Mit dem Projekt „mia“ (miteinander inklusiv arbeiten) gehen Lebenshilfe Gera e.V., Agentur für Arbeit Altenburg-Gera, Stadt Gera und Jobcenter neue Wege in der Arbeit mit behinderten Menschen. Ziel sei es, die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, erklärte Sozialdezernentin Sandra Schöneich. „Wir freuen uns, dass wir in bewährter Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter Gera behinderten Menschen neue Perspektiven eröffnen können. Mit der Lebenshilfe Gera haben wir einen sehr leistungsfähigen und erfahrenen Partner an unserer Seite“, sagte die Dezernentin.

„Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter in „mia“ (miteinander inklusiv arbeiten) ist das schönste an meiner Arbeit.“ sagt Rico Wolfram von der Lebenshilfe Gera e. V. (Leiter Sozialintegration: mia).
Mia wurde Anfang letzten Jahres als Projekt ins Leben gerufen. Dieser Status ist längst Vergangenheit und mia hat sich zu einem eigenen Bereich entwickelt. Menschen mit Behinderung wird die Möglichkeit geboten, außerhalb der Werkstatt auf einem ausgelagerten Außenarbeitsplatz arbeiten zu können. „Dies verbessert die Lebensqualität unserer Mitarbeiter enorm. „Durch die Erfüllung des Wunsch- und Wahlrechts kann ein Mensch mit Behinderung in seinem Sozialraum bleiben und sich dort auch verwirklichen.“ fügen Katja Schenk und Britta Rietz (Geschäftsführender Vorstand der Lebenshilfe Gera e. V.) hinzu.

Mittlerweile sind weit über ein Dutzend Menschen vermittelt worden. Die Akquise potentieller Arbeitsplätze erfolgt hierbei durch die Integrationsbegleiter von „mia“, die in persönlichen Gesprächen auf die Vorstellungen des Einzelnen eingehen und diese umsetzen. Nun wurden Kooperationen mit der Stadt Gera, vertreten durch das Dezernat Soziales, dem Jobcenter Gera, der Agentur für Arbeit Altenburg- Gera und dem Jugendhaus Gera geschlossen. Christoph Möckel (PR-Referent der Lebenshilfe Gera e. V.) freut sich: „Mit mia kommt uns als Verein eine regionale Vorreiterrolle zu und wir sind über die neuabgeschlossenen Kooperationen sehr glücklich. Sie zeigen, dass Gera eine Stadt ist, die sich offen für Inklusion engagiert.“

„Neben der Verwirklichung individueller Wünsche zur Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Leben von Menschen mit Handicap kann ein Beitrag zur Sicherung der Fachkräftebedarfe regionaler Unternehmen geleistet werden. Die Einbindung des Jugendhauses in das Projekt mia bietet eine wichtige Plattform, um sich gegenseitig besser kennen lernen zu können und Hürden bei der Integration in Beschäftigung abzubauen“ – sagte Ralph Burghart, Leiter der Arbeitsagentur Altenburg-Gera.