Herzenswald für verwaiste Eltern von Geras OB Julian Vonarb mit Betroffenen eingeweiht

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Herzenswald für verwaiste Eltern von Geras OB Julian Vonarb mit Betroffenen eingeweiht

Von |2018-11-10T17:36:17+00:0010 November 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: |

An der Wildbirne wurden Bäumchen gepflanzt und eine Plastik enthüllt – Herzluftballons stiegen als Gruß für die verstorbenen Kinder in den Himmel

Der Herzenswald für verwaiste Eltern wurde am Sonnabend, 10. November, durch Oberbürgermeister Julian Vonarb gemeinsam mit den Betroffenen An der Wildbirne in Gera eingeweiht. Dabei waren viele Eltern, Vertreter der Geschäftsstelle für Verwaiste Eltern Ostthüringen und vom Bundesverband für Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Deutschland e.V., Sponsoren sowie weitere Gäste. „Es ist eine wunderbare Idee, diesen Herzenswald für viel zu früh von uns gegangene Kinder anzulegen Vielen Dank an das Ehepaar Cornelia und Holger Günther für die Organisation. Beide sind seit über zehn Jahren für die Stadt Gera ehrenamtlich tätig, haben 2007 die Regionalstelle für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Ostthüringen gegründet. 2010 haben sie dafür den Thüringer Familienpreis erhalten. Herzlichen Dank“, so Oberbürgermeister Julian Vonarb. Ihre Arbeit und die des Vereins sind wichtig für die Hinterbliebenen, für die Trauerarbeit und für die Eltern und Geschwister, die ihr Leben neu finden müssen und die die Liebe zu dem verstorbenen Kind bewahren.

Als Höhepunkt der Veranstaltung wurde durch ein Geschwisterkind gemeinsam mit dem Künstler Marcus Malik eine Skulptur enthüllt. An der Pflanzstelle kleiner Bäumchen, die schon vorher in die Erde gebracht worden sind, ließen die betroffenen Eltern und Geschwister Herzluftballons mit Musik als Gruß für die verstorbenen Kinder in den Himmel steigen. Die Bäumchen wurden von den Eltern und Geschwistern mit Bändern und selbstgemachten Täfelchen geschmückt
Wenn ein Kind stirbt, bleiben Väter, Mütter, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. Das gewohnte Leben ist in seinen Grundfesten erschüttert, die Persönlichkeit und Familienstruktur gerät aus dem Gleichgewicht und muss neu gefunden werden. Der Tod eines Kindes bedeutet Familienkrise und zwar langfristig. Männer trauern anders als Frauen, Erwachsene anders als Kinder und Jugendliche. Diese Unterschiede erzeugen Enttäuschung und Unverständnis, nicht selten zerbrechen Partnerschaften. Trauernde Geschwister leiden neben ihrem eigenen Verlust, vor allem unter der Trauer der Eltern. Für Außenstehende geht das „normale Leben“ weiter, während die betroffenen Eltern jeden Tag aufs Neue versuchen müssen mit der Endgültigkeit, die der Tod des Kindes gebracht hat, zu leben.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR