Schau präsentiert erstmals explizit etwa 70 interessante Mineralstufen dieser alten Sammlung – Das Ausstellungsprojekt wurde von den „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunden“ finanziert – Öffentlicher Bildvortrag mit Führung am 31. Januar

Vom 21. Januar bis zum 31. Mai 2016 präsentiert das Museum für Naturkunde Gera eine Sonderausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Mineraliensammlung des Geraer Stadtapothekers und Sammlers Dr. Paul Friedrich Curt Schröder, die vor 100 Jahren in den Besitz der Stadt Gera gelangte. Das Ausstellungsprojekt wurde von den „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunden“ finanziert.

Im Jahr 1916 hinterließ Dr. Schröder seiner Geburts- und langjährigen Heimatstadt die „Dr.-Curt-Schröder-Stiftung“, die neben Geld und einem Grundstück samt Villa auch seine 2000 Exemplare umfassende Mineraliensammlung inklusive Schrank beinhaltete. Gingen Geld und Grundbesitz durch die Inflation bald verloren, so ist ein großer Teil der Mineraliensammlung bis heute im Museum für Naturkunde Gera erhalten. Innerhalb der mineralogischen Sammlung des Museums ist sie als bedeutendste Personalsammlung anzusehen, auch wenn ein Teil der Exponate 1945 bei Bombenangriffen im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Die neue Sonderausstellung präsentiert erstmals explizit etwa 70 interessante Mineralstufen dieser alten Sammlung. Gezeigt werden Exemplare mit originalen Etiketten, die belegen, dass Dr. Schröder von zahlreichen Geraer Persönlichkeiten mit Mineralien beschenkt wurde, aber auch bei damaligen Mineralienhandlungen ein guter Kunde war. Darüber hinaus sind ausgewählte hochkarätige Prachtstücke zu sehen, die von oftmals historischen Fundstellen im In- und Ausland stammen. Dazu zählen ein sehr guter Pyromophit von der Grube Merkur bei Bad Ems und ein ausgezeichnetes Exemplar des Goldminerals Sylvanit aus Rumänien. Außerdem werden Minerale von sogenannten Typlokalitäten gezeigt. Dahinter verbirgt sich jeweils immer ein Fundort, von dem ein Mineral für dessen erstmalige wissenschaftliche Beschreibung stammt. So befindet sich eine solche Typlokalität im Bergbaugebiet Schneeberg/Sachsen. Anhand von dort gefundenem Material wurde 1871 durch August Frenzel das Mineral Pucherit erstmalig beschrieben. Auch in der Mineraliensammlung von Dr. Schröder befindet sich ein hervorragendes Exemplar des damals neuen Minerals Pucherit, das in der Sonderschau zu sehen ist.

Dr. Schröder wurde am 1. 5. 1836 in Gera als Sohn von Dr. Ernst Hermann Schröder geboren. Dieser hatte 1833 die noch „Zabelsche“ Stadtapotheke in Gera erworben. Dr. Curt Schröder führte sie als Nachfolger des Vaters von 1872 bis 1890 allein und anschließend zusammen mit seinem jüngeren Bruder, Dr. Max Valentin Schröder. Im Jahr 1896 verkaufte Dr. Curt Schröder die Stadtapotheke im Alter von 60 Jahren an seinen Bruder und siedelte nach Dresden über. Wie auch sein Vater und Bruder war Dr. Curt Schröder Mitglied der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera. Sein jüngerer Bruder Dr. Max Valentin Schröder wurde auch in Sachsen tätig und betreute dort während des Ersten Weltkrieges den sächsischen Erzbergbau und bekam den Titel „Bergrat“ verliehen. Am 2. 3. 1916 verstarb Dr. Curt Schröder in Dresden. Seine umfangreiche Mineraliensammlung erinnert in Gera bis heute an ihn.

Am Sonntag, 31. Januar, findet um 15 Uhr ein öffentlicher Bildvortrag mit anschließender Führung in der Sonderausstellung statt. Darüber hinaus wurden die aktuellen Erkenntnisse zur Mineraliensammlung von Dr. Curt Schröder im neu erschienenen Heft 39 der Naturwissenschaftlichen Reihe des Museums für Naturkunde publiziert, das z. B. direkt an der Museumskasse erhältlich ist.

