Friedrich von Flotows Spieloper „Martha“ steht am Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr im Großen Haus auf dem Spielplan. Lady Harriet Durham, Ehrenfräulein der englischen Königin, und ihre Freundin Nancy langweilen sich. Als an ihrem Fenster fröhlich die Mägde zum Markt von Richmond vorbeiziehen, beschließen sie, ihnen zu folgen. Sie verkleiden sich, mischen sich unters Volk und werden als Mägde Martha und Julia vom Pächter Plumkett und seinem Freund Lyonel engagiert. Bald zeigt sich, die Damen verstehen gar nichts von Hausarbeit. Sie müssen sehen, dass sie ihren Dienstherren schnell entfliehen können, aber da hat es alle vier schon längst im Herzen erwischt… Am Ende führt das heitere Versteckspiel mit der unbeschwerten romantischen Musik von Flotow natürlich zum Happyend. Die Arien „Letzte Rose“ und „Ach so fromm, ach so traut“ machten die Oper seit der Uraufführung 1847 in Wien unsterblich.

Premiere ist am Samstag, 21. November, um 18.00 Uhr in der Bühne am Park für Menottis Weihnachtsoper „Amahl und die nächtlichen Besucher“.  Regie führt Michael Dissmeier.  Hilke Förster ist für die Ausstattung verantwortlich. Die Weihnachtsoper in einem Akt kommt in der Fassung für zwei Klaviere mit Takahiro Nagasaki (musikalische Leitung) und Yukiko Horiuchi zur Aufführung. Theater&Philharmonie Thüringen kooperiert für diese Produktion mit dem Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608. Mitglieder des Konzertchores sind in der Choreinstudierung von Christian K. Frank als Hirten zu erleben. Menotti hat als Librettist und Komponist für die Titelpartie festgelegt, dass sie von einem Kind gesungen werden muss. Diese Aufgabe übernimmt der 12-Jährige Marius Theisinger vom Kinderchor der Oper Leipzig. In weiteren Partien: Anne Preuß (Mutter), Alexander Voigt (Kaspar), Chao Deng (Melchior), Frederik Tucker a.G. (Balthazar).
Amahls alleinerziehende Mutter ist überfordert mit ihrem gehbehinderten, aber sehr lebhaften und fantasievollen Sohn. So schenkt sie ihm zunächst auch keinen Glauben, als er behauptet, drei Könige stünden vor der Tür und bäten um Unterkunft. In der kleinen Wohnung geht es turbulent zu, als die nächtlichen Besucher ihre exotischen Schätze auspacken. Hätte Amahl nicht wenigstens ein bisschen von dem Gold verdient, das für das Christuskind bestimmt ist? Die abwechslungsreichen Szenen sind kurz und bei aller weihnachtlich-rührseligen Stimmung auch humorvoll.

Am Samstag ist die dritte von vier Ringlesungen aus dem „Zyklus des Unsichtbaren“ an der Reihe. Initiiert vom Puppentheater werden Erzählungen von Éric-Emmanuel Schmitt vorgestellt, die Religionen zu entdecken suchen. Am 21. November um 19.30 Uhr ist der Islam an der Reihe. Lutz Großmann liest „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran “im Fliesenschön, Weinbergstraße 4. Das Nachgespräch leitet Dramaturgin Svea Haugwitz. Die Ringlesung wird im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! gefördert. Der Eintritt ist frei!

Bei „Kurtz auf dem Sofa“ im Puppentheater nimmt am Samstag 19.30 Uhr Frank Schöbel Platz und steht Rede und Antwort.

„Hat Opa einen Anzug an?“ heißt eine Inszenierung frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Amelie Fried, die am Totensonntag um 10 Uhr auf dem Spielplan im Puppentheater steht. Marcella von Jan spielt für Kinder ab 6 Jahre und ihre Familien.
Ein sehr kleiner Junge erlebt, wie ein Mensch, den er lieb hat, stirbt. Er muss sich mit dem Tod auseinandersetzen. Ein sensibles Thema wird angerissen. Mit der Inszenierung wird die Möglichkeit geschaffen, über den Tod auch mit kleinen Kindern zu sprechen.
Bruno, ein kleiner Junge, hatte seinen Opa sehr gern. Opa hatte ihm alles erklärt und gezeigt, zum Beispiele wie man kleine Pfeifen aus einem Ast schnitzt, sich ganz nahe an ein Reh heranpirscht, die Pilze im Wald zu erkennen und beim Namen zu nennen … Angeln wollte Opa ihm beibringen, das hatte er ihm versprochen. Gleich am nächsten Sonntag wollten sie gehen. Und nun war Opa tot. Die Erwachsenen sagten: „Opa ist von uns gegangen.“ Bruno sah aber, dass er mit seinen schwarzen Anzugsschuhen ganz still da lag. Bruno ließ sich hoch heben und sah, dass Opa einen Anzug trug, die Hände gefaltet hatte und die Augen geschlossen waren. „Er ist gar nicht tot, er schläft ja nur!“ rief Bruno. Als Opa nicht wieder kam, da fragte Bruno: „Wo ist der Opa jetzt?“ einige sagten: „Auf dem Friedhof.“ Sein Papa sagte: „Im Himmel.“ „Ja was denn jetzt?“ fragte Bruno. Er wusste genau, dass jemand nicht an zwei Orten gleichzeitig sein konnte. Früher war er zum Opa gelaufen und hatte ihn gefragt. Aber jetzt?

Knapp eine Woche vor der mit Spannung erwarteten RIGOLETTO-Premiere lädt am Sonntag, 22. November, um 11:00 Uhr Chefdramaturg Felix Eckerle zur MATINEE mit dem Regieteam und Solisten in den Konzertsaal der Bühnen der Stadt·ein. Dort können Interessierte bei freiem Eintritt mehr erfahren und erste musikalische Kostproben genießen.
Regisseur Kay Kuntze, GMD Laurent Wagner als musikalischer Leiter der Produktion, Bühnen- und Kostümbildner Duncan Hayler geben Auskunft. Es singen Akiho Tsujii (Gilda), Rodrigo Porras Garulo (Der Herzog von Mantua), Michael Mrosek (Rigoletto), Magnus Piontek (Sparafucile).

Die nächste Vorstellung von Silvana Schröders Ballett „Mercutios Geheimnis“ ist am Sonntag, 22. November, um 14.30 Uhr, im Großen Haus der Bühnen der Stadt. Die Ballettdirektorin von Theater&Philharmonie Thüringen geht in ihrer Interpretation von Sergej Prokofjews Klassiker Romeo und Julia op. 64 „Mercutios Geheimnis“ nach und rückt damit eine andere Figur aus Shakespeares Tragödie in den Focus. Mercutio ist Romeos bester Freund und scheint das Leben und die Liebe nicht besonders ernst zu nehmen. In dem Machtgefüge der verfeindeten Familien Capulet und Montague, denen die Liebenden Julia und Romeo angehören, ist er immer wieder Provokateur und letzten Endes derjenige, der die unabwendbare Katastrophe der Geschichte heraufbeschwört…. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Takahiro Nagasaki. Es tanzt das Thüringer Staatsballett.