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Aus seinem im März 2018 im Aufbau Verlag erschienenen Buch „Buenos días, Kuba: Reise durch ein Land im Umbruch“ liest Landolf Scherzer am Mittwoch, 24. Oktober, 19.30 Uhr, in der Geraer Bibliothek am Puschkinplatz. Landolf Scherzer hat bei Reisen den Zufall auf seiner Seite. Kaum ist er auf Kuba, stirbt Fidel Castro, und er erlebt ein Land im Ausnahmezustand. Umso drängender wird die Frage, wie die Ideale der Revolution in der Gegenwart bestehen. Wer in Kuba viel fragt, dem wird wenig erlaubt, lernt Scherzer schon am ersten Tag in Havanna. Also macht er es bei seinen Recherchen wie die Kubaner, er geht Umwege und improvisiert. Jede Busfahrt, jeder Einkauf, jeder Spaziergang beschert ihm überraschende Begegnungen und Lebensberichte. Er bewundert, wie unkonventionell die Kubaner den problematischen Alltag meistern und wie ungebrochen der Stolz auf die Revolution und ihre Errungenschaften ist. Aber mit Schlitzohrigkeit und Optimismus allein lassen sich die Konflikte, die die Öffnung Kubas mit sich bringt, nicht lösen. Was also muss bewahrt, was soll verändert werden?
Landolf Scherzer, 1941 in Dresden geboren, studierte Journalistik in Leipzig und wurde wegen kritischer Reportagen, die er mit Klaus Schlesinger und Jean Villain für die NBI (Neue Berliner Illustrierte) geschrieben hatte, exmatrikuliert. Bis 1975 war er als Redakteur beim „Freien Wort“ in Suhl tätig. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Thüringen. Er wurde bekannt durch Reportagen wie „Der Erste“, „Der Zweite“ und „Der Letzte“. Nach „Der Grenzgänger“ und „Immer geradeaus. Zu Fuß durch Europas Osten“ erschienen zuletzt vielbeachtete Reportagen über China „Madame Zhou und der Fahrradfriseur“ und über die aktuelle Situation in Griechenland „Stürzt die Götter vom Olymp“. 2015 erschien „Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens.“ Der Eintritt ist frei.