Die Anfänge des Gymnasium Rutheneum

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Die Anfänge des Gymnasium Rutheneum

Von |2018-02-15T12:04:04+00:0015 Februar 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |

Als Heinrich Posthumus (1572-1635) im Alter von gerade einmal 23 Jahren 1595 die Regierungsgeschäfte für seine damals noch in der Staatsform einer Grafschaft befindlichen Territorien Reuß jüngerer Linie übernahm, verfügte er bereits über dezidierte Pläne für die künftige Struktur seines Landes. Die vier Hauptsäulen seines Wirkens erstreckten sich auf die Einhaltung und Pflege des evangelischen Glaubens, die Etablierung einer gewissenhaften, effektiven Verwaltung und Rechtspflege, die Schaffung einer Polizei zur Garantie von Ruhe und Ordnung sowie die Einleitung von Maßnahmen zur Verbesserung des Schulwesens. Eines seiner Lieblingsprojekte stellte in diesem Kontext zweifelsfrei der Bau und die Einrichtung eines „Gymnasium illustre“ bzw. „Gymnasium academicum“ dar, das nicht nur dem Zweck diente für den eigenen Kleinstaat kompetente Geistliche, Lehrer und Beamte hervorzubringen, sondern auch eine überregionale Strahlkraft der Bildungseinrichtung und natürlich auch ihres Begründers versprach. Posthumus selbst hatte seine Ausbildung an der Universität in Jena sowie in Straßburg genossen und auch seine in Form von Berichten überlieferten Reisen nach Dänemark, Prag, Heidelberg, Frankfurt am Main und in andere deutsche Territorien mögen ihm wohl Impulse für die Ausgestaltung seiner Reformpläne gegeben haben.



In den thüringischen Territorien konnte der weitsichtige, engagierte Potentat dabei auf Vorbilder in Gotha (1524 Gründung des Ernestinums), Eisenach (1544 Gründung des Karl-Friedrich-Gymnasiums) sowie auf die 1554 in Roßleben gegründete Klosterschule blicken, die analog zum Rutheneum einen hochschulqualifizierenden Bildungsansatz verfolgten und auf dem Bildungsniveau der bisher in Gera vorhandenen Trivialschule, die elementare Kenntnisse auf den Gebieten des Rechnens, Lesens und Schreibens vermittelte, aufbauten. Erste Überlegungen und Entwürfe zur Errichtung einer Landesschule in Gera existierten bereits im Jahr 1602 und fanden mit der Grundsteinlegung am 8. April 1605 den Anfang ihrer Umsetzung……….

Mehr Infos gibt es im Stadtachiv Gera:

 

Unter dem Titel „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ informiert das Stadtarchiv vierteljährlich die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Herausforderungen und historische Themen rund um die Arbeit des Stadtarchivs. „Dabei sollen einerseits unter wechselnden Rubriken die Bestände des Stadtarchivs vorgestellt und Einblicke in die Archivarbeit gewährt werden. Anderseits sollen historische Ereignisse und deren Akteure mit ihren Auswirkungen auf die Stadt- und eventuell sogar auf die Landes- und Weltgeschichte in Erinnerung gerufen werden“, formuliert Archivleiterin Christel Gäbler im Vorwort der ersten Ausgabe. Ziel sei es, auf spannende Forschungsthemen aufmerksam zu machen und Impulse zur weiterführenden Beschäftigung mit der Stadtgeschichte zu geben. So widme sich die erste Ausgabe der Frage „Was ist ein Archiv?“, und es werde über „Aberglaube um die Osterzeit im Reußenlande“ berichtet. Weitere Informationen fänden sich in den Rubriken „Fundstücke aus dem Stadtarchiv“ und „Publikationen zur Stadtgeschichte“. Mit der Publikation möchte das Stadtarchiv auf spannende Forschungsthemen verweisen und Impulse zur weiterführenden Beschäftigung mit der Stadtgeschichte geben, erklärte die Archivleiterin.

Der Informationsbrief wird per E-Mail versandt und kann auf der Internetseite www.gera.de/stadtarchiv heruntergeladen werden. Durch eine formlose E-Mail mit dem Betreff „Informationsbrief“ an stadtarchiv@gera.de können die „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ kostenlos abonniert werden.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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