Weimarer Behörde gegen Parkplätze in Geras Großer Kirchstraße

Die Stadt Gera kann nicht die gewünschten Kurzzeitparkplätze in der Großen Kirchstraße einrichten. Eine Umnutzung des Verkehrsraumes hätte die Rückzahlung von Fördermitteln einschließlich Zinsen zur Folge, teilte das Landesverwaltungsamt Weimar mit. Die Fördermittel seien für die Sanierung und Neugestaltung des Marktes und der zuführenden Straßen in seiner Ausführung entsprechend der historischen Bauzeit gewährt worden. „Gleichzeitig war die Schaffung von Fußgängerzonen als ungestörte Aufenthaltsbereiche in der historischen Altstadt das Ziel der Förderung. Diesem steht die beabsichtigte Nutzung für Parkplätze entgegen“, heißt es in dem Schreiben des Landesverwaltungsamtes. Zur konkreten Höhe etwaiger Rückzahlungen wurden keine Angaben gemacht. Die Rückforderungen könnten bis zur Gesamtsumme von rund 1,2 Millionen Euro gehen.

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn hatte sich intensiv für eine bürgerfreundliche Park-Lösung in der Großen Kirchstraße im Interesse der Händler, Gastronomen, Kunden und Besucher eingesetzt. Das Ziel bestand darin – wie auf dem Zschochernplatz erfolgreich praktiziert – durch zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt Handel, Dienstleistungen und Gastronomie rund um den Marktplatz zu fördern. Aus diesem Grunde fand im April ein vierwöchiger Parkversuch in der Großen Kirchstraße statt, der überwiegend auf positive Resonanz stieß. Darüber hinaus konnte die Stadtverwaltung 918,50 Euro Parkgebühren einnehmen.