Das Libretto zu Giuseppe Verdis „Rigoletto” basiert auf Victor Hugos Drama Der König amüsiert sich. Seit der Uraufführung 1851 bis heute zählt „Rigoletto“ weltweit zu den meistgespielten Opern. Generalintendant Kay Kuntze inszeniert das Meisterwerk jetzt in Gera. Die Premiere ist am Freitag, 27. November, um 19.30 Uhr im Großen Haus, die nächste Vorstellung gleich am Sonntag, 29. November, um 14.30 Uhr. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Für Bühne und Kostüme ist  Duncan Hayler verantwortlich. Der Opernchor und Chorgäste singen in der Einstudierung von Holger Krause. In den Hauptpartien: Rodrigo Porras Garulo a. G. (Herzog von Mantua),·Johannes Beck / Michael Mrosek a.G. (Rigoletto), Akiho Tsujii (Gilda).
Der bucklige Hofnarr Rigoletto verspottet zynisch seine Mitmenschen, sehr zur Freude seines lüsternen Dienstherren, des Herzogs von Mantua. Graf von Monterone, dessen Tochter jüngst Opfer der Verführung durch den Herzog geworden ist, schwört Rache.
Rigoletto, der wegen seiner Behinderung zum Außenseiter wurde, versucht, seine geliebte Tochter Gilda vor der Öffentlichkeit und den Ränkespielen bei Hofe zu verbergen. Als er von deren Liaison ausgerechnet mit dem Herzog erfährt, verliert Rigoletto den Boden unter den Füßen. Er wendet sich an den Auftragsmörder Sparafucile und verlangt den Tod seines Dienstherren. Da Gilda den Plan ihres Vaters durchschaut, macht sie sich auf, um den Herzog zu retten. Wie vereinbart übergibt Sparafucile Rigoletto nach der Tat den Sack mit dem Leichnam, in dem dieser den toten Herzog vermutet.
Zwischen Karneval, Leben und Tod hat Giuseppe Verdi (1813-1901) eine groteske Welt gezeichnet. Das Meisterwerk zeigt, was das Gefühl der Rache mit Menschen machen kann, was es heißt, aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu sein, und wie vergeblich eine falsch verstandene Liebe sein kann.
Nicht nur die Kanzone des Herzogs „La donna è mobile qual piuma al vento“ kennt man aus den Klassik-Hitparaden. Die Oper ist reich an Melodien, die ins Ohr gehen, wie beispielsweise das Duett „Figlia  – Mio padre“ oder das Quartett “Bella figlia dell’amore”. Pathos und Simplizität, musikalische Virtuosität und Schlichtheit liegen in „Rigoletto“ dicht beieinander und machen den anhaltenden Reiz dieser Oper aus. Die Aufführung erfolgt in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Nach der Premiere ist das Publikum auf der Premierenfeier im Theaterrestaurant herzlich willkommen.

Am Samstag gehört das Podium im Konzertsaal ab 15 Uhr der Musikschule „Heinrich Schütz“ für ihr Adventskonzert.

Am Samstag findet die letzte von vier Ringlesungen aus dem „Zyklus des Unsichtbaren“ im Yoga-Zentrum Schülerstraße 40 statt. Initiiert vom Puppentheater werden Erzählungen von Éric-Emmanuel Schmitt vorgestellt, die Religionen zu entdecken suchen. Am 28. November um 18.00 Uhr ist der Buddhismus an der Reihe. Lys Schubert liest „Milarepa“. Das Nachgespräch leitet Dramaturgin Svea Haugwitz. Die Ringlesung wird im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! gefördert. Der Eintritt ist frei!

