„Winterschlaf und Co.“, Märchenstunde im Barocksaal oder „Der Weihnachtsmann macht im Tierpark Station“

Geheimnisvolle Märchenstunde, spannende Spurensuche und erholsamer Winterschlaf gehören zu den Themen, die in den Weihnachtsferien im Rahmen interessanter Veranstaltungen für Kinder, deren Eltern und Großeltern im Museum für Naturkunde Gera auf der Tagesordnung stehen. Während der Weihnachtsferien bietet das Museum zusätzlich zu seinem Angebot an Ausstellungen fünf Sonderveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie an. Jeweils am 25., 26. und 27. Dezember findet außerhalb der regulären Öffnungszeiten bereits um 10 Uhr im schönen Barocksaal eine „Märchenstunde“ statt, bei der ein fesselndes Märchen gelesen wird. Außerdem erhält jedes Kind ein kleines Geschenk. Anschließend kann das Haus mit seinen Ausstellungen nach Lust und Laune schon am Vormittag besichtigt werden. Am Dienstag, 29. Dezember, heißt es um 14 Uhr „Spannende Spurensuche“. Über Nacht ist viel passiert im Museum für Naturkunde. Abgeknabberte Zapfen liegen herum, Löcher wurden in den Baumstamm gezimmert und Fährten sind im Boden zu erkennen. Welche Tiere haben welche Spuren hinterlassen? Das ist hier die Frage. Bei einem Rundgang durch die Lebensräume unserer Heimat werden viele solche Rätsel entdeckt, die es zu lösen gilt.

Und am Samstag, 2. Januar, 14 Uhr, beginnt die kindgerechte Veranstaltung „Winterschlaf und Co.“ zum Überwintern der Tiere. Ob Siebenschläfer, Eichhörnchen oder Weinbergschnecke – viele Tiere unserer Heimat haben Wege gefunden, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Anhand zahlreicher Tierpräparate, der Dauerausstellung des Museums und kurzer Filmausschnitte können Kinder und Jugendliche Einblick in das spannende Thema rund um Winterschlaf, Winterruhe und Kältestarre nehmen. Kleine Experimente mit Eis und Wasser zum Thema Kälte werden wichtige Zusammenhänge bei der Wärmeregulation von Tieren verständlich machen. Zum Jahreswechsel hat das Museum für Naturkunde zusätzlich am 24. und 31. Dezember geschlossen.

Mit drei Ausstellungen bietet das Museum für Angewandte Kunst vor, zu und zwischen den Feiertagen Interessantes zur Angewandten Kunst zwischen künstlerischem Unikat und Industriedesign. Das Museum lädt mit der Ausstellung „Art Déco und Funktionalismus – Angewandte Kunst zwischen den Weltkriegen“ in die kulturell wohl anregendste und aufregendste Epoche des vergangenen Jahrhunderts ein, deren Bedeutung bis weit in unsere Gegenwart reicht. Art Déco und Funktionalismus bilden die Pole, zwischen denen sich in den zwanziger und dreißiger Jahren wichtige Veränderungen innerhalb der angewandten Kunst vollzogen. In den originalen Historismusräumen der „Beletage“ des Hauses ist dies mit Gebrauchs-und Ziergegenständen aus den unterschiedlichsten Materialien, Möbeln, Grafikdesign, Fotografie oder Mode u.v.m. nacherlebbar. In einer weiteren Dauerausstellung unter dem Titel „Keramik des 20. Jahrhunderts. Die Schenkung Welle“ vermitteln internationale Meisterwerke der Keramik den Bedeutungswandel vom Gefäß zur Skulptur in jener Zeit.

Wer gern seiner Kreativität bei der Anfertigung individuellen Weihnachtschmuckes freien Lauf lassen will, ist herzlich am Dienstag, 15. Dezember, ab 15 Uhr, in die Museumswerkstatt eingeladen. Aus Knöpfen, Draht, Filz- und Stoffresten oder Korken entstehen kleine Kunstwerke für Adventssträuße, den Weihnachtsbaum oder zum Verzieren von Geschenkverpackungen. Individuelle Termine für Gruppen sind auch am 11. Dezember, 14. Dezember und 17. Dezember, jeweils vormittags ab 9:30 Uhr, möglich. Anmeldungen telefonisch unter 0365 / 838 14 41 oder per Mail musak@gera.de. Auch für Kurzentschlossene lohnt sich eine Nachfrage.

Und noch ein Höhepunkt im Ausstellungsgeschehen als Tipp für die Weihnachtsferien: In der aktuellen Sonderausstellung in Kooperation mit dem Kunstverein Gera werden sowohl im Ferberschen Haus als auch in den Räumen des Kunstvereins die Arbeiten des aus Thüringen stammenden und international agierenden Künstlers Robert Seidel unter dem Titel „LUX AETERNA. Videoinstallationen, Filme und Zeichnungen“ als Retrospektive gezeigt. Seidel, der zuerst Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und anschließend Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität in Weimar studierte, arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt im Spannungsfeld zwischen abstraktem Film, Videokunst und audiovisueller Performance. Er lotet dabei nicht nur die Grenzen des Experimentalfilms aus, sondern hat ein einzigartiges Oeuvre geschaffen. Seine Arbeiten wurden bereits auf renommierten Festivals, in großen Museen und als temporäre Fassadenprojektionen im öffentlichen Raum weltweit ausgestellt und schon mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Öffentliche Führungen in beiden Ausstellungsteilen finden am Sonntag, 13. Dezember, 20. Dezember, und am 27. Dezember, jeweils 15 Uhr, statt. Treffpunkt ist immer im Museum für Angewandte Kunst Gera, Greizer Straße 37, 07545 Gera. Das Museum für Angewandte Kunst ist Mittwoch bis Sonntag / an Feiertagen, 12 Uhr bis 17 Uhr, geöffnet. Am 24. und 31. Dezember 2015 bleibt das Museum geschlossen.

Am Sonntag, 20. Dezember, 10 bis 15 Uhr, besucht der Weihnachtsmann den Tierpark, schaut, dass es den Tieren gut geht und würde sich freuen, wenn große und kleine Besucher ihm dabei helfen. An diesem und auch an allen anderen Tagen gibt es die Fütterungen um 11.30 Uhr am Raubtierhaus und um 15 Uhr im Affenwald. Um 14 Uhr finden die beliebten Putz- und Pflegezeiten bei den Ponys/Eseln am Bauernhof statt.