Gera erhält nach 12 Jahren wieder Bahn-Fernverkehr

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Gera erhält nach 12 Jahren wieder Bahn-Fernverkehr

Von |2018-02-20T18:42:40+00:0020 Februar 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , |

Oberbürgermeisterin Dr. Hahn begrüßt Ankündigung von Ministerin Keller – Zügigen Fernverkehrsausbau nach Chemnitz – Dresden und Leipzig gefordert

„Es ist eine gute Nachricht, dass endlich ab Dezember 2018, nach 12 Jahren, wieder Fernverkehrszüge in unserer Stadt halten“, begrüßt Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn eine entsprechende Ankündigung von Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller. Drei Intercity-Züge aus Kassel und dem Ruhrgebiet, die derzeit in Erfurt enden, sollen ab Dezember 2018 bis Gera weiterfahren. Ursprünglich sollte dieses Angebot allerdings bereits seit Dezember 2016 verkehren. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn spricht sich außerdem dafür aus, das Fernzugangebot bis nach Chemnitz und Dresden auszubauen und die Verbindung nach Leipzig spürbar zu verbessern.

Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Fernverkehrs ist die zügige Streckenelektrifizierung auf der Mitte-Deutschland-Verbindung sowie nach Leipzig. Hier spricht sich die Stadt Gera für Vereinfachungen im Planungsrecht aus. Die Einführung des vertakteten IC Düsseldorf – Chemnitz dürfe nicht erst im Dezember 2032 erfolgen, wie es das neue Fernverkehrskonzept der Bahn vorsieht. Eine Verlängerung der Züge bis nach Dresden ist zu begrüßen. Die dringende Elektrifizierung der Strecke nach Leipzig mit der Einbindung von Gera in das Leipziger S-Bahn-Netz eröffnet auch hier die Chance auf den Fernverkehr und die bessere Erreichbarkeit des Leipziger Flughafens.


Die Stadt Gera plädiert darüber hinaus seit langem für eine Verlängerung der Verbindung Leipzig – Gera – Hof über Bayreuth nach Nürnberg, die Geraer Partnerstadt. Seit Monaten bestehen darüber hinaus zunehmend auch derartige Wünsche aus dem östlichen Oberfranken, da deren Zugang zum ICE in Richtung Berlin mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg – Erfurt nicht mehr gegeben ist und nunmehr die Verbindung über Gera nach Leipzig in den Blickpunkt rückt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft begrüßt ein solches Vorhaben einer Durchbindung von Nürnberg über Bayreuth, Hof, Gera nach Leipzig. Hierzu sollten die Voraussetzungen für die zeitnahe Inbetriebnahme einer attraktiven fernverkehrsähnlichen Regionalexpresslinie Leipzig – Gera – Hof – Bayreuth – Nürnberg geschaffen werden. Ebenso setzt sich die Stadt Gera für die Durchbindung der Elstertalbahn auf der Relation Leipzig – Gera – Plauen – Cheb mit der Option zur Verlängerung bis Karlsbad in fernverkehrsähnlicher Qualität ein.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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