Die nächste Aufführung des Familienmusicals „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ am Freitag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera ist ausverkauft, aber für die letzte Abendvorstellung in diesem Jahr am Montag, 19. Dezember, um 18.00 Uhr sind noch Karten zu haben.
Tschitti Tschitti Bäng Bäng – so der Name eines ungewöhnlichen Autos, den es nach den sonderbaren Geräuschen, die es beim Fahren macht, erhalten hat, fasziniert nicht nur die Kinder Jemima und Jeremy Potts, sondern auch den bösen Baron Bomburst. Der schickt seine Spione aus, es der bezaubernden Familie Potts, die den Rennwagen erst wieder Instand gesetzt hat, abzunehmen. Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd beginnt. Tschitti Tschitti Bäng Bäng mit seiner unschlagbaren Ohrwurmmelodie wird jeden bezaubern, der es rollen, schwimmen und fliegen sieht! Dafür ziehen nicht nur die vielen mitwirkenden Sänger und Tänzer alle Register, sondern auch die Techniker hinter der Bühne.

Neun Spieler aus dem Ensemble der TheaterFABRIK haben sich unter der Leitung von Peter Przetak in die Sümpfe der Gier gestürzt und ihr Projekt eine raffgierige Schlammödie getauft. Ihre Fassung von Molières Komödie „Der Geizige“ ist nochmals am Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils 20 Uhr in der Tonhalle zu sehen. Dass der Geiz eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins ist, wurde bereits von Franz Kafka konstatiert. Ob Harpagon, der Protagonist und Archetyp des Geizes, den Molière ersonnen hat, wirklich unglücklich ist, wer weiß? Dass er jedoch seine Dienstboten, seine Kinder und sogar seine Pferde, denen er die Streu aus dem Trog frisst, mit seiner Knickrigkeit ins Unglück stürzt, ist Stoff einer Komödie, die sich seit 368 Jahren auf den Spielplänen der Theater hält. Und das nicht umsonst. Denn das Thema Geiz und Gier treibt die Menschen um seit… Ach eigentlich schon immer.
Drei Monate haben sich die jungen Menschen mit den Mitteln der Commedia dell´arte und mit der Sprechkunst beschäftigt, um nun dem Geraer Publikum unter Beweis zu stellen, dass Großzügigkeit eine vielleicht vergessene aber erstrebenswerte Tugend ist.

Ins Puppentheater kommt an diesem Wochenende „Der kleine gelbe Hund“. Sabine Schramm spielt die Geschichte von Karin Eppler für Kinder ab 4 Jahren am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Eines Morgens ist er einfach da und winselt: Ein kleiner heimatloser Hund sitzt vor der Haustür von Mona. Draußen ist ein Hundewetter, und so nimmt Mona das tropfnasse Tier zu sich ins warme Haus. Sie beschließt, dass der Hund ein wenig bei ihr bleiben darf. Aber nur vorübergehend, denn sie will in Ruhe arbeiten. Mona ist Malerin und ihre Lieblingsfarbe ist grau: blaugrau, grüngrau, steingrau, grau grau… Der kleine Hund findet grau ziemlich langweilig und von Ruhe hält er gar nichts, er will lieber spielen. Und so stellt er den Alltag der Malerin ganz schön auf den Kopf. Er steckt seine Nase überall hinein. In Kochtöpfe, in Farbtuben und natürlich in den verstaubten Dachboden ganz oben im Haus. Und beim Stöbern entdeckt er dort ein Geheimnis der Malerin…
Die Geschichte erzählt von der Annäherung und Auseinandersetzung zweier starker Persönlichkeiten mit ganz eigenen Lebensvorstellungen. Als Mona und der Hund sich näher kennen lernen, bringt der Hund neue Farbe in Monas Leben und findet ein Zuhause.

Die Aufführung der französischen Komödie „Zwei Männer ganz nackt“ am Samstag um 19.30 Uhr in der Bühne am Park ist wiederum ausverkauft. Interessenten können nur an der Abendkasse nachfragen.

Auch in diesem Jahr gastiert das Metropolitan Jazz Orchestra Gera in der Weihnachtszeit wieder im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera. Am Samstag, 17. Dezember, um 19.30 Uhr heißt es dort „Swinging Christmas“ und weihnachtlicher Swing vom Feinsten, ganz im Stil der 50er und 60er Jahre wird erklingen. Mit Hits wie „Sleigh Ride“, „Silent Night“ und Klassikern wie „Have Yourself A Merry Little Christmas“ und „White Christmas“ sorgen die Musiker für eine gelungene Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Begleiten Sie das Metropolitan Jazz Orchestra auf einer musikalischen Reise vorbei an schneebedeckten Bergen und Lametta geschmückten Weihnachtsbäumen. Als Highlight des Abends freuen sich Nadia Fritz und Frank Sauerbrey darauf, mit dem Metropolitan Jazz Orchestra Gera die schönsten Weihnachtshits zu singen.

Zum nächsten Theatercafé lädt die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Sonntag, 18. Dezember, um 14.30 Uhr, in die Bühne am Park ein. Zu Gast bei Günter Markwarth ist an diesem Nachmittag die junge Sängerin Emma Moore aus dem Thüringer Opernstudio. Wer Kay Kuntzes Inszenierung von McNallys Stück „Meisterklasse“ bereits gesehen hat, kennt sie daraus als Sopranistin, die die Meisterklasse bei Maria Callas besucht. Wer noch nicht das Vergnügen hatte, kann den Vorstellungsbesuch gleich an das Theatercafé anschließen. Die Vorstellung im Großen Haus beginnt um 18 Uhr. Wenige Karten sind noch erhältlich.
Im zweiten Teil des Nachmittags ist eine Talkrunde dreier reiferer Herren geplant: Günter Markwarth wird mit Peter Prautsch und Peter Werner-Ranke über die Erlebnisse und Erfahrungen während des Probenprozesses zum Familienmusical „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ diskutieren, für das Generalintendant Kay Kuntze die beliebten langjährigen Ensemblemitglieder aus dem Ruhestand zurück auf die Bühne holte. Für die Tschitti-Aufführung am Montag, 19. Dezember, 18 Uhr sind übrigens noch Karten zu haben. Natürlich wird die Talkrunde aber auch auf „Weihnachten privat“ zu sprechen kommen.
Karten für das Theatercafé sind zum Preis von 12 € inklusive Kaffee bzw. Tee und Kuchen sowie einem Glas Sekt in der Pause oder zum Preis von 8,- Euro ohne Kaffeegedeck an der Theaterkasse erhältlich.

Wie oben schon erwähnt gibt am Sonntag ab 18.00 Uhr Maria Callas eine Meisterklasse, an der das Publikum teilnehmen darf. Terrence McNallys Komödie „Meisterklasse“ spielt eine Lehrstunde für junge Sänger in all ihren Facetten nach.
Annette Büschelberger besticht mit ihrer Schauspielkunst in der Rolle der Maria Callas geradezu. Die Schauspielerin kehrt als Gast in dieser Inszenierung von Kay Kuntze auf die Bühne in Ostthüringen zurück. Die Callas (1923-1977), diva divina oder diva assoluta genannt, eroberte als Violetta, Medea, Norma oder Tosca von der Metropolitan Opera bis zur Mailänder Scala die großen Bühnen der Welt. In diesem Stück wird sie erlebbar als verletzte und verletzliche Frau, aber auch als selbstbezogene, eitle und despotische Künstlerin, die in der MEISTERKLASSE noch einmal ihre großen Triumphe auf der Bühne durchlebt, ihre Kindheit im Schatten ihrer schöneren Schwester, ihre Beziehung zu Aristoteles Onassis und den Konkurrenzkampf mit weniger talentierten, aber hübscheren Rivalinnen. Ihre lebenslange Suche nach Liebe und Bewunderung kulminiert in einem Appell für die Wahrhaftigkeit der Kunst.
Nachdem Maria Callas ihre beispiellose Karriere 1965 in London beendet hatte, gab sie immer wieder Meisterklassen an der New Yorker Juilliard School. Ihr pädagogisches Anliegen war es, den Schülern gesangliche Perfektion zu vermitteln. Wer nicht bereit sei, alles zu geben, habe auf der Bühne nichts verloren, so ihr Credo.
Die Teilnehmer der Meisterklasse in dieser Inszenierung sind Anne Preuß aus dem Musiktheaterensemble und Emma Moore und Paul Kroeger aus dem Thüringer Opernstudio.·Thomas Wicklein hat die musikalische Leitung und ist in der Rolle des Repetitors am Klavier zu erleben. Es erklingt Musik von Vincenzo Bellini, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi. Als Bühnenarbeiter tritt der Leiter der Bühnentechnik René Prautsch auf.