Für die letzte Aufführung der Rockerette „Barbarossa ausgeKYFFt“ am Freitag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr im Großen Haus sind nur noch wenige Karten erhältlich. Nach über 800 Jahren Schlaf erweckt die Partei „Deutschland Voran“ Barbarossa aus dem Kyffhäuserstein, um ihn als Kanzlerkandidaten für die nächste Wahl aufzustellen. Er soll Deutschland vor der Islamisierung des Abendlandes beschützen. Der aufgeweckte Altkaiser sehnt sich jedoch nach  seiner Liebe von einst, der Wirtin Agathe aus dem Pleißenland. Er macht sich auf die Suche. Immer gejagt von den Parteifunktionären findet er in zwei illegalen Einwanderern und einem ausrangierten Schauspieler Gefährten, die ihm dabei helfen wollen, wieder seine Agathe  und Erlösung im Tode zu finden.
Der Zutritt ins Jenseits bleibt Barbarossa aber verwehrt, denn Gott ist nicht an einem Mann interessiert, welcher durch die Kreuzzüge den Samen für alle weiteren  Kriege im Namen  Gottes gepflanzt hat. Allerdings bekommt der Kaiser eine Chance: Er wird durch die von Einstein entdeckte Raumzeitkrümmung zurückgeschickt in seine Ära, um den Lauf der Geschichte zu ändern…. Zu erleben ist eine musikalische Satire, die auf Mythen und Legenden um Barbarossa und historischen Ereignissen beruht, aktuelle Themen aufgreift und zu einer märchenhaften Lösung führt! Die Musik reicht von Pop und Rock bis Klassik und wird von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera unter Leitung des Komponisten Olav Kröger exzellent gespielt.  Das Schauspielensemble zeigt,  unterstützt von der Mitspieler-Akademie, welch musikalisches Potential in ihm steckt. Drei absolut kurzweilige Stunden erwarten den Theaterbesucher!

Bei „Kurtz auf dem Sofa“ im Puppentheater nimmt am Freitag 19.30 Uhr die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni Platz und steht Rede und Antwort.

Am Samstag um 16.00 Uhr gehört die Bühne im Puppentheater „Pettersson und Findus“. Der alte Pettersson und sein sprechender Kater Findus aus den Bilderbüchern von Sven Nordqvist werden von jung und alt gemocht. Erzählt wird für Kinder ab 4 Jahre eine Geschichte über Freundschaft, die auch Erwachsenen viel Spaß macht. Der nur mit seinen Hühnern lebende alte Pettersson ist schon ein bisschen schrullig. Da bekommt er einen Kater geschenkt, der Abwechslung in sein Leben bringt. Als Pettersson sich daran macht, für Kater Findus eine Geburtstagstorte zu backen, türmen sich die Probleme, denn bei Pettersson ist nichts an seinem Platz, oder einfacher gesagt: es ist ziemlich liederlich…
Den Pettersson spielt Lutz Großmann. Kater Findus wird von Marcella von Jan geführt, alle übrigen Figuren und vieles mehr von Lys Schubert.

Woche für Woche verfolgt ein Millionen¬publikum gespannt die Ermittlungen des Hauptkommissars Hajo Trautzschke in der ZDF-Serie »SOKO Leipzig«, und auch zu DDR-Zeiten erfreute sich Polizeileutnant Thomas Grawe vom »Polizeiruf 110« großer Beliebtheit. Nun legt Andreas Schmidt-Schaller zu seinem 70. Geburtstag das Buch »Klare Ansage« vor. Tiefgründig, resümierend, ¬kritisch! Am 24. Oktober 20 Uhr liest er daraus im Puppentheater Gera. Zu den Bühnen der Stadt hat Andreas Schmidt-Schaller eine besondere Beziehung: nach dem Abitur 1964 hat er hier als Bühnenarbeiter angefangen. Ein Jahr darauf folgte das Schauspielstudium an der Theaterhochschule Leipzig. Als Gast-Regisseur und -Schauspieler kehrte  er immer wieder nach Gera zurück. Dem Haus am Gustav-Hennig-Platz stand er eine Zeit lang  als künstlerischer Direktor vor.

Friedrich von Flotows Spieloper „Martha“ steht am Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Großen Haus auf dem Spielplan. Lady Harriet Durham, Ehrenfräulein der englischen Königin, und ihre Freundin Nancy langweilen sich. Als an ihrem Fenster fröhlich die Mägde zum Markt von Richmond vorbeiziehen, beschließen sie ihnen zu folgen.  Sie verkleiden sich,  mischen sich unters Volk und werden als Mägde Martha und Julia vom Pächter Plumkett und seinem Freund Lyonel engagiert. Bald zeigt sich, die Damen verstehen gar nichts von Hausarbeit und sie müssen ihren Dienstherren entfliehen, aber da hat es sie schon längst im Herzen erwischt… Am Ende führt das heitere Versteckspiel mit der unbeschwerten romantischen Musik von Flotow natürlich zum Happyend. Die Arien „Letzte Rose“ und „Ach so fromm, ach so traut“ machten die Oper seit der Uraufführung 1847 in Wien unsterblich.

