Auf dem Programm des 6. Philharmonischen Konzertes am Gründonnerstag, 24. März, im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera stehen Richard Wagners Wesendonck-Lieder und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 9 d-Moll. Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr. 18.45 erwartet Konzertdramaturgin Lorina Mattern Interessierte zur Einführung.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner. Anne Preuß singt die berühmten Wesendonck-Lieder.

Zischen zwei Angeboten des Schauspiels hat das Publikum am Gründonnerstag die Wahl: Im Puppentheater tritt Mechthild Scrobanita um 19.30 Uhr in dem Musical für eine Schauspielerin „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler auf. Olav Kröger begleitet sie am Klavier. Georg Kreisler hat mit seinem schwarzen, tiefsinnigen und poetischen Humor und Sprachwitz das musikalische deutschsprachige Kabarett nach 1945 als Interpret und Verfasser eigener Werke stark geprägt. Er starb 2011 im Alter von 89 Jahren. Kreisler beschreibt in „Heute Abend: Lola Blau“ das eigene bewegte Leben und damit das Leben vieler aus ihrer Heimat vertriebener oder geflohener Künstler.

In der Bühne am Park dreht sich am Gründonnerstag alles um den Islam. „Das zweischneidige Schwert“ haben die Autoren Petra Paschinger und Schauspieldirektor Bernhard Stengele, der auch Regie führt, ihren polit-poetischen Gesang genannt. Es spielen Bruno Beeke, Manuel Kressin, Christiane Nothofer, Öykü Oktay, Katerina Papandreou und Ouelgo Téné. Ömer Avçi an den Schlaginstrumenten und Valentina Bellanova an der Ney-Flöte machen die Musik.
Auf der Suche nach Antwort auf die Frage, ob wir uns vor der „Islamisierung des Abendlandes“ fürchten müssen, versammelt „Das zweischneidige Schwert“ Texte, Gedichte, Musik zum Thema und setzt sie zu aktuellen Ereignissen in Bezug. Für diese Vorstellung unterbreitet das Theater die Offerte THEATERJOKER, d.h. jede Karte ist zum halben Preis für 7,50 Euro zu haben.

Am Karfreitag, 25. März, um 19.30 Uhr steht „Kruso“ zum letzten Mal auf dem Spielplan im Großen Haus Gera. In Caro Thums Inszenierung der Theaterfassung von Petra Paschinger stammt jedes Wort aus dem Roman von Lutz Seiler.
Zur Geschichte: Edgar Bendler (Manuel Kressin) schmeißt im Sommer 1989 sein Studium in Halle und fährt nach Hiddensee. Er sucht eine Unterkunft und nimmt das Angebot, als Saisonkraft im Ausflugslokal „Zum Klausner“  zu arbeiten gern an. Die körperlich anstrengende Arbeit beansprucht ihn tatsächlich ganz und hilft ihm, Abstand von den Gründen seiner Flucht zu gewinnen. Auf dem Weg zur inneren Freiheit ist ihm Alexander Krusowitsch, genannt Kruso, Lehrer. Kruso hat als Kind seine Schwester bei einem Fluchtversuch über die Ostsee verloren. Seitdem bringt er Fluchtwillige für eine Zeit auf der Insel unter und versucht, sie von ihrem lebensgefährlichen Plan abzuhalten.
Zwischen Spülbecken und Erdreich werden Räume der Begegnung und der Freiheit geschaffen, die den Zuschauer auf eine geheimnisvolle Reise in die ganz eigene Welt der Insel mitnehmen. Doch der Fall der Mauer holt Kruso ein.

Die Opernwiederentdeckung von Hans Sommers phantastisch-romantischer Oper „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ kann man am Samstag, 26. März, um 19.30 Uhr und am Ostermontag um 14.30 Uhr im Großen Haus erleben. Die Oper handelt von der Kraft der Liebe, der Macht der Musik und der zivilisatorischen Bedeutung von Kunst, insbesondere der Malerei und der Musik. Regie führt Generalintendant Kay Kuntze, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor, die Ausstattung entwirft Duncan Hayler. Jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn erwartet Chefdramaturg Felix Eckerle Interessierte zur Einführung im Konzertsaal.
Hans Sommer (1837-1922) war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten und Musikfunktionäre des Fin de Siècle. „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ wurde 1904 in Braunschweig mit großem Erfolg uraufgeführt und kam ein Jahr später – unter dem Dirigat von Richard Strauss, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband – in Berlin zur Aufführung.
Liebe zu einer Frau oder Loyalität gegenüber den Menschen, die ihn zu ihrem Anführer im Freiheitskampf gegen den Tyrannen erkoren haben – das ist das Dilemma, in welchem sich der junge Maler Wido befindet. Denn Widos Geliebte Gertrud ist ausgerechnet die Ziehtochter des Vogtes Buko, der die Bevölkerung der Stadt Neiße am Fuße des Riesengebirges grausam unterdrückt, ausbeutet und dabei auch noch verspottet. In seiner Verzweiflung ruft Wido den sagenumwobenen Berggeist Rübezahl herbei, der auch prompt erscheint. Bald nimmt Rübezahl die Gestalt eines Dudelsackpfeifers an, der als einfacher Musikant daher kommt und doch manches durcheinander bringt. Rübezahl, eine Sagengestalt aus dem Riesengebirge, fasziniert seit der Renaissance. Mal bringt er Menschen vom rechten Weg ab, mal tritt er als ihr Beschützer auf. Oft nimmt er die Gestalt anderer an, treibt seinen Schabernack und greift in die Geschicke ein.

PETTERSSON UND FINDUS treten am Samstag, 26. März, um 16.00 Uhr und am Ostersonntag, 27. März, um 10.00 Uhr im Haus am Gustav-Hennig-Platz auf. Den Pettersson spielt Lutz Großmann. Kater Findus wird von Marcella von Jan geführt, alle übrigen Figuren und vieles mehr von Lys Schubert.
Der alte Pettersson und sein sprechender Kater Findus aus den Bilderbüchern von Sven Nordqvist werden von jung und alt gemocht. Gespielt wird für Kinder ab 4 Jahre eine Geschichte über Freundschaft, die auch Erwachsenen viel Spaß macht.
Der nur mit seinen Hühnern lebende alte Pettersson ist schon ein bisschen schrullig. Da bekommt er einen Kater geschenkt, der Abwechslung in sein Leben bringt. Als Pettersson sich daran macht, für Kater Findus eine Geburtstagstorte zu backen, türmen sich die Probleme, denn bei Pettersson ist nichts an seinem Platz, oder einfacher gesagt: es ist ziemlich liederlich…

Sechs junge Sänger des Thüringer Opernstudios stellen sich im nächsten Foyerkonzert am Ostersonntag, 27. März, um 18 Uhr im Konzertsaalfoyer vor.
In einem abwechslungsreichen Programm aus Liedern, Arien und Duetten von Mozart, Händel, Britten, Weill oder Wagner präsentieren die Stipendiaten Anita Rosati, Kathrin Filip, Catriona Morison, Eleonora Vacchi, Paul Kroeger und Chao Deng, begleitet von Ji Woo Lee am Klavier, ihre persönlichen Lieblingsstücke und gesanglichen Bravourleistungen.
Darunter sind sehr anspruchsvolle Titel wie „O, du mein holder Abendstern“, virtuose Arien aus Händels Giulio Cesare oder Mozarts La clemenza di Tito, Kunstlieder von Fauré und Brahms, aber auch einige Titel von operettenhafter Leichtigkeit von Franz Lehár oder Kurt Weill.
Konzertdramaturgin Lorina Mattern führt als Moderatorin durch den Abend.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de