Die Stadt Gera will ihr Image als Hochschulstadt festigen. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn kündigte am 21. Januar 2016 im Stadtrat an, für die März-Sitzung eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen. Anders als andere Großstädte in Mitteldeutschland verfügte Gera bis nach der Wende über keine Universität oder Hochschule. „Mit der Aufwertung der Berufsakademie zur Dualen Hochschule und der ebenfalls äußerst erfolgreichen Entwicklung der SRH Fachhochschule für Gesundheit, wozu die Stadt mit dem Verkauf der ehemaligen Bundesbankfiliale keinen unwesentlichen Anteil hat, haben wir strukturelle Defizite überwinden können“, verweist OB Dr. Hahn auf einen bemerkenswerten Aufholprozess

Die rechtliche Möglichkeit, den Status „Hochschulstadt Gera“ anerkannt zu bekommen, eröffnet die Thüringer Kommunalordnung. Dort heißt es: „Die Landesregierung kann mit Zustimmung des Landtags einer Stadt, in der eine Universität oder eine andere Hochschule angesiedelt ist, die Bezeichnung ‚Universitätsstadt‘ oder ‚Hochschulstadt‘ verleihen.“ Die Oberbürgermeisterin freut sich über vielfältige Initiativen, beispielsweise des Studentenfördervereins, Gera als Studentenstadt zu stärken. „Die Anerkennung als Hochschulstadt wäre ein kräftiger Impuls für Gera“, betont Frau Dr. Hahn. Da „Hochschulstadt“ eine offizielle Bezeichnung ist, könnte dieser Titel u.a. auf den Ortseingangsschildern angebracht werden.