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In der Ausstellung QUASI MOMENTE präsentiert der Kunstverein Gera Fotoarbeiten der in Frankfurt am Main lebenden und arbeitenden Fotografin Christiane Feser. Die Künstlerin, die Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main studierte, hat sich in ihrer letzten Schaffensphase konsequent und folgerichtig von der gegenständlichen zur abstrakten Fotografie hin entwickelt. Mittlerweile hat sie auf diesem Feld eine bemerkenswerte
Alleinstellung erreicht. Nicht die Wirklichkeit und deren Abbilder sind der Ausgangspunkt ihres künstlerischen Werkes,
sondern der Prozess der Fotoarbeit selbst schafft die Wirklichkeit, die ihre Fotografien und Fotoobjekte vermitteln. Sie fixieren nicht einen einzelnen Moment, sondern bilden mehrere zeitliche Zustände gleichzeitig ab. Sie sind auch nicht immer zweidimensional, sondern dehnen sich räumlich
aus. Gerade die neuen Arbeiten entwickeln sich immer mehr hin zum Dreidimensionalen, Skulpturalen, zum Fotoobjekt. Ausgangspunkt sind Papiermodelle mit seriellen Strukturen, die in mehreren Durchgängen einem Umformprozess unterzogen werden. In einem höchst komplexen Umgang
mit Licht und Schatten werden plastische Formen und deren fotografische Abbilder, mehrfach überlagernd bearbeitet.

In „Quasimomenten“ dieses scheinbar verwirrenden Spiels mit zeitlichen Zuständen werden die Ergebnisse mal zu einem illusionistischen zweidimensionalen Bild oder ein andermal auch zu einem dreidimensionalen Objekt. Prozess und Moment werden zwitterhaft verwoben. Paradoxa werden Wirklichkeit.

Mit dem Ausstellungstitel QUASIMOMENTE verweist Christiane Feser auf diese sehr eigene Charakteristik ihres bildnerischen Schaffens. Neben Arbeiten aus den letzten drei Jahren zeigt der Kunstverein Gera in seinen Räumen eine ortsbezogene fotografisch basierte Installation der Künstlerin.