Verlagerung des Landesbergamtes nach Jena wäre dagegen eine Schwächung des Ostthüringer Oberzentrums

Gegen eine mögliche Verlagerung des Landesbergamtes von Gera nach Jena spricht sich Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn aus. Anlass sind Medienberichte vom heutigen Tag, wonach das Landesbergamt in einem neuen Landesamt für Umwelt in Jena aufgehen soll. „Der Abzug einer Oberen Landesbehörde würde eine Schwächung der Stadt Gera als Ostthüringer Oberzentrum bedeuten. Darüber hinaus hätte eine Verlagerung der Behörde nach Jena den Verlust von hochwertigen Arbeitsplätzen zur Folge. Das Landesbergamt beschäftigt in Gera und in der Außenstelle Bad Salzungen nach unserer Kenntnis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jena dagegen ist mit Landeseinrichtungen bereits überdurchschnittlich gut ausgestattet. Eine Ansiedlung des Landesamtes für Umwelt in Gera wäre dagegen ein sehr positiver und nachhaltiger Beitrag der Landesregierung zur Stärkung des Oberzentrums Gera“, schrieb die Oberbürgermeisterin an Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund.

Allein die Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus gehört zu den größten Umweltherausforderungen in Deutschland. Frau Dr. Hahn verweist in ihrem Schreiben an Ministerin Siegesmund darauf, dass die Wismut GmbH erst kürzlich das Sanierungsprogramm für die nächsten 30 Jahre vorgelegt hatte.