Innovativ + produktiv + positiv = Gera

Navi://Innovativ + produktiv + positiv = Gera

Innovativ + produktiv + positiv = Gera

Von |2017-06-29T17:46:27+00:0029 Juni 2017|Kategorien: Allgemein|Tags: , |
Gera profiliert sich zusehends als produktive und innovative Stadt und gewinnt ein positives Image. Das bestätigte der traditionelle Jahresempfang der Stadt Gera und der Wirtschaft, zu dem Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn mehr als 600 Repräsentanten aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport, aus Vereinen und Kirchen begrüßte. Um es vorab festzuhalten: Der Jahresempfang belastete den städtischen Haushalt nicht, sondern wurde von Sponsoren finanziert. Ihnen galt der besondere Dank der Oberbürgermeisterin für ihr Engagement.

Den Ehrenpreis der Oberbürgermeisterin empfing in diesem Jahr der Unternehmer Peter Carqueville. Aus einem Ein-Mann-Betrieb, den er im Oktober 1989 gründete, entwickelte sich sein Gesundheits- und Sanitätshaus, das mittlerweile auf 18 Filialen gewachsen ist und 132 Mitarbeiter zählt. „Peter Carqueville verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit sozialem Engagement für seine Belegschaft, mit der Förderung von Kunst, Kultur, Bildung und öffentlichen sozialen Einrichtungen“, betonte Oberbürgermeisterin Dr. Hahn in ihrer Laudatio. „Für Gera ist Peter Carqueville ein Glücksfall. Denn er ist ein Überzeugungstäter, ein Motivator, einer Ungeduldiger, der vorwärts drängt“, hob sie hervor. Den Ehrenpreis der Oberbürgermeisterin gestaltete in diesem Jahr Alexandra Müller-Jontschewa und damit traditionell eine Künstlerin aus der Region. Möglich gemacht hat das die Volksbank Gera – Jena – Rudolstadt.
Wirtschaftlicher Erfolg ist die wesentliche Grundlage, damit Gera weiter vorangebracht werden kann. Der positive Stimmungsumschwung, der in jüngster Zeit erreicht werden konnte, setzt sich fort. Das belegen die aktuellen Konjunkturumfragen der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer. „Viele Unternehmer, viele Handwerker reden gut von Gera und werben so für unsere Stadt. Dass das so ist, weiß ich von meinen Unternehmerrunden, von meinen wöchentlichen Besuchen in den Betrieben, aus den vielen Gesprächen mit der Handwerkerschaft“, berichtete die Oberbürgermeisterin.

Einige Beispiele aus den zurückliegenden Monaten: 50 Millionen Euro investierte Getzner in die neue Weberei in Leumnitz. Stahlo steckt 45 Millionen in die Erweiterung seines Unternehmens im Industriegebiet Langenberg. Im Juli startet der Zulieferer AGA Zerspanungstechnik seine Serienproduktion im Gewerbegebiet Gera-Hermsdorf – eine Investition von 5,5 Millionen Euro. Kaeser will für mehrere Millionen Euro erweitern, nachdem 15 Millionen Euro in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum investiert wurden. „Hier verbinden sich Tradition mit Innovation zu Zukunft, wie ich zum 140-jährigen Firmenjubiläum des Kompressorenwerkes erlebt habe“, berichtete die Oberbürgermeisterin. Die Firma Dingwerth-Logistik nimmt 1,7 Millionen Euro in die Hand, um eine 3000 Quadratmeter große Halle zu bauen. An der Berliner Straße hat die Firma Schuh Petters ihren neuen Firmen- und Produktionssitz eröffnet, der Gewerbestandort Elstercube hat sich mit seinen 11.000 Quadratmetern Gewerbefläche zu einem wirtschaftlichen Leuchtturm in der Region entwickelt. Die Verbundenheit der Wirtschaft mit der Stadt auf der einen und das Interesse in der Bevölkerung für ortsansässige Unternehmen zeigte sich zur erfolgreichen Premiere der „Langen Nacht der Wirtschaftslöwen“, die Anfang November ihre zweite Auflage erleben wird.

