Auf die Spuren der Reformation können sich die Geraer und ihre Gäste erstmalig am Ostersonntag begeben. Die Tour mit einem zertifizierten Gästeführer beginnt am Ostersonntag 14 Uhr an der Trinitatiskirche.
Nach einer kurzen „Schnuppertour“ zum Welttag der Gästeführer ist dies die erste Führung ihrer Art in Vorbereitung auf das Lutherjahr 2017 und sie zeigt, dass die Reformation auch in Gera ein spannendes Thema war. Die Gäste können den Spuren der dramatischen Reformationsgeschichte quer durch die Stadt Gera folgen. Der etwa anderthalbstündige Rundgang führt durch das Stadtgebiet, entlang des Lutherweges und startet jeweils an unterschiedlichen Kirchen. Besonderes Kleinod ist die im Innenraum prächtig im Jugendstil ausgestattete Kirche St. Salvator, die über einen lutherischen Kanzelaltar verfügt. Auch der geschichtsträchtige Johannisplatz wird besucht, auf dem bis Ende der 1950er Jahre das Denkmal von Heinrich Posthumus Reuß j. L. stand. Unter der Herrschaft des Landesherren Heinrich Posthumus Reuß wurden in Gera umfassende und richtungsweisende Reformen auf den Weg gebracht, die der Stadt in den nächsten zwei Jahrhunderten Prosperität und Wachstum sicherten. Doch Geras Fürstenhäuser waren nicht immer so fortschrittlich. Der katholische Landesherr „Heinrich der Ältere“ widerstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts beharrlich den Reformationsversuchen des Kurfürsten von Sachsen. 1533 musste er schließlich nach spannenden Auseinandersetzungen erstmals Kirchenvisitationen zulassen. Es war kein Geringerer als der kurfürstliche Berater Georg Spalatin – zudem ein enger Freund Luthers – der damals die Pfarrer überprüfte und über deren Schicksal entschied.
Interessenten werden gebeten, sich in der Gera-Information unter der Rufnummer (03 65)8 38-11 11 rechtzeitig für diese Tour anzumelden bzw. die Tickets bereits im Vorfeld zu lösen. Geöffnet ist das Tourist Büro am Markt 1A wochentags von neun bis 18 Uhr sowie sonnabends von neun bis 15 Uhr