Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn unterzeichnet gemeinsam mit Rainer Frank (l.), Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Freistaat Thüringen, die Vereinbarung, die für 44.000 Haushalte und Betriebe schnelles Internet bringt. Die Telekom finanziert die Großinvestition, für die die Stadt Gera keine Kosten aufzubringen hat. Mit dabei bei der Unterzeichnung: Bernd U. Beyer, Stellvertreter des Kreishandwerksmeisters.(Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller)


 

Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde durch Vectoring bald möglich – Notwendige Bauarbeiten und Maßnahmen starten noch in diesem Jahr.

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom hat die Haushalte in Gera mit den Ortsteilen Langenberg, Lietzsch, Poris-Lengefeld, Taubenpreskeln, Milbitz, Thieschitz, Laasen, Trebnitz, Ernsee, Frankenthal, Scheubengrobsdorf, Windischenbernsdorf, die Gemeinde Schwaara und die Ortsteile Mühlsdorf, Pörsdorf und Töppeln der Gemeinde Kraftsdorf, die über die Vorwahl 0365 erreichbar sind, in ihr Ausbauprogramm 2016 aufgenommen. Dort werden rund 44000 Haushalte und Betriebe mit VDSL-Anschlüssen ausgestattet. Die Anschlüsse werden beim Herunterladen eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erzielen und beim Heraufladen bis zu 40 MBit/s. Eine entsprechende Vereinbarung dazu wurde heute zwischen Oberbürgermeisterin der Stadt, Dr. Viola Hahn, und Vertretern der Telekom unterzeichnet. Um die Bürgerinnen und Bürger besser versorgen zu können, plant die Telekom, fast 60 Kilometer Glasfaserleitungen neu zu verlegen und rund 240 Schaltverteiler aufzubauen oder vorhandene Schaltverteiler zu erweitern. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Die Bauarbeiten starten voraussichtlich in der 1. Jahreshälfte und werden drei bis vier Monate dauern. Anschließend erfolgt die Einmessung und die technische Dokumentation in den Systemen. Die Anschlüsse mit den neuen Geschwindigkeiten werden voraussichtlich noch zum Jahresende 2016 für die Kunden bereitstehen.

„Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute unverzichtbar“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen. Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf. So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“

Wie der Ausbau weitergeht
Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. „Unser Ziel ist es, mindestens 80 Prozent der Anschlüsse im Vorwahlbereich mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen“, sagt Rainer Frank, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Freistaat Thüringen. „Wie das Ausbaugebiet endgültig aussieht, entscheidet sich aber erst während der Feinplanungen.“ Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle, etwa die vorhandenen Leerrohr-Kapazitäten oder das erreichbare Kundenpotenzial. Um VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s anbieten zu können, muss in den Verteilerkästen am Straßenrand die neue Vectoring-Technik eingesetzt werden. Deshalb steht die Größe des Ausbaugebiet auch immer unter der vorbehaltlichen Zustimmung der Bundesnetzagentur, die jeden einzelnen Verteilerkasten freigeben muss.

Wie die Kunden an die neuen Geschwindigkeiten kommen
Die Kunden in Gera, die von den neuen Geschwindigkeiten profitieren wollen, müssen selber aktiv werden und ihren Vertrag erweitern oder einen Neuvertrag mit der Telekom schließen: Dafür stehen die Mitarbeiter der folgenden Shops gern zur Verfügung:

Telekom Shop Gera, Heinrichstraße 30, 07545 Gera, Tel. 0365-5520800
Fexcom, Sorge 22, 07545 Gera, Tel. 0365-20211132

Darüber hinaus können sich interessierte Kunden auch über die Internetseite www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland und die Hotline 0800 330 3000 über Angebote und Ansprechpartner informieren. Auf der Internetseite ist es außerdem möglich, sich zu registrieren: Kunden, die so verfahren, werden von uns kontaktiert und können dann zur Inbetriebnahme unmittelbar in die höheren Geschwindigkeiten und die neuen Produkte wechseln.

Drei Schritte zum schnellen Internet
Die Telekom wird bis Ende 2016 die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf 24 Millionen erhöhen und außerdem das Tempo im VDSL-Netz beim Herunterladen auf maximal 100 MBit/s verdoppeln und beim Heraufladen von 10 auf 40 MBit/s sogar vervierfachen. Gerade das Heraufladen wird immer wichtiger. Die Menschen nutzen das Internet heute aktiv. Sie teilen ihre Texte, Fotos und Videos übers Netz.

Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig: Erstens, auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium der Welt. In Glasfaser können Daten in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden.

Zweitens, die Verteilerkästen werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und Verteilerkasten möglichst gering ist. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit seines Anschlusses. Er ist prall gefüllt mit hochmoderner Technik. In ihm wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung übergeben.

Drittens, auf der Kupferleitung, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt, kommt Vectoring-Technik zum Einsatz: Sie macht den Daten auf dem Kupferkabel Beine, denn sie beseitigt die elektromagnetischen Störsignale, die es zwischen Kupferleitungen gibt. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.