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Solo mit seinem neuen Programm: Wie soll ich sagen…?
Wenn einer weiß, wie und was er sagen soll, dann der Meister des geschliffenen Satzes, der Großmeister der Comedy himself!
Auch nach mehr als 35 Bühnenjahren kann er uns immer noch überraschen und begeistern mit seinen humoristischen Glanzstücken, seinen subtilen Sprachspielen, seinem grandiosen Wortwitz.
Freuen wir uns auf einen Abend allein mit Jürgen von der Lippe und Comedyhöhepunkten am laufenden Band!
Viagra fürs Zwerchfell!
Die leidenschaftlich offenherzige Eröffnung der neuen Lippe-Show zeigt, der Chef des deutschen Comedy-Sprachlabors ist voller ungebremster Experimentierfreude. Von der Startsekunde an wird das Publikum packend mit einbezogen und sofort zeitgemäß sozial vernetzt. Für „standing ovations“ braucht er keine 5 Minuten, das ist absoluter Rekord.
Wie das geht? Wird nicht verraten!
Frosch und Bär folgen als Sympathie- und Bedeutungsträger. Wir erfahren nie geahnte Unterscheidungsmerkmale dieser Spezies und sofort wird klar, Jürgen von der Lippe hat sein Pointenzielfernrohr wieder auf maximale Trefferquote eingestellt. Er durchleuchtet schmunzelmuskelaktivierend unseren Alltag, rechnet ab mit automatischen Urinalen, Kartenzahlern, nervenden Vielrednern und tiefenpsychologischen Diätvorschlägen.
Dass der Beruf die Sprache einfärbt, und zwar schreiend bunt, erfahren wir am Beispiel von Männern, die mit Schafen sprechen, und selbst Heidi Klums Plusquamperfekt wird Teil der verbalen Verführungskunst des gelernten Germanisten, die uns immer wieder zum Sorg-los-Lachen bringt. Besonders bei Miniaturen von sprachakrobatischer Wucht, wenn z. B. der Box-Meisterrainer Ulli Wegener seinen Schützling live durch die Hochzeitsnacht coacht oder der Reisende auf die Durchsage des Flugkapitäns hörspielpreisverdächtig antwortet, wird die Qualitäts-Comedy von der Lippes zum Zwerchfell-Bungee fürs Publikum.


Der Meister im floralen Zauberkittel gerät nicht außer Atem, macht uns weiter bewegend klar, dass Frauen Männer gefühlsmäßig nicht nur im Unklaren lassen, sondern im Stockdunklen. Er verortet Reizwäsche mal anders, brilliert mit umwerfenden Erkenntnissen aus seinen Lieblingsthemen Kommunikation zwischen Männern und Frauen, Sex und Alkohol und kitzelt die Lachmuskeln exakt dort, wo sie es am allerliebsten haben.
Unvermittelt wird der Abend zur Gameshow und schon die Suche nach Freiwilligen(!) ist eine Mordsgaudi. Kein Wunder, ist doch der Moderator einer der begnadetsten Showmaster Deutschlands. Fabulierungskunst-Spiele und eine Märchen-Stegreif-Impro, die meilenweit abseits der Vorlage auf der Bühne ihren Zauber entwickelt, führen zu entgrenzender Fröhlichkeit. Beim Melodienraten gibt Lippe den entfesselten Jazzer am Saxophon, spielt ein derart heißes Horn, dass der ganze Saal lautstark mitsingt, bis auf die Ratekandidaten, die – abseits der Schwarmintelligenz – bisweilen wie der Ochs’ vorm Berg stehen. Diese Momente mögen manchem die Trauer darüber, dass man nicht selbst auf der Bühne stehen darf, versüßen. Nie gehört auch die Versuche, mit Hilfe einer Art Nasenscheidewand-Fagott intonierte Hits diverser Genres zu erraten. Wer da lieber kneift als bläst, darf wahlweise Porno-Filmtiteln oder Zungenbrechern über eine – gefühlt meterhohe – Sprachbarriere hinweg helfen. Spätestens jetzt haben alle Dämme die Sollbruchstelle erreicht.
Die Lieder des genialen Musikusses sind wieder bewegend, saukomisch und gänsehautgenerierend. Der Berliner Bariton mit whiskyweichem Timbre und sirenes säuselnden Obertönen greift in den gespannten Darm und zupft uns an der Seele. Beim hymnenverdächtigen Song auf das Alter: Ich hab ja jetzt die Zeit, wie beim klitzekleinen Briefroman-Lied, das so hauchzart daherkommt und ausgesprochen krass endet, wird deutlich, dass er – auch nach 40 Jahren – immer noch Ohrwürmer kann.
Eine wohlklingende Getränke-Weltreise endet in der weltbesten Bierbestellung. Biernamen sollten einsilbig sein! Häuptling „Schwere Zunge“ erklärt, warum.
Natürlich gibt es für eingefleischte Lippe-Fans ein VIP-Potpourri mit alten Freunden: Lindenberg, Maffay und Grönemeyer, das die Verkehrssicherheit zum Thema hat, und – nigelnagelneu dabei – Howard Carpendale singt Sozial-Folklore mit Widerhaken.
Für Hungrige gibt’s auch noch Gender-Grillen, für Heimwerker den geschäftstüchtigen Sex- Klempner aus Grevenbroich (!) und für Hardrocker Jürgens Lieblings-Ikone Kalle. Der teilt als Kummerkasten-Kalle lebensecht gegerbte Soforthilfen für die Geschlechtsgenossen aus. Frauen aufgemerkt! Hier erfährt man endlich, mit welchen Problemen sich die Kerle unter sich so rumschlagen.
Spitze Begeisterungsschreie begleiten den Auftritt von „Opi“. Das alte Schlitzohr ist wieder kriminell und sexuell unterwegs – in seiner Phantasie – und gibt verblüffende Einblicke in die theatralische Ausnahmebegabung Jürgen von der Lippes im Charakterfach „elder charming boy“. Der macht glatt aus einem Furz ein Geiseldrama und aus einer Fahrstuhlfahrt ein Speed-Dating.
Jürgen von der Lippes Erlebniswelt ist wieder jeden einzelnen Cent wert. Sein 100%ig wirksamer, lachnervenzerfetzender „Sorgenmalverpissen-Geist“ hat nachhaltig positive Wirkung über den Abend hinaus. Der heilt nämlich Begriffsstutzigkeit, weckt Erleuchtungspotentiale und erweist sich als überaus befriedigender Comedylingus.

Tickets online: http://bit.ly/2xhJkwM

 

Informationen zum Ticketvorverkauf:
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