Langsam rückt die Märchenzeit im Theater wieder heran. Am Samstag und Sonntag, jeweils 18 Uhr dürfen sich die Ballettfreunde auf eine Begegnung mit „Cinderella“ zur Musik von Sergej Prokofjew in der Bühne am Park freuen. Das bekannte Aschenputtel-Märchen der Brüder Grimm wird von Choreograph Peter Werner-Ranke als klassisches Handlungsballett für die ganze Familie in märchenhaftem Zauber auf die Bühne gebracht. Für Bühnenbild, Kostüme und Dramaturgie zeichnet Wolfgang Ranke verantwortlich. Es tanzt das Thüringer Staatsballett.
Cinderellas Leben mit Stiefmutter und Stiefschwestern ist traurig. Behandelt wie eine Dienstmagd, hat sie nur den Hauskater zum Freund, der sich aber genauso gern von der Stiefmutter verhätscheln lässt. Als alle sich auf den Ball des Prinzen vorbereiten, bleibt sie als Aschenputtel auf der Strecke – mit unlösbaren Aufgaben. Aber die Tauben helfen ihr – und die gute Fee verwandelt sie in ein wunderschönes Mädchen, das auf dem Ball sofort das Herz des Prinzen erobert – sehr zum Ärger der beiden neidischen Stiefschwestern, die Cinderella aber nicht erkennen. Sobald es Mitternacht schlägt, verlässt Cinderella fluchtartig den Königshof, um rechtzeitig wieder zu Hause zu sein. Auf der Flucht verliert sie einen Schuh. Mit Hilfe dieses Beweismittels macht sich der Prinz auf die Suche nach dem schönen Mädchen …

Und im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz ist am 1. Advent (29. November) um 16 Uhr Premiere für „Ein Schaf fürs Leben“. Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Maritgen Matter und Anke Faust kommt damit in einer Bearbeitung von Manuel Kressin und in der Regie von Stefan Wey·eine Geschichte für Kinder ab 4 Jahre auf die Bühne, die so herzlich wie außergewöhnlich ist: Hungrig ist Wolf, als er nachts in den Schafstall kommt. Er findet ein einsames Schaf vor – scheinbar leichte Beute. Doch das Tier ist so froh, endlich Besuch zu haben, dass es laut und wild drauf los plappert. Wolf irritiert das. Es wird damit doch wohl nicht den Bauern aufwecken? Dann wäre es um ihn geschehen! Unter einem Vorwand lockt er Schaf aus seinem Stall. Gemeinsam wollen sie einen Ausflug machen, nach „Erfahrungen“, einer Stadt, wo man viel erleben kann. So stapfen denn beide durch den Schnee, das fröhliche Schaf und der hungrige Wolf. Doch lange kann Wolf seine schlechte Laune nicht aufrecht halten – bei einer rasanten Rodelrutschpartie mit dem Schlitten hat auch er ausgesprochen viel Spaß. Vielleicht könnten Schaf und Wolf sogar Freunde werden? Wenn da nicht dieses ständige Magenknurren wäre! Doch noch bevor sich Wolf entscheiden kann, ob er Schaf nun wirklich essen mag oder nicht, schwebt sein eigenes Leben in Gefahr und das Schaf muss seinen Mut unter Beweis stellen …
Lys Schubert übernimmt die Figur Schaf und Marcella von Jan den Wolf.
Mit dieser Produktion stellt sich ein in der Puppentheater-Szene namhafter Ausstatter als neues festes Ensemblemitglied vor. Seit Oktober ist Christian Werdin Ausstatter am Puppentheater von Theater&Philharmonie Thüringen.
Christian Werdin absolvierte eine Lehre als Schiffbauer und studierte Theologie in Berlin. Seit 1979 arbeitet er als freiberuflicher Bühnenbildner und Ausstatter für Puppentheater sowie als Bildhauer. Er war Mitbegründer und Ausstatter des Theaters „Zinnober“ und des „Theaters o.N.“. Werdin unterrichtete Puppengestaltung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und erhielt 1991 den Szenografiepreis des Internationalen Festivals Erlangen. Ausstellungen führten ihn u.a. nach Prag, Paris und Nowi Sad. 2009-2012 war er Ausstatter am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen. Seitdem arbeitete er u.a. für das Theater Waidspeicher Erfurt, das hessische Landestheater Marburg und die Theater Vorpommern.
Für die Kostüme zeichnet Marita Bachmaier verantwortlich.