Mit einer Gedenkfeier erinnert die Stadt Gera am Montag, 9. November, 16.30 Uhr, am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Schülerstraße an die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 wurden in fast allen deutschen Städten, so auch in Gera, die Synagogen niedergebrannt. Mit knapp 2.000 Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien vollzogen die nationalsozialistischen Verbrecher die völlige Entrechtung der jüdischen Menschen. Das war der Anfang eines beispiellosen Vernichtungsfeldzuges gegen das jüdische Volk. Zu der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht lädt Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn alle Bürgerinnen und Bürger ein. Die musikalische Eröffnung erfolgt durch die Musikschule „Heinrich Schütz“. Nachdem die OB als Vertreter der Stadt einen Kranz niedergelegt hat, wird sie mahnende Worte des Gedenkens sprechen. Ihr schließt sich als Redner der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen Jugendpfarrer Michael Kleim an. Den Abschluss bildet ein Musikstück der Musikschüler von der Musikschule „Heinrich Schütz“. Ab 17 Uhr findet in der Kirche St. Trinitatis Gera in der Heinrichstraße 2 ein Ökumenischer Erinnerungsgottesdienst zum Gedenken an die Reichspogromnacht statt.