Claudia Mierzowski von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland sprach zum Thema „transitions – ein transnationales Projekt zu gelingenden Übergängen in Ausbildung“. (Stadtverwaltung/ Steffen Weiß)


Nachwuchssicherung für Unternehmen und neue Wege für Berufsschulen – Transnationale Erfahrungen als Chance!?

Unter diesem Titel fand am 2. November 2016 in der Aula der SBBs Technik Gera mit etwa 50 Teilnehmern der 1. Fachtag „Berufliche Bildung“‘ statt. Veranstaltet wurde der Fachtag durch das Europabüro Ostthüringen des Paritätischen Thüringen, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, der Stadt Gera und der Handwerkskammer Ostthüringen.

Unternehmen und Berufsschulen zeigten Möglichkeiten auf, wie sie zum Beispiel Potenziale aus dem europäischen Ausland für sich nutzen können. Es wurden gute Praxisbeispiele ausgetauscht, um sie in das eigene Unternehmen integrieren zu können. Dabei liegt das Augenmerk darauf, die Erfahrungen anderer Länder für die eigene Ausbildung und Arbeit zu nutzen.

Reiner Hädrich, Schulleiter der SBBS Technik, zeigte sich sichtlich erfreut, dass bei ihm – in den von der Europäischen Union neu sanierten Räumlichkeiten der SBBS Technik – der Fachtag stattfand. Sandra Schöneich, Sozialdezernentin der Stadt Gera, eröffnete die Veranstaltung und wies darauf hin, wie notwendig transnationale Projekte sind. Noch bis August 2017 koordiniert die Stadt Gera das Projekt CONSISTENT WAY – Europäische Wege für einen erfolgreichen Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf – Chancen und Möglichkeiten für die Befähigung junger Menschen mit zehn Partnern aus fünf europäischen Ländern.

In den Workshops nach den Vorträgen ging es unter anderem darum, wie die Übergänge zwischen den einzelnen Lebensphasen der Jugendlichen gestaltet werden können. Ein weiteres Thema war die Einbindung transnationaler Berufspraktika in den Schul- und Arbeitsalltag. Während der Diskussion der Teilnehmer wurde deutlich, dass es eine stärkere Vernetzung von Schule – Eltern – Kind erforderlich ist, auch in Hinsicht auf die Berufswahl, den Ausbau von Praktika und die verstärkte Partnerschaft mit Unternehmen.

Die Teilnehmer kamen aus ganz Thüringen, was sich in der Veranstaltung in einem regen Erfahrungsaustausch widerspiegelte.