OB Dr. Viola Hahn machte sich in Untermhaus, Zwötzen und Liebschwitz ein Bild von den Hochwasserbaumaßnahmen

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OB Dr. Viola Hahn machte sich in Untermhaus, Zwötzen und Liebschwitz ein Bild von den Hochwasserbaumaßnahmen

Von | 2016-06-01T21:19:30+00:00 1 Juni 2016|Kategorien: Allgemein|Tags: , , , |

Thomas Kleinert (3.v.l.) von der TLUG erklärt OB Dr. Viola Hahn im Beisein einiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung, welche Hochwassermaßnahmen in Gera-Untermhaus noch geplant sind. (Foto: Stadtverwaltung/Monique Pucher)


Das Juni-Hochwasser jährt sich in einigen Tagen zum dritten Mal. Aus diesem Anlass besuchte OB Dr. Viola Hahn kürzlich mit einigen Mitarbeitern der Verwaltung sowie Thomas Kleinert von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) mehrere Ortsteile, um sich über den aktuellen Stand der Hochwasserbaumaßnahmen zu informieren.

Start der knapp fünfstündigen Tour war in Gera-Untermhaus. Dabei standen vor allem die Bauarbeiten am Otto-Dix-Haus sowie die bereits fertig gestellte Hochwasserschutzmauer am Faulenzerweg im Fokus. Die Arbeiten im Dix-Haus liefen planmäßig, informierte Anja Bräuninger, Fachdienstleiterin Hochbau. Zudem stellte Thomas Kleinert, der bei der TLUG die Prüfgruppe Hochwasserschutz leitet, die Planungen für die Baumaßnahme am Gries vor. Dort soll die vorhandene Mauer um 30 Zentimeter erhöht und mit Blendsteinen versehen werden. Außerdem informiert er über die Vorprüfung zur Hochwasserschutzmaßnahme rechtsseitig der Weißen Elster.

Reinhard Schmalwasser, Ortsteilbürgermeister von Untermhaus, stellt sich vor, dass die Mauer mehr als nur zum Schutz vor Hochwasser dienen könnte. „Wenn die Mauer beispielsweise mit Lichtelementen versehen werden könnte, wenn es Möglichkeiten gebe, dort eine Art Flaniermeile zu errichten mit Ausstellungsflächen und Sitzmöglichkeiten, das würden wir als Ortsteilrat sehr begrüßen“, erläuterte Schmalwasser seine Wünsche.
Anschließend wurde im Büro des Ortsteilbürgermeisters über das Thema Wasserwehren diskutiert. Der amtierende Fachdienstleiter Umwelt, Holger Steinbach, informierte darüber, dass der Freistaat Thüringen derzeit an einer Mustersatzung arbeite. Anschließend möchte auch die Stadt Gera eine Satzung erlassen – als Grundlage für die Bildung von Wasserwehren. Ein entsprechendes Schulungsangebot, bei dem jeweils ein Vertreter aus den betroffenen Ortsteilen teilnehmen kann, findet im September an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz statt.
In Zwötzen sprachen OB Dr. Viola Hahn und die Stadtverwaltungsmitarbeiter gemeinsam mit Vertretern des Ortsteilrates über die geplanten Hochwasserschutzmaßnahen sowie die aktuellen Baumaßnahmen. Die Arbeiten am Stadion am Steg und am Karl-Harnisch-Stadion sollen nach derzeitigem Stand bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Im Ortsteil Liebschwitz wurde zunächst die Baustelle an der Wipsebrücke in Augenschein genommen. Frank Meißner vom Fachdienst Tiefbau und Verkehr erläuterte den aktuellen Stand und erklärte, dass voraussichtlich ab August der Verkehr wieder über die Brücke rollen könne. Zuvor war die Brücke auf eine Last von 3,5 Tonnen begrenzt gewesen. Weder der Linienbus noch Lkw, die die nahe gelegene Mühle beliefern wollten, konnten sie passieren. Dieses Problem wird jedoch in wenigen Wochen Geschichte sein.

Der letzte Teil der Tour führte zur Stützmauer der Weißen Elster an der Friedensbrücke in der Salzstraße. Hier beginnen die Baumaßnahmen im Oktober 2016 und dauern voraussichtlich ein Jahr an. „Allerdings müssen wir einen Teil der Salzstraße für diesen Zeitraum voll sperren“, betonte Frank Meißner. An den Ersatzfahrplänen einschließlich Schülerbeförderung wird derzeit gearbeitet.

OB Dr. Viola Hahn zog ein positives Fazit der Ortsteilbereisung. „Es ist gut zu sehen, was in den Ortsteilen passiert. Wir haben von vielen Problemen gehört, aber auch von zahlreichen Erfolgen. Der direkte Kontakt zu den Menschen, die Gespräche vor Ort sind sehr wichtig für mich – denn Kommunalpolitik ist nach meinem Verständnis für die Einwohner da und sollte nicht am ‚grünen Tisch‘ entschieden werden“, resümiert die Oberbürgermeisterin.

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