9. Geraer Stolpersteinverlegung am 14. März

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9. Geraer Stolpersteinverlegung am 14. März

Von |2018-03-07T22:56:14+00:007 März 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , |

Bereits zum neunten Mal werden in Gera am Mittwoch, dem 14. März, Stolpersteine verlegt. Die Idee, durch im Pflaster eingelassene Steine mit Namen und Lebensdaten an ehemalige jüdische Mitbürger zu erinnern, stammt von dem Künstler Gunter Demnig aus Köln. Im Rahmen seiner europaweiten Aktion werden durch ihn am kommenden Mittwoch zwölf neue Stolpersteine an drei Standorten dauerhaft in Gehwege vor den Wohn- oder Wirkungsstätten der Opfer gesetzt.

Ab 9 Uhr wird am Johannisplatz 1+3 gegenüber dem Rutheneum an Familie Theodor und Rosa Falkenstein, mit den beiden Kindern Herbert und Anneliese und dem Großvater Julius Falkenstein erinnert. Theodor Falkenstein war Textilkaufmann und hatte ein über Jahrzehnte stadtbildprägendes Geschäft am Johannisplatz 1+3. Gegen 9.30 Uhr werden zwei Stolpersteine vor der Zschochernstraße 41 dem kinderlosen Ehepaar David und Deborah Spiegel gewidmet. Fünf weitere Stolpersteine werden eine halbe Stunde später vor der Arndtstraße 3 der Familie seines Bruders gelegt: Jakob und Sara Spiegel mit ihren Kindern Bertha, Norbert und Siegmund. Jakob und David Spiegel waren Händler. Alle oben genannten NS-Opfer sind jüdischer Herkunft und haben ihre Heimatstadt beziehungsweise Wirkungsstätte Gera verloren.


Eigens für die Stolpersteinverlegung reisen Susan Maier und Daniel Sieg aus New York an. Susan Maier ist die Tochter von Bertha Spiegel. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn wird in einer kurzen Ansprache die Lebensgeschichten der NS-Opfer vorstellen. „Die Stolpersteine sind ein Achtungszeichen, nicht über die Geschichte hinwegzugehen. Sie machen uns nachdenklich und sind uns Mahnung, achtsam miteinander umzugehen und sensibel zu sein, um Extremismus jeglicher Colour entgegenzutreten“, so die Oberbürgermeisterin.

Sie bedankt sich schon vorab bei allen, die sich für die Stolpersteine in Gera engagieren. An erster Stelle steht hierbei Matthias Weibrecht. Der Geraer Zahnarzt gehört von Beginn zur Gruppe derer, die sich für die Mini-Denkmale für Opfer der NS-Zeit in Gera stark machen. Er lädt interessierte Bürger zur Stolpersteinverlegung ein und bittet um Spenden: „Die Idee entspringt ehrenamtlichem bürgerschaftlichem Engagement. Stolpersteine sind durch Spenden finanziert. Einer kostet einmalig 120 Euro. Gern nehme ich Ihre Spende auch in jeder Höhe entgegen. Aktuell fehlen noch 360 Euro am Gesamtbetrag. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, unterstützen Sie bitte dieses Anliegen. Bei Bedarf stehe ich Ihnen für weitere Informationen gern zur Verfügung“, so Weibrecht.


Spendenkonto:

Interkultureller Verein Gera e.V.
IBAN: DE 92 8305 0000 0014 3273 68.
Stichwort: Stolpersteine 2018

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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