Deutlich aufgewertet ist Gera als Hochschulstadt. Die Duale Hochschule, die im September 2016 aus der Berufsakademie hervorgegangen ist, und die SRH Hochschule für Gesundheit weisen steigende Studentenzahlen auf. In der Bildung geht es voran: Für den Campus Rutheneum steht der Baukran. Für die Christliche Gemeinschaftsschule sind die Weichen gestellt. Und damit es auch an der Ostschule und am Liebegymnasium schneller vorangeht, hat die OB diese Projekte gemeinsam mit dem Rutheneum und der Orangerie zur Chefsache gemacht.

Mit der Finanzierungsvereinbarung für das Theater ist die Zukunft von Thüringens einzigem Fünf-Sparten-Theater, das mit dem Theaterpreis des Bundes 2017 ausgezeichnet wurde, gesichert. Zum 125. Geburtstag von Otto Dix wurde sein Geburtshaus wiedereröffnet. Mit der Galerie A1, der Kunstzone M1, der Kulturpraxis und dem Dix-Haus ist in Untermhaus ein Dix-Viertel entstanden – eine lebendige Mischung aus privatem Engagement und städtischem Museum. Aktuell werden 1,9 Millionen Euro investiert, um die Orangerie zu sanieren und zu modernisieren. Danach können die Werke von Otto Dix zum ersten Mal unter angemessenen Bedingungen präsentiert werden. Gera ist seit voriger Woche als 29. Station in die Straße der Musik aufgenommen worden.

Bereits im dritten Jahr in Folge verzeichnen unsere Sportvereine ein kräftiges Mitgliederwachstum – 16.346 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind mittlerweile in 112 Vereinen organisiert. Im vergangen Jahr gab es 28 nationale und internationale Sportveranstaltungen in unser Stadt. Boxlegende Ulli Wegner wurde Ehrenbürger der Stadt. Zum Mosaik der guten Nachrichten zählen u.a. die erlebnisreichen Stadtfeste mit 700.000 Besuchern, der zweimillionste Fahrgast der Parkeisenbahn und der neue Radweg nach Weißig.

Die schönste Nachricht aber, das betonte Frau Dr. Hahn, ist der Geburtenzuwachs, der höchste seit einem Vierteljahrhundert. Die Oberbürgermeisterin erinnerte an den ersten Babyempfang, zu dem sie vor Weihnachten eingeladen hatte. „Die Zeichen stehen gut, dass unsere Stadt in wenigen Jahren wieder die 100.000-Einwohner-Marke überschreitet“, freut sich die OB. Mit Stolz verwies sie darauf, dass – entgegen ursprünglichen Absichten in Erfurt – Gera im Kampf um die Gebietsreform in Thüringen die Kreisfreiheit verteidigen konnte.

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn dankte allen innovativen Unternehmern und ihren Belegschaften, den engagierten Mitgliedern des Stadtrates, Ortsteilbürgermeistern und ihren Räten, den vielen tausend Ehrenamtlichen in den Vereinen, den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, den Kirchgemeinden, den Sponsoren und Förderern. Und sie versicherte: „Ich will weiter hart arbeiten, damit Gera wieder zu dem wird, was es einmal war – eine stolze, lebendige und wohlhabende Stadt. Stolz sind wir schon, lebendig auch – jetzt müssen wir nur noch wieder wohlhabend werden. Aber auch das können wir gemeinsam erreichen!“

Künstlerisch ausgestaltet wurde der Jahresempfang vom Thüringer Staatsballett, dem Gitarristen José D’Aragón, der Sängerin Claudia Müller-Kretschmer und der Showband ANNRED.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

Hinterlassen Sie einen Kommentar