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Ihr Banner hing am Brandenburger Tor. Ihre Fahnen wehten bei Besetzungen und auf Messen. Ihr schwarz-gelbes Logo, der griechische Buchstabe Lambda, prangt auf Internetseiten. In den vergangenen Jahren hat sich die Identitäre Bewegung (IB) fest in der politischen Landschaft verankert. Sie besteht zwar nur aus etwa 500 Aktivisten, wird jedoch von einer großen Anhängerschaft über Crowdfunding finanziell unterstützt. Der Bewegung gelingt es, über soziale Netzwerke Themen zu setzen und Debatten zu befeuern. Zentrales Thema: die »Islamisierung des Abendlandes«.

Die Initialzündung der Bewegung kam 2012 aus Frankreich und griff schnell auf Österreich und Deutschland über. Die gesamte Neue Rechte begrüßte die intelligenten Jugendlichen, die mit Aktionsformen der 68er Bewegung auf sich aufmerksam machen. Inzwischen bestehen beste
Beziehungen zur Alternative für Deutschland. In Rostock und Halle unterhalten sie größere Zentren. 15 Autoren, die seit Jahren die Entwicklung in der rechten Szene kritisch begleiten, legen einen gut verständlichen Übersichtsband vor, der die Entwicklung der Bewegung darstellt, ihre Ideologie analysiert, die Aktionen beschreibt und die Netzwerke offenlegt.

Andreas Speit
Jahrgang 1966, Diplom-Sozialökonom, freier Journalist und Publizist, Kolumnist der taz; regelmäßige Beiträge für Freitag, Blick nach rechts und jungle world; mehrere Auszeichnungen,u.a. durch das Medium Magazin und den Deutschen Journalisten-Verband. Autor und Herausgeber diverser Bücher zum Thema Rechtsextremismus; zuletzt erschien von ihm im Ch. Links Verlag: »Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr« (2017).

Datum: 17. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort: Stadt- u. Regionalbibliothek Gera, Puschkinplatz, Gera

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei.