Ostern im Theater

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Ostern im Theater

Von |2018-03-27T14:51:36+00:0027 März 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Die Ruth-Brandin-Story in Gera und Altenburg
Die Schauspiel-Revue „Die große Liebe war es nicht“ erzählt anhand ihrer Schlager ein Stück Lebensgeschichte von Ruth Brandin (*1940), die eine steile Karriere von der Krankenschwester zum international gefeierten Schlagerstar machte. Als die Staatssicherheit sie anwerben wollte, ihre Kollegen zu bespitzeln, lehnte sie ab. Von da an konnte sie keine Schallplatten mehr aufnehmen.
In der Revue kann das Publikum durch die Augen Ruth Brandins das Leben in der DDR von Ende der Fünfziger bis Anfang der Siebziger nachvollziehen. In einem Kaleidoskop von Erinnerungen, Berichten und Liedern spürt die Revue der Biografie einer beeindruckenden Frau und dem Lebensgefühl einer vergangenen Zeit nach. Dabei erklingen unvergessene Schlager wie „Papagei-Twist“, „Nie zuvor war ein Abend so schön“ und „Mich hat noch keiner beim Twist geküsst“, die Ruth Brandin einst interpretiert hat. Die Autoren Svea Haugwitz und Manuel Kressin haben sich auf die Reise begeben, um gemeinsam mit Ruth Brandin deren Leben Revue passieren zu lassen. Eine junge Frau, die ohne Rücksicht auf Verluste bis heute sagt, was sie denkt, erzählt uns ihre Geschichte.
Am Samstag um 19.30 Uhr im Großen Haus Gera und am Ostermontag um 18.00 Uhr im Landestheater Altenburg öffnet sich der Vorhang zum letzten Mal für die Ruth-Brandin-Story.


Klangvoller Osterstrauß zum 60. Konzert Klassik bei Kerzenschein in Altenburg und Gera
Am Ostersonntag, der in diesem Jahr auf den 1.  April fällt, laden Thomas Wicklein als Dirigent und Moderator und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera zum bereits 60. Konzert der Reihe Klassik bei Kerzenschein am Nachmittag um 14:30 Uhr ins Heizhaus des Landestheaters Altenburg und  am Abend um 19:30 Uhr in die  Bühne am Park Gera ein.
Im Jahr 2000 hatte Kapellmeister Thomas Wicklein die Reihe zunächst nur für Altenburg aus der Taufe gehoben. Inzwischen hat sich das Format, in dem er große Kunst und ein bisschen Intimität mit den Künstlern geschickt verbindet, auch seinen Platz in Gera erobert.
Anstatt nach bunten Eiern, durchkämmt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera zum diesjährigen Osterfest die Konzertliteratur nach außergewöhnlichen Soloinstrumenten.
Die Solisten sind an der Balalaika Madin Adeniyi Johann Ogunlade, am Bandoneon Matthias von Hintzenstern und am Kontrabass Philip Nelson.
Der estnischen Komponist Eduard Tubin spielte verschiedene Instrumente, nicht zuletzt die Balalaika. Für diese russische Form der Laute schuf er ein Konzert, das durch den Kontrast mit dem klassischen Instrumentarium deren ganz besonderen Klang würdigt.
Astor Piazzolla war ein Wanderer zwischen den Welten der Klassik, des Jazz und seiner ursprünglichsten Musik: des Tango. Durch Verschmelzung dieser Einflüsse schuf er seinen Tango Nuevo, dessen Klang vom Bandoneon, dem argentinischen Akkordeon, geprägt ist. Eines der berühmtesten Stücke Piazzollas ist der unsterbliche Libertango, der bewegende und melancholische, zugleich aber auch aggressive und lebendige Klänge in sich vereint. Oblivion („Vergessen“) ist ein langsamer Tango, der sich zum klassischen Konzertstück wandelte.
Im Orchester versteckt sich der Kontrabass meist eher hinten – Tubin bringt ihn unübersehbar aufs Podium! Das einzigartige Konzert vereint die Klangsprache seiner Heimat mit zeitgenössischen Ausdrucksmitteln und stellt die virtuosen Möglichkeiten des Kontrabasses in den Vordergrund.
Angeblich komponierte Franz Schubert seine Ouvertüre im italienischen Stil um zu beweisen, dass er dies ebenso gut könne wie Rossini. Und so gefällt das Werk durch seinen heiteren und spritzigen Charakter.

VERBRECHEN im Puppentheater Gera
Ferdinand von Schirach ist mit seinem eben erschienenen Geschichtenband „Strafe“ in aller Munde. Das Puppentheater bringt frei nach seinen Erzählungen Grün und Fähner aus dem Band „Verbrechen“ zwei Kriminalstücke in einer Fassung von Caren Pfeil auf die Bühne: am Samstag um 19.30 Uhr und am Ostersonntag um 18 Uhr  im Haus am Gustav-Hennig-Platz in Gera. Die Altenburger Premiere ist am 6. April. Am Samstag wird in der Reihe Puppenspielkunst für Erwachsene nach der Vorstellung zum Gespräch bei Speis und trank eingeladen.
In der Inszenierung von Stefan Wey spielen Marcella von Jan, Sabine Schramm, Lys Schubert und Tobias Weishaupt. Für Bühne und Puppenbau zeichnet Christian Werdin verantwortlich, für die Musik Michael Krause.
Ferdinand von Schirachs Geschichten  basieren auf authentischen Fällen seiner Berufspraxis. Als Strafverteidiger versucht er, im möglichen Täter den Menschen zu sehen, die Motive der Tat zu ergründen und zu verstehen, Begriffe wie Verbrechen, Schuld und Strafe differenzierter zu definieren, als es eine Strafprozessordnung vermag.  Seine Geschichten sind keine fiktionalen Krimis, sondern reale Straftaten, die aber überall und jedem passieren könnten. Denn mitunter ist es nur ein sehr kleiner Schritt zwischen der Möglichkeit einer Tat und einem tatsächlichen Geschehen.
Ferdinand von Schirach (*1964) ist zum Bestsellerautor avanciert. Nach Verbrechen folgte das Buch Schuld mit weiteren Gerichtsfällen. Sein Stück Terror wurde an vielen Theatern gespielt und für das Fernsehen adaptiert.

 

Regisseur Kobie van Rensburgs Inszenierung und Ausstattung von Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“  versetzt am Ostermontag um 18.00 Uhr dank raffinierter Videotechnik die Opernfreunde in die märchenhafte Kulisse des Orients mit Palmen, Palästen und Kamelen. So wird die turbulente Geschichte als bunter Bilderbogen erlebbar: Konstanze, ihre Bedienstete und Freundin Blonde sowie deren Freund Pedrillo fallen auf einer Seereise Piraten in die Hände, die sie auf einem Sklavenmarkt verschachern. So geraten sie ins Haus des Bassa Selim. Dieser verliebt sich in Konstanze und umwirbt sie. Blonde überlässt er seinem Aufseher Osmin. Belmonte, Konstanzes Verlobter, findet nach abenteuerlicher Suche das Serail. Sein Diener Pedrillo, der beim Bassa mittlerweile als Gärtner tätig ist, schleust ihn in den Harem. Sie schmieden einen Plan, um ihre Bräute zu befreien. Doch die Entführung scheitert und das Leben der vier Unglücklichen liegt in der Hand des Bassas…

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585177.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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