Ein herzliches Dankeschön an alle Akteure von KulturNetzGera, an den Bürger Manfred Otto Taubert (3.v.r.), die vielen Spender und Helfer, darunter Bürger und Unternehmen, überbrachte Fachdienstleiter Presse, Marketing, Kultur und Sport Uwe Müller(r.) im Beisein des Künstlers Peter Makolies (2.v.r.). Auf Initiative von KulturNetzGera und des Bürgers Manfred Otto Taubert sowie vieler Spender und Helfer wurde nach 16 Jahren heute (11. März) die Mamorskulptur „Kunst und Kultur“ (1981) wieder auf ihren ursprünglichen Platz vor dem KuK aufgestellt. : Foto/Stadtverwaltung Rita Stielau


 

Im Beisein des Dresdener Künstlers Peter Makolies und vieler Bürger wurde auf Initiative von KulturNetzGera und des Bürgers Manfred Otto Taubert sowie der Spender und Helfer nach 16 Jahren das Kunstwerk wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt

Die Mamorskulptur „Kunst und Kultur“ (1981) des Dresdner Bildhauers Peter Makolies wurde heute (11. März), ab 8 Uhr, auf Initiative von KulturNetzGera und des Bürgers Manfred Otto Taubert sowie dank der Spenden von vielen Bürgern und Unternehmen vor dem Kultur- und Kongresszentrum Gera wieder aufgestellt. Der Künstler war selbst mit anwesend. Von ihm ist nicht nur diese Skulptur, er hat auch an der Reliefwand im KuK mitgearbeitet. An der Stadtmauer steht ein weiteres Werk von ihm, das Doppelrelief mit antikem und zeitgenössischem Mädchenkopf von 1983. Der Bildhauer feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag.

„Wir danken allen Helfern, Initiatoren, allen voran Manfred Otto Taubert, die auf vorbildlichste Art und Weise sich mit so einem hohen persönlichen Engagement für die Bewahrung dieses Kunstwerkes für die Öffentlichkeit eingesetzt haben. Ich wünsche, dass sich noch viele Generationen an dieser Skulptur erfreuen, die jetzt dort ihren Platz wiedergefunden hat, wo sie hingehört, zum künstlerischen Ensemble des Kultur- und Kongresszentrums“, so im Auftrag der Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn der Fachdienstleiter Presse, Marketing, Kultur und Sport Uwe Müller.

Bereits am 10. März beginnen die Baumaßnahmen vor dem KuK zur Aufstellung der Plastik im Rahmen von Tiefbauarbeiten durch Mitarbeiter einer Firma und des Bauhofes. Einen Tag später, am 11. März, wird zwischen 8 Uhr und 9 Uhr der Sockel für die Skulptur angeliefert und aufgestellt. Etwa ab 10 Uhr soll die Skulptur selbst angefahren und aufgestellt werden. Zwei Sponsoren wollen vorrangig alte, zu DDR-Zeit gängige Technik und Transportmittel einsetzen.

Die Skulptur hat eine lange Geschichte. Am 2. Oktober 1981 wird in Gera das „Haus der Kultur“ seiner Bestimmung übergeben. Beim anschließenden Rundgang durch das Haus findet die Reliefwand „Lied des Lebens“ die besondere Aufmerksamkeit der Bürger. Auf 450 Quadratmeter Wandfläche sind 89 kleinere und größere Reliefs aus Kalkstein von 25 Künstlern angebracht. Der historische Bogen dieser Kunstwerke spannt sich vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Auch heute, 35 Jahre später, hat die Reliefwand nichts von ihrer Aussagekraft verloren und fesselt immer wieder mit ihrer Ausdrucksstärke. Vor dem Haupteingang stand zu dieser Zeit auf einem Granitsockel die vom Dresdner Bildhauer Peter Makolies geschaffene Marmorskulptur „Kunst und Kultur“. Diese Skulptur war das „Entrée“ zum Haus der Kultur und stellte die Verbindung zwischen Kunst und Kultur her. Die Kunst begann bereits vor dem Haus, setzt sich im Inneren mit der Reliefwand und der Kunst auf der Bühne fort.

Im Jahr 2000 erfolgte mit dem Abriss der Bowlingbahn zwecks Neuanlegung der ehemaligen „Bachgasse“ ein Teilabriss des Hauses und die vor dem Eingang stehende Skulptur wurde eingelagert. Ursprünglich sollte sie nach Abschluss der Baumaßnahmen wieder ihren bisherigen Platz einnehmen. Warum das nicht geschah, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Zum Zeitpunkt der Einlagerung war die Skulptur durch Graffitischmierereien stark verunstaltet.

Ziel der Initiatoren und Mitstreiter von „KulturNetzGera“ ist es seit 2014, die eingelagerte Skulptur wieder an ihrem angestammten Platz aufzustellen. Dafür wurde ein Spendenkonto eingerichtet und Initiative ergriffen. Das führte schließlich zu einer breiten Unterstützung für dieses Vorhaben durch finanzielle Spenden und Hilfe bei der logistischen Lösung dieser Aufgabe sowie beim vorbeugenden Graffitischutz. In den vergangenen Wochen erfolgte eine gründliche Reinigung des Kunstwerkes durch Mitarbeiter des Bauhofes.