In der Reihe Opernwiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts bringt Theater&Philharmonie Thüringen Hans Sommers phantastisch-romantische Oper „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ heraus. Die Oper handelt von der Kraft der Liebe, der Macht der Musik und der zivilisatorischen Bedeutung von Kunst, insbesondere der Malerei und der Musik. Regie führt Generalintendant Kay Kuntze, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor, die Ausstattung entwirft Duncan Hayler. Die Premiere ist am Freitag, 18. März, um 19.30 Uhr im Großen Haus. Die nächste Vorstellung ist gleich am Sonntag 14.30 Uhr. Jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn erwartet Chefdramaturg Felix Eckerle Interessierte zur Einführung im Konzertsaal.
Hans Sommer (1837-1922) war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten und Musikfunktionäre des Fin de Siècle. „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ wurde 1904 in Braunschweig mit großem Erfolg uraufgeführt und kam ein Jahr später – unter dem Dirigat von Richard Strauss, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband – in Berlin zur Aufführung.
Liebe zu einer Frau oder Loyalität gegenüber den Menschen, die ihn zu ihrem Anführer im Freiheitskampf gegen den Tyrannen erkoren haben – das ist das Dilemma, in welchem sich der junge Maler Wido befindet. Denn Widos Geliebte Gertrud ist ausgerechnet die Ziehtochter des Vogtes Buko, der die Bevölkerung der Stadt Neiße am Fuße des Riesengebirges grausam unterdrückt, ausbeutet und dabei auch noch verspottet. In seiner Verzweiflung ruft Wido den sagenumwobenen Berggeist Rübezahl herbei, der auch prompt erscheint. Bald nimmt Rübezahl die Gestalt eines Dudelsackpfeifers an, der als einfacher Musikant daher kommt und doch manches durcheinander bringt. Rübezahl, eine Sagengestalt aus dem Riesengebirge, fasziniert seit der Renaissance. Mal bringt er Menschen vom rechten Weg ab, mal tritt er als ihr Beschützer auf. Oft nimmt er die Gestalt anderer an, treibt seinen Schabernack und greift in die Geschicke ein.
In den Partien: Magnus Piontek (Rübezahl), Johannes Beck (Buko), Anne Preuß (Gertrud), Hans-Georg Priese (Wido), Merja Mäkelä (Brigitte), Jueun Jeon (Bernhard Kraft) u.a.
Der Opernchor singt in der Einstudierung von Holger Krause.
Die Produktion kommt in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur und MDR FIGARO heraus.

Am 18. März bringt die TheaterFABRIK in der Tonhalle die VI. Soap-Folge „Das Gerücht“ heraus. Wie der Titel schon sagt, geht es um üble Nachrede und Unterstellung. Diesmal ist ein Bahnhof Ort der Handlung, genauer, ein Wartesaal in den 1930er Jahren oder in den 60ern oder in ferner Zukunft oder heute? Die Zuschauer erleben ein Format, das sich immer wieder mit aktuellen gesellschaftlichen Strömungen auf eigene, ganz obskure Weise auseinandersetzt.
Denn: kann es sein, dass der Psychiater Dr. Frank eine heimliche Abtreibung initiiert hat? Hütet der Hypnotiseur Taras Bulba ein dunkles Geheimnis in seinem Keller? Ist Archibald, der Toilettenbürstenvertreter, obschon mit einer Frau verlobt, eigentlich schwul und was hat Willibald Loch, der Bestatter, mit der verstorbenen Tante zu tun? Oder ist das alles nur Gerücht? Die Auflösung können Sie zur Premiere am Freitag, den 18. März, um 20:00 Uhr in der Tonhalle Gera verfolgen. Weitere Vorstellungen gleich am 19. und 20. März, jeweils 20:00 Uhr.

Im Puppentheater kann man am Freitag 21 Uhr im Rahmen der Geraer Songtage tiefgründigen Folk-Pop erleben. Das Gastspiel von Berge – das sind Marianne Neumann und Rocco Horn – ist allerdings bereits ausverkauft.

Der „Kuh Rosmarie“ gehört die Bühne im Haus am Gustav-Henning-Platz am Samstag um 16 Uhr. Lys Schubert spielt die herrliche Geschichte für Kinder ab 4 Jahre, die auf einen Bauernhof führt, im Foyer. Eigentlich könnten alle Bauernhoftiere glücklich sein. Aber die Kuh Rosmarie hat an allen etwas auszusetzen. Das Schwein soll sich nicht schmutzig machen, der Hund länger kauen und der Goldfisch sich endlich eine Badehose anziehen. Lange Zeit beobachtet der Bauer, wie Rosmarie mit den anderen umspringt. Dann jedoch hat er die Nase voll. Er kauft ihr ein Flugticket, das sie möglichst weit weg bringt – nach Afrika. Endlich können alle wieder tun, wozu sie Lust haben. Eines Nachts jedoch kommt ein Löwe auf den Hof, da er es zuhause nicht mehr aushält: Er sollte seine Mähne kämmen und eine Schleife hinein binden. Und er bleibt nicht der einzige, der vor der Kuh aus Afrika flieht …

Gera und Altenburg
Zur nächsten Ballettküche lädt das Thüringer Staatsballett am 19. März 19.30 Uhr in die Bühne am Park Gera und am 20. März 18.00 Uhr ins Heizhaus Altenburg ein. Dieses Mal entführen die Tänzerinnen Sayo Yoshida und Maiko Tsutsui in die exotische Welt der japanischen Küche. Wie immer entscheidet das Los, welche Zuschauer am Ende der Ballettküche zur Kostprobe geladen werden.
An der Seite von Ballettdirektorin Silvana Schröder moderiert der neue Manager und Dramaturg des Thüringer Staatsballetts Dr. Daniel Siekhaus den Abend. Neben kulinarischen Leckerbissen wird natürlich ein reichhaltiges tänzerisches Programm geboten: Mit Yuri Hamano, Yi Han und Hudson Oliveira präsentieren gleich drei Ensemblemitglieder neue Choreografien, die sie in den vergangenen Wochen in Eigenregie mit ihren Kollegen erarbeitet haben. Darüber hinaus zeigt die Compagnie Ausschnitte aus Piaf – La vie en rose und dem Ballett Mercutios Geheimnis (Romeo und Julia), dessen zunächst letzte Vorstellungen in Gera am 1. und 3. April sowie Premiere in Altenburg am 10. April kurz bevorstehen.
Das Thüringer Staatsballett lädt herzlich ein zu einem vielseitigen, informellen Tanzabend, an dem Sie mehr über die aktuelle Arbeit des Ensembles, dessen Tänzer und Tänzerinnen und nicht zuletzt über die faszinierende Kultur Japans erfahren können. Ganz gleich wie das Los entscheidet, alle Zuschauer sind zum Abschluss zum Gespräch, Tanz und Verweilen eingeladen.