Vom 21. Januar bis zum 31. Mai 2016 präsentiert das Museum für Naturkunde Gera eine Sonderausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Mineraliensammlung des Geraer Stadtapothekers und Sammlers Dr. Paul Friedrich Curt Schröder, die vor 100 Jahren in den Besitz der Stadt Gera gelangte. Das Ausstellungsprojekt wurde von den „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunden“ finanziert.

Im Jahr 1916 hinterließ Dr. Schröder seiner Geburts- und langjährigen Heimatstadt die „Dr.-Curt-Schröder-Stiftung“, die neben Geld und einem Grundstück samt Villa auch seine 2000 Exemplare umfassende Mineraliensammlung inklusive Schrank beinhaltete. Gingen Geld und Grundbesitz durch die Inflation bald verloren, so ist ein großer Teil der Mineraliensammlung bis heute im Museum für Naturkunde Gera erhalten. Innerhalb der mineralogischen Sammlung des Museums ist sie als bedeutendste Personalsammlung anzusehen, auch wenn ein Teil der Exponate 1945 bei Bombenangriffen im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Die neue Sonderausstellung präsentiert erstmals explizit etwa 70 interessante Mineralstufen dieser alten Sammlung. Gezeigt werden Exemplare mit originalen Etiketten, die belegen, dass Dr. Schröder von zahlreichen Geraer Persönlichkeiten mit Mineralien beschenkt wurde, aber auch bei damaligen Mineralienhandlungen ein guter Kunde war. Darüber hinaus sind ausgewählte hochkarätige Prachtstücke zu sehen, die von oftmals historischen Fundstellen im In- und Ausland stammen. Dazu zählen ein sehr guter Pyromophit von der Grube Merkur bei Bad Ems und ein ausgezeichnetes Exemplar des Goldminerals Sylvanit aus Rumänien. Außerdem werden Minerale von sogenannten Typlokalitäten gezeigt. Dahinter verbirgt sich jeweils immer ein Fundort, von dem ein Mineral für dessen erstmalige wissenschaftliche Beschreibung stammt. So befindet sich eine solche Typlokalität im Bergbaugebiet Schneeberg/Sachsen. Anhand von dort gefundenem Material wurde 1871 durch August Frenzel das Mineral Pucherit erstmalig beschrieben. Auch in der Mineraliensammlung von Dr. Schröder befindet sich ein hervorragendes Exemplar des damals neuen Minerals Pucherit, das in der Sonderschau zu sehen ist.

Dr. Schröder wurde am 1. 5. 1836 in Gera als Sohn von Dr. Ernst Hermann Schröder geboren. Dieser hatte 1833 die noch „Zabelsche“ Stadtapotheke in Gera erworben. Dr. Curt Schröder führte sie als Nachfolger des Vaters von 1872 bis 1890 allein und anschließend zusammen mit seinem jüngeren Bruder, Dr. Max Valentin Schröder. Im Jahr 1896 verkaufte Dr. Curt Schröder die Stadtapotheke im Alter von 60 Jahren an seinen Bruder und siedelte nach Dresden über. Wie auch sein Vater und Bruder war Dr. Curt Schröder Mitglied der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera. Sein jüngerer Bruder Dr. Max Valentin Schröder wurde auch in Sachsen tätig und betreute dort während des Ersten Weltkrieges den sächsischen Erzbergbau und bekam den Titel „Bergrat“ verliehen. Am 2. 3. 1916 verstarb Dr. Curt Schröder in Dresden. Seine umfangreiche Mineraliensammlung erinnert in Gera bis heute an ihn.

Am Sonntag, 31. Januar, findet um 15 Uhr ein öffentlicher Bildvortrag mit anschließender Führung in der Sonderausstellung statt. Darüber hinaus wurden die aktuellen Erkenntnisse zur Mineraliensammlung von Dr. Curt Schröder im neu erschienenen Heft 39 der Naturwissenschaftlichen Reihe des Museums für Naturkunde publiziert, das z. B. direkt an der Museumskasse erhältlich ist.