2. Auflage der PROtect GERA thematisiert am 17. September im KuK einen flächendeckenden, länger anhaltenden Stromausfall

Auf Knopfdruck gehen die Lichter an, läuft der Fernsehapparat und erreichen wir über das Internet die große weite Welt. Es ist eine Selbstverständlichkeit: Elektroenergie ist immer da. Doch was passiert, wenn der Strom plötzlich weg sein sollte – und das vielleicht noch für längere Zeit? Mit diesen und ähnlichen Szenarien beschäftigt sich die 2. PROtect GERA am 17. September im Kultur- und Kongresszentrum.

Nach dem erfolgreichen Start der Fachkonferenz zum Thema Hochwasser im Jahr 2014 widmet sich die PROtect in diesem Jahr einem möglichen Blackout, einem flächendeckenden, länger anhaltenden Stromausfall, der nicht nur für die Bevölkerung sondern auch für Unternehmen sowie die öffentliche Daseinsfürsorge eine extreme Herausforderung darstellen würde.

„Wir wünschen uns zum einen, dass die Referenten ihr Wissen an unsere Fachleute hier in Gera weitergeben, möchten aber auf der anderen Seite auch die Bevölkerung erreichen, die sich informieren kann, wie man sich vorbereitet und was im Fall der Fälle zu tun wäre“, betont Geras Bürgermeister Kurt Dannenberg.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat in diesem Jahr Thüringens Innenminister Dr. Holger Poppenhäger übernommen. OB Dr. Viola Hahn wird die Besucher der PROtect am 17. September um 9.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum begrüßen. „Ich hoffe, dass unsere Gäste von diesem Tag viele Informationen und Anregungen mitnehmen werden, sich untereinander austauschen und dass rege diskutiert wird, damit im Ernstfall ein Blackout bestmöglich bewältigt werden kann“, betont die Oberbürgermeisterin.

Nach der Begrüßung werden Polizeidirektor Wolfgang Schneider, Reiner Oelze von der Thüringer Energienetze GmbH sowie Branddirektor Jürgen Link, Referent für Feuerwehr aus Karlsruhe zunächst Vorträge zum Thema Stromausfall halten. Unter anderem präsentiert Jürgen Link einen Musternotfallplan. Nach der Mittagspause haben die Besucher die Wahl zwischen verschiedenen Workshops. Im Konferenzraum zwei wenden sich Jens Krüger von der EGG, stellv. Kreisbrandmeister Werner Rüssel aus Karlsruhe sowie Ronny Thieme vom Landratsamt Altenburger Land an das Fachpublikum. Zeitgleich werden Polizeidirektor Wolfgang Schneider und der Geschäftsführer der EGG, André Grieser, Workshops im Konferenzraum 1 zu den Themen Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung bzw. Möglichkeiten der Eigenvorsorge im privaten Bereich abhalten. Dazu sind vor allem die Geraer Bürger herzlich eingeladen. Im Foyer 2 trifft sich unterdessen die Anliegergemeinschaft Weiße Elster, um Erfahrungen aus dem Hochwasser 2013 auszuwerten und eine bessere, gebietsübergreifende Zusammenarbeit in der Zukunft zu planen.

Um 16 Uhr wird es abschließend eine Podiumsdiskussion geben, bei der sich die Experten zum Thema Stromausfall austauschen werden.

„Ich hoffe, dass nicht nur die hiesigen Rettungs- und Schutzkräfte unsere Einladung annehmen und sich informieren, sondern, dass auch viele Menschen aus der Bevölkerung den ein oder anderen Vortrag bzw. Workshop verfolgen werden“, resümiert Dannenberg.

Alle Informationen sowie den Flyer zur Veranstaltung gibt es unter http://www.gera.de/protect. Auch auf der Facebook-Seitehttp://www.facebook.com/protectgera sind alle wichtigen Informationen zu finden.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Konferenzplan PROtect am 17.9. im Kultur- und Kongresszentrum Gera

09.30 Eröffnung der Fachkonferenz durch Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn

Vorträge:
10.00 Die neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung „Konzeption Zivile Verteidigung“ (Wolfgang Schneider) I Raum 2
10.45 „Sichere Stromversorgung vom europäischen Verbundnetz bis zum Hausanschluss “ (Reiner Oelze) I Raum 2
11.30 „Vorstellung des „Musternotfallplanes Stromausfall“ als Leitfaden zur Erstellung einer eigenen Planung.“ (Jürgen Link) I Raum 2
Mittagspause

Workshops:
13.15 (1) „Blackout aus Sicht eines Netzbetreibers“ (Jens Krüger) I Raum 2
(2) Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung in Krisenlagen (Wolfgang Schneider) I Raum 1
(3) Erfahrungsaustausch aus dem Hochwasser 2013 und Überlegung für eine bessere gebietsübergreifende Zusammenarbeit in der Zukunft (Anliegergemeinschaft Weiße Elster) I Bühne/Foyer 2
14.00 (1) „Erfahrungen aus der Notfallplanung Blackout“ (Werner Rüssel) I Raum 2
(2) „Möglichkeiten der Eigenvorsorge im privaten Bereich“ (André Grieser) I Raum 1
14.45 Erfahrungen aus der Notfallplanung „Blackout“ aus Sicht des Landkreises Altenburger Land (Ronny Thieme) I Raum 1
Kaffeepause

16:00 Podiumsdiskussion I Bühne/Foyer 2 (Achtung im Flyer steht versehentlich noch eine andere Zeit)
Notversorgung, Herausforderungen, Vorbereitende Maßnahmen, Eigenverant-wortung, (kommunale) Ressourcen, Möglichkeiten des Handelns
Moderation: Kathleen Bernhardt