In der zweiten Woche der diesjährigen Sommerferien bietet das Museum für Naturkunde Gera drei Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Den Auftakt des Veranstaltungsmarathons bildet die Ferienveranstaltung „Glück Auf! – Wir fahr´n ins Bergwerk ein“ am Donnerstag, dem 7. Juli, um 14 Uhr. Bergwerke, Minen, Tagebaue und Gruben; Bergbau prägt mancherorts ganze Landschaften. Auch bei Gera gab und gibt es Bergbau. Im größten ehemaligen Bergbaugebiet der Region, dem Bergbaugebiet Ronneburg, wurde vor nur wenigen Jahrzehnten der tiefste Tagebau Europas geschaffen und untertage gelangte man sogar mehr als 900 Meter in die Tiefe. Der Museumspädagoge nimmt die Besucher mit Objekten, Fotos und geheimen Filmaufnahmen mit auf eine Reise in die Vergangenheit dieses Riesenbergwerks. Danach können die prächtigsten Kristallschätze Ronneburgs, die das Museum in einer aktuellen Sonderausstellung zeigt, besichtigt werden. Anschließend wird jeder Besucher selbst zum Bergmann, denn dann geht es in die museumseigene „Sandgrube“, wo Claims abgesteckt werden und die neuen Claim-Eigentümer eigene Schätze schürfen.

Bei „Nachts im Museum“ am Samstag, dem 9. Juli, um 22 Uhr knistert und knackt es nachts im ältesten Haus der Geraer Altstadt. Dieser Rundgang führt zu später Stunde in die geheimsten Winkel des Schreiberschen Hauses bis unter das Dach mit nächtlichem Blick auf Gera.

Abschließend findet am Sonntag, dem 10. Juli, um 14 Uhr die nächste Führung in der Sonderausstellung „Glück Auf! – Mineralogische Kostbarkeiten der Uranerzlagerstätte Ronneburg“ statt. Die Schau zeigt die spektakulären Mineralfunde der Uranerzlagerstätte Ronneburg im Osten Thüringens, die noch nie zuvor so umfassend gezeigt wurden. Die etwa 110 ausgestellten Mineralstufen wurden aus dem Besten von 14 Sammlungen ausgewählt. Als Höhepunkt werden Ausschnitte aus heimlich gedrehten Videoaufnahmen gezeigt, die ein Bergmann untertage mit einer kleinen Videokamera aufgenommen hat. Darüber hinaus können passend zum Thema die Erwachsenen zu Führungsbeginn mit einem Gläschen echten Trinkbranntwein anstoßen.