Afghanische Kundgebung am Geraer Weihnachtsmarkt führt zu Verstimmung

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Afghanische Kundgebung am Geraer Weihnachtsmarkt führt zu Verstimmung

Von |2018-12-04T15:15:12+00:004 Dezember 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: |

Am vergangenen Samstag fand in Geras Stadtzentrum eine Kundgebung der Gemeinschaft von afghanisch stämmigen Bürgern mit ca. 50 Teilnehmern statt. Ort der Versammlung war der Bürgersteig direkt vor dem Büro der Partei DIE LINKE, die den Aufruf unterstützt hatte. Die unmittelbare Nähe zum Weihnachtsmarkt sorgte jedoch für Verstimmung bei vielen Bürgern, die sich seit Samstag in den sozialen Netzwerken in etlichen Diskussionen widerspiegelt. Zudem gibt es auch eine hohe Zahl an telefonischen und schriftlichen Beschwerden an das Büro des Oberbürgermeisters.

„Ich bedaure, dass sich die Besucher des Weihnachtsmarktes durch die Kundgebung gestört fühlten. Zu befürchten ist, dass durch die Art und Weise der Kundgebung bei vielen Passanten das Gegenteil dessen bewirkt wurde, was bewirkt werden sollte“, erklärt Oberbürgermeister Julian Vonarb. „Natürlich galt auch für diese Kundgebung das im Grundgesetz festgeschriebene Grundrecht auf Versammlungsfreiheit.“ Dies gelte auch für eine Reihe von aktuellen Anfragen, die in letzter Zeit im Zusammenhang mit politischen Veranstaltungen auf dem Markt eingegangen sind. „Ich befürworte hier eine klare Trennung, denn unser Weihnachtsmarkt darf keine Bühne für politische Botschaften sein.“ Rein formal gehört der Bürgersteig allerdings nicht zum Weihnachtsmarkt, hierdurch kam es überhaupt erst zu der Situation.

Angemeldet wurde die Versammlung am 22. November ordnungsgemäß beim Fachdienst Ordnungsangelegenheiten der Geraer Stadtverwaltung. Der Titel lautete „Frieden und Sicherheit in Afghanistan“. In einer Pressemeldung erklärte der Anmelder den Hintergrund: „Uns kommt es besonders darauf an, dass die schlechte Lebenssituation unserer Brüder und Schwestern in keinerlei Hinsicht als sicher bezeichnet werden kann.“ Auf diese Situation wollte die afghanische Community mit einem Infostand, Redebeiträgen, Musik und kleinen Theaterszenen und Filmsequenzen aufmerksam machen. In einem Vorabgespräch mit dem Anmelder der Versammlung hatte der Fachdienst Ordnungsangelegenheiten zuvor eine maximale Lautstärke vereinbart und eine Zusammenarbeit mit dem Leiter des Weihnachtsmarktes angeregt, welche die Veranstalter zusagten.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR