Die Geraer Kfz-Zulassungsstelle weist auf Grund von in jüngster Zeit verstärkt auftretenden Problemen bei Fahrzeugverkäufen darauf hin, dass Fahrzeuge nach Verkauf sehr häufig durch den Käufer weder abgemeldet noch umgeschrieben werden. Immer mehr unvollständige oder gar nicht vorgelegte Veräußerungsanzeigen führen dazu, dass man aus den Verpflichtungen als Kfz-Halter nicht entlassen ist!

Der Verkauf eines Kraftfahrzeugs muss bei der örtlich zuständigen Kfz-Zulassungsstelle mittels Veräußerungsanzeige (ggf. Kaufvertrag) angezeigt werden. Zwingend gesetzlich vorgeschriebener Inhalt sind Kennzeichen des Fahrzeugs, Name, Vorname und vollständige Anschrift des Erwerbers sowie dessen Bestätigung mittels Datum und Unterschrift, dass die Zulassungsbescheinigung (bestehend aus Fahrzeugschein-ZB I und Fahrzeugbrief-ZB II) übernommen wurde. Es empfiehlt sich unbedingt die Sichtung des Personaldokumentes! Tipp: Veräußerungsanzeige unter: www.gera.de , kfz-zulassung, Formularangebote

Durch unvollständig hereingereichte Veräußerungsanzeigen (z. B. unvollständige/ unleserliche Erwerberanschrift oder fehlende unterschriftliche Bestätigung des Erhalts der Fahrzeugpapiere durch den Erwerber) kann die Kfz-Zulassung keine Maßnahmen ergreifen. So kann sie z. B. den Erwerber nicht auffordern das Fahrzeug abzumelden oder umzuschreiben. In der Folge muss der Verkäufer weiterhin Versicherung und Kfz-Steuer zahlen, so lange, bis er den Sachverhalt klären konnte. Etwaige Anzeigen wegen des Ablaufs der Kfz-Versicherung oder im ruhenden Verkehr festgestellter Fahrzeugmängel, gehen zu seinen Lasten. Außerdem richten sich anfallende Verwarn- und Bußgeldanzeigen weiter gegen den Verkäufer!

Die sichere Alternative, an Stelle des Verkaufs des zugelassenen Fahrzeugs, ist dessen Abmeldung vor der Fahrzeugübergabe. Hierfür werden die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), die Kennzeichentafeln und das Personaldokument des Abmeldenden benötigt. Die Abgabe der Veräußerungsanzeige ist dann entbehrlich. Abmeldungen können deutschlandweit in den Kfz-Zulassungsstellen von jedermann (auch ohne Vollmacht) vorgenommen werden. Zur anschließenden etwaigen Überführung des Fahrzeuges kann der Käufer Kurzzeitkennzeichen (5-Tages-Kennzeichen) in der Kfz-Zulassungsstelle seines Wohn- bzw. Firmensitzes oder am Standort des Fahrzeuges (bei Vorlage des Kaufvertrages und Angabe der wichtigsten Fahrzeugdaten bzw. der gültigen HU, z. B. mit ZB I-Kopie) erhalten.

Gehen sie also auf „Nummer-Sicher“ und melden Sie Ihr Fahrzeug vor dem Verkauf ab. Auch eine zusätzliche Vereinbarung auf der Veräußerungsanzeige/ dem Kaufvertrag, dass der Erwerber sich verpflichtet innerhalb einer bestimmten Frist das Fahrzeug abzumelden oder auf sich umzuschreiben, ist keine Garantie für den Verkäufer und schützt nicht vor Missbrauch!