Eine Wanderausstellung zum Thema „Bewegung in den Alltag bringen – das macht Sinn!“ wird vom 7. bis 17. März im Rahmen der 24. Thüringer Gesundheitswoche Im Geraer Rathaus (Eingang Rathaussaal) präsentiert. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 17 Uhr geöffnet. Auf sieben Stellwänden gibt die Ausstellung vor allem Älteren verschiedene Anregungen, wie sie mehr Bewegung in den Alltag bringen können. „Nehmen Sie die Thüringer Gesundheitswoche zum Anlass, um ihre wöchentlichen körperlichen Aktivitäten und die der Kinder einmal kritisch zu betrachten“, empfiehlt die Fachdienstleiterin Gesundheit Monika Jorzik. In Gera gibt es vielfältige Angebote von Sportgruppen und Vereinen, in Begegnungsstätten der Wohnungsgesellschaften oder freien Trägern und Wohlfahrtsverbänden, von Volkshochschule, Krankenkassen, in Schulen und Kindertageseinrichtungen. Man könnte aber auch der Aufforderung des öffentlichen Nahverkehrs folgen und das Auto mal stehen lassen, am Wochenende im Hofwiesenpark oder Stadtwald den Frühling suchen oder den Rathausturm besteigen.
Die Thüringer Gesundheitswoche wird am 5. März im Rahmen der Thüringer Gesundheitsmesse auf der Thüringer Ausstellung in Erfurt eröffnet. Gesund bleiben- dieser Wunsch wird mindestens einmal jährlich mit jedem Geburtstag wiederholt. Gesundheit ist dabei nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern heißt auch wohlfühlen und glücklich sein. Gesund bleiben ist nicht selbstverständlich, sondern bedarf eigener Aktivitäten für eine gesunde Lebensweise, bedarf sozialer und kommunaler Netzwerke und passende Arbeits- und Lebensbedingungen. So vielfältig und bunt wie das Leben ist, so vielfältig ist das Tun, um gesund zu bleiben.
Einen hohen Nutzen für die eigene Gesundheit hat unabhängig vom Alter die körperliche Aktivität. Diese beginnt schon in unserem Alltag beim Aufstehen, Laufen, Treppensteigen, bei der Gartenarbeit oder Spazierengehen. Nach den Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 2,5 Stunden mäßig anstrengend körperlich aktiv sein, Kinder und Jugendliche sollten täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv sein. Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zur Gesundheit in Deutschland (November 2015) wurde im Ergebnis einer bundesweiten Studie (GEDA 2012) festgestellt, dass 65 Prozent der Frauen und 56,4 Prozent der Männer weniger als 2,5 Stunden in der Woche körperlich aktiv sind. Der Anteil derjenigen, die die WHO- Empfehlung zu körperlicher Aktivität nicht erfüllen, steigt bei Männern bereits ab der Altersgruppe 30 bis 44 Jahre, bei Frauen erst in der Altersgruppe ab 65 Jahre.
Dem von der WHO empfohlenen Aktivitätsniveau werden laut der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert-Koch- Instituts lediglich 27,5 Prozent (in Thüringen 31 Prozent%) der 3- bis 17 jährigen Kinder und Jugendlichen gerecht. Und zu beobachten war, dass mit zunehmendem Alter der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die täglich mindestens 60 Minuten körperlich mäßig bis anstrengend intensiv aktiv sind, rapide abnimmt. Während im Vorschulalter noch rund die Hälfte der Kinder die WHO-Empfehlung erfüllt, gilt dies bei den 14 bis 17 jährigen nur noch für 11,5 Prozent.