Andrang im KuK während der Eröffnung.(Stadtverwaltung/Ivonne Hebel)

Mehr als 1.000 junge Leute kamen heute (16. März) ins Geraer Kultur- und Kongresszentrum zur 9. Ostthüringer Studienmesse. 24 Studieneinrichtungen, darunter Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien aus Mitteldeutschland sowie 15 Unternehmen aus der Region, präsentierten ihre Angebote für Studium und Karriere. Mit großem Interesse informierten sich die jungen Leute an den Ständen. Das umfangreiche Informations- und Beratungsangebot unter dem Motto „Studieren zu Haus“ richtete sich vor allem an Schüler ab der zehnten Jahrgangsstufe. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landkreis Greiz und der Stadt Gera.
Im Namen von Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn begrüßte Sozialdezernentin Sandra Schöneich am Vormittag zur Eröffnung die Besucher. „Wir sind gern Gastgeber für diese Studienmesse – zum einen, weil wir in Gera mit der Berufsakademie und der SRH Fachhochschule für Gesundheit über zwei hervorragende Hochschuleinrichtungen verfügen. Zum anderen, weil sich unsere Stadt für Studierende in Jena und Zwickau bestens als Wohnort empfiehlt“, so Sandra Schöneich.

In Gera entwickelt sich zusehends studentisches Leben. „Wir freuen uns über steigende Studentenzahlen – aktuell verzeichnen die Fachhochschule und die Berufsakademie rund 1.600 Studierende, wobei allein im Jahr 2015 ein Wachstum der Studentenzahlen um zehn Prozent zu verzeichnen war“, berichtet sie. Mit der geplanten Aufwertung der Berufsakademie zur Dualen Hochschule durch die Landesregierung seien weitere Impulse für den Hochschulstandort Gera bereits spürbar. Steigende Bewerberzahlen für das duale Studium und die höhere Ausbildungsbereitschaft der Arbeitgeber signalisierten, dass mit der Umwandlung der Berufsakademie auch die Beliebtheit der Studiengänge wächst. Die Duale Hochschule sei ein Leuchtturm in der vielfältigen Bildungslandschaft der Stadt Gera. Auch der 1. Beigeordnete der Landrätin des Landkreises Greiz freut sich über die vielen jungen Besucher. Gemeinsam mit Sandra Schöneich unternahm er einen Rundgang durch die Messe und informierte sich über die aktuellen Angebote.

Mit spannenden Studienmöglichkeiten und interessanten Berufsaussichten bieten die Unternehmen des Landkreises Greiz und der Stadt Gera den künftigen Studierenden Perspektiven in ihrer Heimat, denn sie arbeiten eng mit den wirtschaftsnahen Hochschuleinrichtungen aus der Region zusammen. Als Aussteller dabei waren zum Beispiel bekannte Arbeitgeber wie die das SRH Waldklinikum Gera GmbH, die Bauerfeind AG und die ISEO Deutschland GmbH. „Seit 1999 bilden wir in Gera erfolgreich Studenten in unterschiedlichen Studienrichtungen an der Berufsakademie Gera-Eisenach aus. Wir freuen uns über viele motivierte junge Menschen, die sich für die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen Technischer Vertrieb, Wirtschaftsinformatik und Elektrotechnik/Automatisierungstechnik interessieren“, erläutert der Kaufmännische Leiter der ISEO Deutschland GmbH Aldo Caruso.

„Wir sind jedes Jahr auf der Bildungsmesse mit unserem Stand dabei. Das zahlt sich aus. Ein Jugendlicher brachte sogar gleich seine Bewerbung zur Messe mit“, berichtet André Scherbach, Teamleiter in der Geramöbel GmbH aus Frießnitz. „Wir setzen auf junge Leute aus der Region mit lokalen Wurzeln, die wir solide ausbilden und ihnen auch gute Entwicklungschancen in unserem Unternehmen bieten. Auch ein berufsbegleitendes Studium an der Berufsakademie ist möglich.“
Bei der Bildungsmesse war die Berufsakademie Gera-Eisenach genauso vertreten, wie die Berufsakademie aus Sachsen. Die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera informierte über ihre zum Teil berufsbegleitenden Studienangebote, die die jungen Menschen auf die anspruchsvollen Tätigkeiten im Gesundheitsbereich vorbereiten. Auch wer ein Direktstudium plant, war an der richtigen Adresse. Berufsakademien, Hochschulen und Universitäten von Halle-Wittenberg über Leipzig und Dresden bis nach Erfurt präsentierten sich dem interessierten Publikum. Zwei Studieneinrichtungen sind in diesem Jahr als Aussteller neu dazugekommen, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Hochschule Magdeburg-Stendal.