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Die Ausstellung steht unter dem Zeichen des Spekulativen: Die Malerei Geyers zeichnet sich vor allem durch das aus, was man nicht sieht. Obwohl das Verhältnis Mensch-Natur in seinen Bildern einen Kernaspekt bildet, spielen konkrete Personen nahezu niemals eine Rolle. Dargestellt wird dagegen der Lebensraum Mensch in sehr natürlichen und ursprünglichen Zusammenhängen. So wird der Betrachter zum Entdecker versteckter Aspekte seiner Umwelt. In einigen Motiven wird er in die Wildnis verschleppt und nimmt die Perspektive eines in die Natur eingewobenen Beobachters ein. In anderen stößt sich der Betrachter an Behausungen, blickt durch Fenster wie in Aquarien und stellt als Außenseiter das Geschehen im Inneren in Frage.

Neben seinen Malereien stellt Thomas Geyer in Gera erstmals Objekte aus. Mit seinen Dioramen zeigt er Lebenswelten fiktiver Wesen, die selbst nicht zu sehen sind. Anhand der im Glaskasten befindlichen Materialien werden jedoch Impulse gegeben, die es dem Betrachter ermöglichen eine individuelle Vorstellung davon zu entwickeln, wie diese Wesen beschaffen sind. Zeichnungen ergänzen dieses imaginäre Bild. Der Künstler spielt hier, wie in seiner Malerei mit dem Unbekannten und Fragwürdigen.