(Stadtarchiv Gera)


Ostthüringens größtes Veranstaltungshaus erwartet in diesem Jahr 120.000 Besucher bei über 200 Veranstaltungen – Treffen ehemaliger Mitarbeiter an diesem Wochenende

Am Sonntag, 2. Oktober, jährt sich zum 35. Mal die Eröffnung des Kultur- und Kongresszentrums Gera. Für zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses der Kultur ist das Anlass, am Sonnabend ihre ehemalige Wirkungsstätte zu besuchen und eine Führung durch das Haus zu unternehmen. Investiert wurde in diesem Jahr mit der Brandmeldeanlage und der Klimaanlage in die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste. Ganz im Zeichen des KuK-Jubiläums steht der legendäre Silvesterball 2016/17, der bereits jetzt zu mehr als drei Viertel ausverkauft ist. Viele Mitwirkende im Programm sind bereits von Anfang an mit Ostthüringens größtem Veranstaltungshaus verbunden. Auf der Bühne stehen u.a. die Andreas-Lorenz-Band sowie der Tanzkreis „Brillant“ und im Foyer sorgt die Diskothek Collage für Stimmung.

In diesem Jahr wird das Kultur- und Kongresszentrum Gera 120.000 Besucher bei über 200 Veranstaltungen begrüßen mit Angeboten, die die unterschiedlichsten Altersgruppen und Interessen ansprechen. Zu den Höhepunkten gehörten bereits die Konzerte mit Howard Carpendale und dem Youtube-Star Luke Mockridge. Publikumsmagnete waren der Autofrühling, der Kunsthandwerker- und Kreativmarkt, die Ausbildungsbörse und die Herztage. Am 2. November geht die Comedy-Show „Eure Mütter“ über die Bühne. Am 5. und 6. November erlebt die Messe „Gera Wohnen“ ihre dritte Auflage. In den nächsten Monaten können sich die Besucher auf Veranstaltungen wie die Akustik-Tour von ALLIGATOAH, „Winterträume“ mit Anna-Maria Kaufmann und Paul Potts, die AMIGOS, Weihnachten in Familie mit Frank Schöbel, ELSTERGLANZ, Dieter Nuhr und vieles mehr freuen. Mehr Informationen über die Veranstaltungen im KuK, dem Clubzentrum COMMA sowie Stadtfesten und den Markt-Kalender finden alle Interessierten im aktuellen Flyer, der u. a. in der Gera-Information im Burgkeller erhältlich ist und unter http://www.gera.de/veranstaltungen.

1973 hatten die Architekten Manfred Metzner und Günther Ignaczak den Auftrag erhalten, ein Haus der Kultur in Geras Innenstadt zu planen. 16 Entwürfe reichten sie ein. Schließlich entstand zwischen 1978 und 1981 jener Bau, der heute noch das Stadtbild prägt. Damals 180 Beschäftige im Kulturbereich sorgten von Anfang an für ausverkaufte Vorstellungen. Das Angebot bestand zunächst vorrangig aus Eigenproduktionen. Zu den beliebtesten Veranstaltungen zählten die Frauentagsproduktion „Kompliment für Sie“, die Weihnachtsrevue „Im Glanze der Lichter“ oder Fernsehaufzeichnungen, wie „Ein Kessel Buntes“, „Bauernmarkt“ und „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“.

Nach der politischen Wende brachen durch die neu erworbene Reisefreiheit und die gestiegene Zahl an Freizeitmöglichkeiten die Besucherzahlen ein. Als Konsequenz wurden die Eigenproduktionen eingestellt und Kontakte zu Veranstaltungsagenturen in den alten Bundesländern geknüpft. 1991 erfolgte schließlich auch der Namenswechsel vom Haus der Kultur zum Kultur- und Kongresszentrum. Es folgten Gastspiele namhafter Künstler, wie Roland Kaiser und André Rieu, die das Publikum anzogen und für unvergessliche Stunden sorgten. Zudem fanden regionale und nationale Tagungen und Kongresse im Haus statt, wurden Messen und Ausstellungen veranstaltet. Im September 1997 wurde der Eigenbetrieb Kultur- und Kongresszentrum gegründet, zu den bisherigen Geschäftsfeldern Gastspiele, Shows, Konzerte, Bälle sowie Kongresse, Tagungen, Seminare und Messen, Ausstellungen und gesellschaftliche Veranstaltungen gesellte sich das Marktwesen. Viermal wöchentlich bieten regionale Händler ihre Waren auf dem Wochenmarkt an, ein französischer, ein italienischer, der Bauern- und Töpfermarkt sowie die Gärtnermarkttage runden turnusmäßig das vielfältige Angebot ab. Besonders beliebt ist der Geraer Märchenmarkt, der in der Adventszeit Tausende Besucher in die Innenstadt lockt, nicht zuletzt wegen der lebensgroßen Märchenfiguren, die den Weihnachtsmarkt prägen wie kaum einen anderen.

In den Jahren 2005 bis 2007 erlangt das KuK, wie es im Volksmund genannt wird, eine neue Bestimmung als Ausweichspielstätte für das Theater. Dies und die Bundesgartenschau im Jahr 2007 verhelfen dem Haus zu hervorragenden Besucherzahlen und überregionaler Bekanntheit. In dieser Zeit wird der Eigenbetrieb zudem erweitert durch das Clubzentrum Comma und die Organisation städtischer Großveranstaltungen, wie das traditionelle Höhlerfest, die Volksfeste im Frühjahr und Herbst sowie das Tierpark- und Dahlienfest. Seit Jahresbeginn gehört der Bereich Veranstaltungen und Märkte zum Fachdienst Presse, Marketing, Kultur und Sport der Stadt Gera.