An Stelle einer kleinen Hütte von etwa sechs Quadratmetern entstand ein Haus für die Luchse in einer Größe von 20 Quadratmeter Gehegefläche, unterteilt in drei Tierbereiche und eine Sicherheitsschleuse sowie Strom- und Wasseranschluss. Die mit ehemals 380 Quadratmetern große Außenanlage kann nun nach dem Neubau des Außenzaunes eine Fläche von über 700 Quadratmetern aufweisen. Der geforderte Wert nach der EU-Zoorichtlinie beträgt 625 Quadratmeter. Doch nicht nur die reinen Gehegeflächen wurden vergrößert. Insbesondere der Außenbereich wurde so gestaltet, dass die Tiere ihrem natürlichen Lebensraum angepasste Bedingungen vorfinden. Das sind Wiesen- und Sträucherflächen, Kletterbäume, Steinwälle, Wurzeln, umgefallene Bäume, eine Höhle und überhaupt einige Versteckmöglichkeiten.


In Initiative der Freunde und Förderer des Tierparks Gera e.V. und vieler fleißiger Helfer und Unterstützer entstand gemeinsam mit der Stadt eine 700 Quadratmeter große Außenanlage mit einem neuen Tierhaus in einem Gesamtwert von circa 80.000 Euro – 77.000 Euro sammelte allein der Förderverein

Eine neue Luchsanlage wurde am 18. August im Geraer Tierpark in einem Gesamtwertumfang von über 80.000 übergeben. Die Anlage entstand maßgeblich seit dem Jahr 2015 durch die große Initiative und das Engagement der Freunde und Förderer des Tierparks Gera e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt. „Ich freue mich sehr, dass wir heute für unsere Geraer Bürgerinnen und Bürger sowie für die Gäste der Stadt eine weitere Attraktion im Tierpark offiziell übergeben können. Ich wünsche den Besuchern viel Freude beim Besuch der Anlage und unseres Tierparkes. Ein großes Dankeschön geht an die Mitglieder des Tierparkfördervereins, allen voran Armin Allgäuer, die beteiligten Firmen, an Geschäftsbereichsleiter Sven-Gunnar Diener von der „Elstertal“ Infra-Projekt Gera, an die Mitarbeiter des Tierparks sowie an die vielen anderen Helfer und Unterstützer.“ Dazu gehören u.a. die Glaserei Bautischlerei Wohlfahrt Gera, Hoch- und Tiefbau Uwe Theophil Großenstein und HMC GmbH Kretzschmar Crimmitschau.

Bereits im Jahr 2012 dachten die 43 Mitglieder des Tierparkfördervereins intensiv darüber nach, wie die Anlage für die Luchse künftig zeitgemäß gestaltet werden kann. Im Vorfeld hatte der Verein in den 25 Jahren seines Bestehens bereits den Bau der neuen Objekte für die Löwen, die Füchse, die Wisente, die Affen, die Frettchen und einen großen Teil des Bauernhofes unter seine Fittiche genommen. Die Luchsanlage entsprach nicht mehr den Richtlinien für die Haltung dieser Tiere laut Naturschutzgesetz. Sie war vor über 30 Jahren errichtet worden. Ziel war es nun, ein neues Tierhaus und eine neue tierartgerecht strukturierte Außenanlage zu schaffen. Durch die Initiative des Tierparkfördervereins wurde der Bauantrag gestellt. Im August 2015 erfolgte die Genehmigung für den Bau. 77.000 Euro hatte der Förderverein über viele Jahre gesammelt, davon spendete allein der Bürger Klaus Sindermann mehr als 1.000 Euro. 3.471 Euro kamen aus dem städtischen Haushalt dazu. Der Verein vergab die Aufträge, koordinierte die Arbeiten und kümmerte sich um die Baudurchführung. Fachfirmen mit vorbereitenden Arbeiten im Außengehege, der Bau des Luchshauses einschließlich der Innenausstattung und des Außenzaunes mit einer Weidezaunanlage wurden beauftragt „Manchmal war ich zwei- bis dreimal in der Woche draußen. Ein großes Lob an Herrn Diener von der städtischen „Elstertal“ Infraprojekt GmbH für seine gute Arbeit“, so Armin Allgäuer. Seit dem Jahr 2013 wurden auch viele Stunden von den Tierparkmitarbeitern in den Bau der Anlage investiert. Diese entstand am alten Standort neben der Anlage der Poitouesel in der Zeit von Dezember 2015 bis Mai 2016 und wurde zur Tierparksafari am Pfingstsonntag von ihren Bewohnern das erste Mal in Beschlag genommen. Es sind Luchs Finn, geboren am 4. Mai 2009, aus der Zoo Erlebniswelt Gelsenkirchen und ein noch namenloses Tier, das am 12.05.15 geboren ist, und aus dem Tiergarten Wismar stammt.

An Stelle einer kleinen Hütte von etwa sechs Quadratmetern entstand ein Haus für die Luchse in einer Größe von 20 Quadratmeter Gehegefläche, unterteilt in drei Tierbereiche und eine Sicherheitsschleuse sowie Strom- und Wasseranschluss. Die mit ehemals 380 Quadratmetern große Außenanlage kann nun nach dem Neubau des Außenzaunes eine Fläche von über 700 Quadratmetern aufweisen. Der geforderte Wert nach der EU-Zoorichtlinie beträgt 625 Quadratmeter. Doch nicht nur die reinen Gehegeflächen wurden vergrößert. Insbesondere der Außenbereich wurde so gestaltet, dass die Tiere ihrem natürlichen Lebensraum angepasste Bedingungen vorfinden. Das sind Wiesen- und Sträucherflächen, Kletterbäume, Steinwälle, Wurzeln, umgefallene Bäume, eine Höhle und überhaupt einige Versteckmöglichkeiten.

„Die Arbeiten haben sich gelohnt. Meine Mitglieder und ich freuen uns, dass wir trotz vieler Schwierigkeiten nun die Anlage übergeben konnten und wir unser Versprechen gegenüber den Bürgern und Gästen erfüllt haben. Mit der Luchsanlage übergeben wir eine für den Tierpark bleibende Anlage. Gleichzeitig setzen wir den Grundstein für künftige Projekte. Das ist für uns ein würdevoller Abschluss im 25. Jahr unseres Bestehens, in dem sich der Verein auflösen wird“, resümiert Armin Allgäuer.