Sylvia Bohlen „Kind“, 2014 (Salzglasiertes Steinzeug) (die Zustimmung der Künstlerin zur Veröffentlichung des Fotos liegt vor).


 

Die 23. Ausstellung im Kunstpavillon des Geraer Hofwiesenparks mit Werken der Bildhauerin Sylvia Bohlen eröffnet am Donnerstag, 23. Juni, 17 Uhr. Die Bildhauerin selbst ist mit dabei. Auf Einladung der Stadt Gera präsentiert die Thüringer Bildhauerin Sylvia Bohlen einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Die Künstlerin konzentriert sich auf dem engen Ausstellungsraum des Pavillons ausschließlich auf „Kopf und Porträt“. Sie zeigt Arbeiten, die in Erinnerung an konkrete Personen entstanden sind. In diesem Kontext werden sie zu einer Gesellschaft und fordern, von außen betrachtet, eine Relation zueinander, zum Betrachter, zum Universum. Sie verlieh ihrer Ausstellung den Titel „Wir“. Die gezeigten keramischen Arbeiten aus salzglasiertem Steinzeug entstanden im Zeitraum von 2006 bis 2016. Die Ausstellung kann im Geraer Hofwiesenpark bis zum 9. Oktober besichtigt werden.

Sylvia Bohlen, 1965 in Saalfeld geboren, lebt und arbeitet im Thüringischen Weischwitz. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und schloss mit dem Diplom als Bildhauerin ab. Ende der 1990iger Jahre absolvierte sie an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein ein Aufbaustudium für Keramische Plastik bei Prof. Antje Scharfe. Die Künstlerin kann auf unzählige Einzel- und Gruppenausstellungen im gesamten Bundesgebiet sowie im Ausland, auf bedeutende Stipendien und internationale Symposien verweisen.

Der Kunstpavillon entstand im Vorfeld der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg im Rahmen des künstlerischen Wettbewerbs „Kunst und Licht im Hofwiesenpark“ und wurde mit dem ersten Preis gekürt. Der Thüringer Künstler Thomas Knoth und sein chinesischer Künstlerkollege Lap Yip vereinen in den drei übereinandergestellten Kuben die symbolische Elsternixe von Knoth im oberen, den auf dem Kopf stehenden Zen Garten Yips im mittleren und den vielseitig nutzbaren Ausstellungsraum im unteren Kubus. Die seit 2007 in der großen „Ausstellungsvitrine“ mit zahlreichen Künstlern und Kreativschaffenden durchgeführten Projekte reichen von Ausstellungen der Bildenden Kunst, Installationen, Klangprojekten und Performances bis zu künstlerischen Kursen. Nach dem Hochwasser im Juni 2013, das den Ausstellungsraum bedauerlicherweise zum Wasserbecken werden ließ, konnten die Ausstellungen bereits im September fortgesetzt werden. Im kommenden Jahr soll das 10-jährige Jubiläum des Kunstpavillons mit besonderen Höhepunkten gefeiert werden.