Kraft, mit den Ängsten und Konflikten im Leben zurecht zu kommen, in diesem Sinn sind sie immer auch Geschichten für Erwachsene.
Am Sonntag, 18. Oktober, um 10 Uhr springt Puppenspieler Lutz Großmann mit „Geschichten gegen die Angst“ für „Rotkäppchen“ ein. Er spielt für Kinder ab 5 Jahre.

Die Theaterkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für alle Vorstellungen sind noch Karten erhältlich. Telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de