Gerscher Nachtwächter zu Pfingsten in der Altstadt unterwegs, Reformationstour und Führung durch „Haus Schulenburg“

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Gerscher Nachtwächter zu Pfingsten in der Altstadt unterwegs, Reformationstour und Führung durch „Haus Schulenburg“

Von |2017-06-01T20:37:53+00:001 Juni 2017|Kategorien: Allgemein|Tags: , |

Der Gersche Nachtwächter dreht am Freitag, 2. Juni, sowie am Pfingstsonntag, 4. Juni jeweils 21. Uhr, ab der Straßenbahnhaltestelle Sorge/Markt wieder seine Runde durch die Altstadt. Bei dem anderthalbstündigen Rundgang erfahren die Gäste Geschichten zur Stadt, aber auch Lustiges und Unterhaltsames um Gersche Originale. Wer wissen will, wo es in Gera spukt, wer am Stadtbrand von 1780 Schuld ist, wie die Stadt unter dem Streit zweier sächsischer Brüder leiden musste, sollte ihn begleiten. Voranmeldung in der Gera-Information. Die Tickets gibt es montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 15 Uhr, Reservierungen nehmen die Mitarbeiter unter der Rufnummer 0365 / 8 38 11 11 entgegen.

Eine weitere Reformationstour startet am Samstag, 3. Juni, 14 Uhr. Der spannungsreiche Rundgang beginnt direkt an der Trinitatiskirche. Die Führung wird von einem zertifizierten Gästeführer begleitet. Die Teilnehmer folgen den Spuren der spannenden Reformationsgeschichte quer durch die Innenstadt und teilweise entlang des Lutherweges. Der Rundgang führt auch auf den geschichtsträchtigen Johannisplatz, wo einst die alte Johanniskirche und das Denkmal von Heinrich Posthumus Reuß j.L. standen. Die Tour endet an der Kirche St. Salvator, Geras besonderes Kleinod, das im Innenraum prächtig im Jugendstil ausgestattet ist und über einen lutherischen Kanzelalter verfügt. Unter der Herrschaft des Landesherren Heinrich Posthumus Reuß wurden in Gera umfassende und richtungsweisende Reformen auf den Weg gebracht, die der Stadt in den nächsten zwei Jahrhunderten Aufschwung und Wachstum sicherten. Doch Geras Fürstenhaus war nicht immer so fortschrittlich. Der katholische Landesherr „Heinrich der Ältere“ widerstand zu Beginn des 16. Jh. beharrlich den Reformationsversuchen seines protestantischen Lehnsherrns, des Kurfürsten von Sachsen. 1533 musste er schließlich nach erbitterten Auseinandersetzungen erstmals Kirchenvisitationen zulassen. Es war kein Geringerer als der kurfürstliche Berater Georg Spalatin – zudem ein enger Freund Luthers – der damals die Pfarrer überprüfte und über ihr Schicksal entschied. Voranmeldung in der Gera-Information. Die Tickets gibt es montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 15 Uhr, Reservierungen nehmen die Mitarbeiter unter der Rufnummer 0365 / 8 38 11 11 entgegen.

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist die Führung am Montag, 5. Juni, 14 Uhr, im Henry Van-de-Velde-Museum „Haus Schulenburg“, Straße des Friedens 120. Während eines einstündigen Rundgangs lernen die Gäste die Geschichte des Hauses Schulenburg – eines der reifsten Werke Henry van de Veldes – kennen, das dank privater Investitionen Gera auch weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung schafft. Henry van de Velde, ebenso als „Alleskünstler“ bekannt, hat sich dort nicht nur in der Architektur des Hauses, sondern auch in der einmaligen Innenausstattung und der Ausgestaltung der reizvollen, gepflegten Parkanlagen verewigt. Seit dem 22. April können Besucher die neue Ausstellung „ Grafik in der DDR – Medium der Freiheit“ erleben. Hier sehen die Teilnehmer Werke unter anderem von Gerhard Altenbourgh, Conrad Felixmüller, Bernhardt Heisig, Katharina Heise und Wolfgang Mattheuer. Anmeldungen telefonisch unter 0365 / 8 38 11 11.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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