Für die Aufführung von Federico Garcia Lorcas lyrischer Tragödie „Bluthochzeit“ am Sonntag um 19.30 Uhr gilt die Offerte THEATERJOKER, d.h. jede Karte ist für 7,50 Euro zu haben! Seit die Mutter Ehemann und Sohn durch Mord nach den Gesetzen der Blutrache verloren hat, schürt sie einen tiefen Hass gegen die Familie Félix, die ihr dies Leid zugefügt hat. Ihren verbliebenen Sohn will sie daher in guten Händen wissen und holt Erkundigungen über dessen Verlobte ein. Sie erfährt, dass die Zukünftige ihres Sohnes schon einmal verlobt war – und das ausgerechnet mit Leonardo Félix! Das Misstrauen der Mutter steigt, und sie soll Recht behalten: Leonardo flieht zur Hochzeit mit der Braut, seiner ehemaligen Geliebten. Die alte Erbfeindschaft flammt erneut auf und die Hochzeitsgesellschaft wird zum rachsüchtigen Mob ….

„Und Liebe wagt, was irgend Liebe kann…“ heißt das Projekt, das die TheaterFABRIK im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in der Tonhalle Gera durchführt. Zur Multiplikatorenveranstaltung „Moralisch handeln für Anfänger“ lädt FABRIK-Leiter Peter Przetak am 24. Oktober zwischen 15 und 18 Uhr in die  Tonhalle in Gera ein.
Symposien, Workshops,  Multiplikatorenveranstaltungen, Sprachkurse und zu guter Letzt ein Theaterstück mit dem Namen „Bei Rita“ haben das Ziel, die unterschiedlichsten Menschen zusammenzuführen und zu verdeutlichen, dass die sozialen Verwerfungen in Deutschland durch die Flüchtlinge schneller auf der Hand liegen, als es normalerweise der Fall gewesen wäre. „Wir befinden uns in einer Zeitmaschine, deren Energie wir uns nun nicht mehr entziehen können“, so Peter Przetak. Dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland soweit auseinander klafft, wie in keinem anderen europäischen Land, ist ein offenes Geheimnis und die Frage, warum es geht, dass zwar Banken aber keine Menschen gerettet werden können, ist zwar polemisch aber nichtsdestoweniger wahr. Dass Deutschland zwar reich ist, aber trotzdem 20,1 % der Menschen armutsgefährdet sind, ist ein Umstand, der nun auf der Hand liegt. Um darüber zu sprechen, der Politik einen Spiegel vorzuhalten und die Menschen zu mehr Menschlichkeit zu ermutigen,  hat die TheaterFABRIK bereits zwei Veranstaltungen durchgeführt und die nächste steht vor der Tür.
Wenn es in der ersten Multiplikatorenveranstaltung darum ging, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren und im ersten Workshop um „nationale Identität“ und die Frage, ob eine Nationalität wirklich identitätsstiftend ist, geht es an diesem Samstag um die moralische Erziehung unserer Kinder. Wie werden Kinder zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule zu moralisch richtigem Handeln ermutigt und ist diese Haltung im Alltag durchzuhalten? Diese Frage wird in den Raum geworfen und in einer moderierten Diskussion in die Waagschale von „Schein und Sein“ geworfen. Interessierte Pädagogen, Eltern, Jugendliche und Kinder aller Nationen sind herzlich eingeladen, ihren Standpunkt zu vertreten. Anmeldungen unter: Tel.: 0365-8279-290 oder per mail an: info@theaterfabrik-gera.de.

HÄNSEL UND GRETEL im Familienkonzert in Gera und Altenburg
„Ein Männlein steht im Walde“, „Brüderlein komm tanz mit mir“, „Suse, liebe Suse“ – diese Hits aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ könnten sicher einige Kinder mitsingen. Zu hören gibt es diese und weitere Ausschnitte beim Familienkonzert am Sonntag, 25. Oktober, 11:00 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und um 16:00 Uhr im Landestheater Altenburg.
Als Märchen-Wichtel Wilhelmine erzählt  Musikpädagogin Lorina Mattern das bekannte Märchen von den beiden Geschwistern, die sich im Wald verlaufen und die Knusperhexe überlisten. Kapellmeister Thomas Wicklein als Dirigent und Moderator beweist ihr dabei, dass man mit Musik Geschichten noch viel emotionaler und packender erzählen kann und zaubert dafür nicht nur das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera aus dem Hut,  sondern auch den Damenchor von Theater&Philharmonie Thüringen sowie vier Solisten des Musiktheaters: Hänsel, Gretel, Hexe, Sandman und Taumann werden in dieser halbszenischen Einrichtung verkörpert von Eleonora Vacchi, Isabel Segarra, Ina Westphal und Iris Eberle.