Ehemaliges Bergarbeiterkrankenhaus als Standort für künftige Thüringer Großbehörde vorgeschlagen

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Ehemaliges Bergarbeiterkrankenhaus als Standort für künftige Thüringer Großbehörde vorgeschlagen

Von |2017-10-25T16:28:51+00:0025 Oktober 2017|Kategorien: Allgemein|Tags: , |

Als Standort für das künftige Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz bringt Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus ins Gespräch. Das Landesamt ist eine von drei Großbehörden, die im Zuge der Verwaltungsreform in Thüringen gebildet werden sollen. Die Stadt Gera hatte vor anderthalb Jahren das ehemalige Bergarbeiterkrankenhaus an den Freistaat Thüringen verkauft, der dort eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet hat. Diese steht seit Monatsbeginn leer.

„Mit der Ansiedlung des Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz im ehemaligen Bergarbeiterkrankenhaus wäre eine sinnvolle Nachnutzung möglich und Leerstand, der trotzdem den Freistaat Thüringen mit Kosten belastet, könnte vermieden werden. Der Freistaat könnte für dieses Projekt der Verwaltungsreform eine Immobilie nutzen, die er bereits in seinem Eigentum hat. Ein Neubau wäre nicht erforderlich. Zudem wurden in die Ertüchtigung des ehemaligen Krankenhauses bereits Steuergelder investiert. Diese Investitionen würden mit der Ansiedlung des Landesamtes eine Nachhaltigkeit erfahren“, wirbt Oberbürgermeisterin Dr. Hahn in einem Brief an Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

„Die Entscheidung für Gera als künftigen Standort des Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz wäre ein wichtiges Signal zur Stärkung des Ostthüringer Oberzentrums“, betont Oberbürgermeisterin Dr. Hahn. Die verkehrsgünstige Lage mit einer hervorragenden Erreichbarkeit über die Autobahnen sowie in absehbarer Zeit mit einer deutlich verbesserten Anbindung an das Schienennetz dank des auch von Thüringens Ministerpräsident vorangetriebenen Ausbaus der Mitte-Deutschland-Verbindung sprechen für Gera. Auch das ehem. Bergarbeiterkrankenhaus ist an den ÖPNV gut angebunden.

Naheliegend für eine Entscheidung für Gera ist weiterhin die Tatsache, dass in der Stadt das Thüringer Landesbergamt angesiedelt ist. Unmittelbar vor den Toren der Stadt befindet sich mit dem ehem. Wismutbergbau eines der größten und mutmaßlich spektakulärsten Sanierungsprojekte des Bergbaus. Hier sind Technologien entwickelt und erfolgreich umgesetzt worden zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus, die weltweit Beachtung finden. Experten gehen davon aus, dass die Sanierungsarbeiten mindestens bis zum Jahr 2040 andauern werden. „Eine ortsnahe Begleitung durch die Experten des Landesbergamtes, das in Gera angesiedelt ist und in das künftige Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz eingegliedert werden soll, halte ich für sehr wichtig. Ich rege an, dass dieses Erfahrungspotenzial gemeinsam mit der Wismut GmbH und dem Freistaat Sachsen noch umfassender vermarktet wird“, erklärt Frau Dr. Hahn.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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