„Klassik bei Kerzenschein“ ist am Freitag, 4. Dezember, um 19:30 Uhr, im Großen Haus des Landestheaters Altenburg und am Samstag, 5. Dezember, um 16:00 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera angesagt. Thomas Wicklein und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera laden in der beliebten Reihe ein zu Kantaten zur Weihnachtszeit. „Der Stern von Bethlehem“ ist das Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Camille Saint-Saëns u. a. überschrieben. Als Solisten stellen sich zwei junge Sängerinnen und ein Sänger aus dem Thüringer Opernstudio vor: Anita Rosati(Sopran), Catriona Morison (Mezzosopran) und Paul Kroeger (Tenor).
Der Dirigent Thomas Wicklein fungiert wieder als charmanter Moderator.
Freuen Sie sich auf Ausschnitte aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händels „Der Messias“. Im zweiten Teil nach der Pause steht das erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns im Mittelpunkt. Solistin ist Anna Herrmann, 17 Jahre alt und Jungstudentin in der Nachwuchsförderklasse der Musikhochschule Leipzig.

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“ nennt Christiane Nothofer eine Hommage an Hannah Arendt. Zum 40. Todestag von Hannah Arendt (1906-1975) ist die Schauspielerin mit dieser szenischen Lesung am 4. Dezember um21.00 Uhr im Paul-Gustavus-Haus Altenburg und am 6. Dezember um 18.00 Uhr im Fliesenschön Gera Weinbergstr. 4 zu erleben.
Die Philosophin Hannah Arendt hat ein umfangreiches publizistisches Werk hinterlassen. In den berühmten Interviews mit Joachim Fest und Günter Gaus erlebt man sie als eine rhetorisch brillante, strahlende Frau, der die Formulierung ihrer komplexen Gedanken nicht nur leicht zu fallen, sondern vor allem Freude zu bereiten scheint. Man kann sich der Intensität ihres Sprechens, ihrem „Denken ohne Geländer“ – wie sie es genannt hat – nicht entziehen.
Hannah Arendt hat einen sehr umfangreichen Briefwechsel hinterlassen. Der Dialog mit Freunden war für sie lebenswichtig. An ihren Ehemann Heinrich Blücher schrieb sie einmal „Wahrheit gibt es nur zu zweien“. Anhand dieser Briefsammlung, die nicht nur philosophische und politische Themen behandelt sondern auch  Liebesbriefe an Heinrich Blücher und Martin Heidegger enthält, bietet die szenische Lesung eine Auseinandersetzung mit der großen Denkerin Hannah Arendt.
Das vielleicht Faszinierendste an Hannah Arendt ist ihr Mut: Ihr Mut zu furchtlosem Denken und – wie man zum Beispiel in ihren relativ unbekannten, vor allem an Martin Heidegger gerichteten Gedichten erkennen kann – ihr Mut zu Gefühlen.

Auf ein besonderes Gastspiel dürfen sich die Musikfreunde in Gera am Freitag, 4. Dezember, freuen. Um 19.30 Uhr sind im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Kammersänger Jochen Kowalski und IL CONCERTINO VIRTUOSO mit Arien und Orchestermusiken aus dem Barock zu erleben.
Der Berliner Kammersänger Jochen Kowalski ist einer der vielseitigsten Altisten der Gegenwart. Seine Laufbahn begann an der Komischen Oper Berlin und von dort startete er auch seine internationale Karriere.
Auf dem Programm von Jochen Kowalski und IL CONCERTINO VIRTUOSO mit Axel Wilczok und Andreas Jentzsch (Violine Solo), Eva Römisch und Yunna Weber (Violine), Holger Esprig (Viola), Johanna Halm(Violoncello), Alf Moser (Kontrabass) und Günther Albers(Cembalo) stehen u.a. Werke von Antonio Vivaldi, Arcangelo Corelli, Johann Sebastian Bach , Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Henry Purcell und Giovanni Battista Pergolesi. IL CONCERTINO VIRTUOSO ist ein Ensemble von Spitzenmusikern der Staatskapelle Berlin. Die Mitglieder des Ensembles verbindet ein besonderes Interesse an der Musik der großen komponierenden Virtuosen der Barockzeit.

Drei märchenhafte Angebote unterbreitet Theater&Philharmonie Thüringen am zweiten Adventswochenende. Im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz wird am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr die neueste Produktion des Hauses gezeigt: „Ein Schaf fürs Leben“ ist·eine Geschichte für Kinder ab 5 Jahren, die so herzlich wie außergewöhnlich ist. Lys Schubert und Marcella von Jan erwecken Christian Werdins wundervolle Figuren Schaf und Wolf zum Leben und nehmen die Zuschauer mit in den winterlichen Wald auf eine nicht ungefährliche Schlittenpartie.
Außerdem öffnet sich bis Weihnachten jeden Tag um 17 Uhr die Tür zum Puppentheater, das sich im Dezember in einen Adventskalender verwandelt hat und eine Überraschung für die Gäste bereithält. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

„Amahl und den nächtlichen Besuchern“ kann man am Samstag um 18 Uhr in der Bühne am Park begegnen. Regisseur Michael Dissmeier hat Menottis Weihnachtsoper ein Vorspiel vorangestellt, dass unseren Umgang mit Weihnachten hinterfragt. Die Weihnachtsoper kommt in der Fassung für zwei Klaviere mit Takahiro Nagasaki (musikalische Leitung) und Yukiko Horiuchi zur Aufführung. Theater&Philharmonie Thüringen kooperiert für diese Produktion mit dem Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608. Mitglieder des Konzertchores sind in der Choreinstudierung von Christian K. Frank als Hirten zu erleben. Menotti hat als Librettist und Komponist für die Titelpartie festgelegt, dass sie von einem Kind gesungen werden muss. Diese Aufgabe übernimmt der 13-Jährige Marius Theisinger vom Kinderchor der Oper Leipzig. In weiteren Partien: Anne Preuß (Mutter), Alexander Voigt (Kaspar), Chao Deng (Melchior), Frederik Tucker a.G. (Balthazar).
Amahls alleinerziehende Mutter ist überfordert mit ihrem gehbehinderten, aber sehr lebhaften und fantasievollen Sohn. So schenkt sie ihm zunächst auch keinen Glauben, als er behauptet, drei Könige stünden vor der Tür und bäten um Unterkunft …

„Die Zaubertrommel“ ist ein Musikmärchen aus Afrika und die Weihnachtsproduktion des Schauspielensembles, die nicht nur Kindern ab 6 Jahre Freude macht. Die Familienvorstellung beginnt am Sonntag um 18 Uhr im Großen Haus und führt in ein Dorf auf der Insel Tamborena, wo Menschen aus aller Welt in Frieden zusammenleben. Dort sitzen Frauen und Männer beisammen und lassen mit Geschichten, Gesang und Trommeln den Tag ausklingen. Der Tanz- und Trommellehrer Bacary berichtet von einem Trommelwettbewerb, bei dem der beste Trommler von ganz Tamborena ermittelt werden soll. Sofort sind das Mädchen Fatou und der Junge Siyabongo begeistert und wollen mitmachen. Da springt plötzlich der böse Zauberer Kalabante in den Kreis und behauptet, der beste Trommler zu sein. Als Bacary ihm mutig widerspricht, verwandelt der böse Zauberer ihn in eine große Schlange. Fatou und Siyabongo begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, die sie zum heiligen Wanderbaum und seinen Elfen, zu den frechen Vögeln Kanakankundas und den musikalischen Elefanten führt. Alle aber sagen, nur die Kraft von „tausend Händen aus der Ferne“ könne die Macht des Zauberers brechen … Damit das klappt, findet jeder Theaterbesucher auf seinem Platz eine afrikanische Trommel vor.

Am Samstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr steht „Kruso“ auf dem Spielplan im Großen Haus. In Caro Thums Inszenierung der Theaterfassung von Petra Paschinger stammt jedes Wort aus dem Roman von Lutz Seiler. Zur Geschichte: Edgar Bendler (Manuel Kressin) schmeißt im Sommer 1989 sein Studium in Halle und fährt nach Hiddensee. Er sucht eine Unterkunft und nimmt das Angebot, als Saisonkraft im Ausflugslokal „Zum Klausner“  zu arbeiten gern an. Die körperlich anstrengende Arbeit beansprucht ihn tatsächlich ganz und hilft ihm, Abstand von den Gründen seiner Flucht zu gewinnen. Auf dem Weg zur inneren Freiheit ist ihm Alexander Krusowitsch, genannt Kruso, Lehrer. Kruso hat als Kind seine Schwester bei einem Fluchtversuch über die Ostsee verloren. Seitdem bringt er Fluchtwillige für eine Zeit auf der Insel unter und versucht, sie von ihrem lebensgefährlichen Plan abzuhalten.
Zwischen Spülbecken und Erdreich werden Räume der Begegnung und der Freiheit geschaffen, die den Zuschauer auf eine geheimnisvolle Reise in die ganz eigene Welt der Insel mitnehmen. Doch der Fall der Mauer holt Kruso ein.