Richtfest im Heizkraftwerk Gera-Tinz

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Richtfest im Heizkraftwerk Gera-Tinz

Von |2018-02-06T22:20:29+00:006 Februar 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , |

Am 1. Februar 2018 haben die Energieversorgung Gera (EGG) und ENGIE Deutschland (ENGIE) zum Richtfest für das Heizkraftwerk Gera – Tinz eingeladen. Rund 160 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie den beteiligten Gewerken und die Mitarbeiter feierten gemeinsam den ersten Meilenstein im Projekt.

Der Bau von insgesamt neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) an den Standorten in Lusan und Tinz liegt gut im Zeitplan. Nach rund sechs Monaten Bauzeit wurden mit dem Richtfest die Arbeiten am Rohbau und die Vorbereitungen für den Anlagenbau weitgehend abgeschlossen. Im nächsten Schritt erfolgt jetzt der Innenausbau und es wird mit der Aufstellung der Anlagenkomponenten und dem Rohrleitungsbau begonnen. Die Inbetriebnahme der beiden Heizkraftwerke soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die Anlagen werden mit einer Leistung von insgesamt 145 MW thermisch und 40,5 MW elektrisch Strom und Wärme erzeugen. Die EGG wird die erzeugte Wärme auf Basis eines Wärmelieferungsvertrages zur Versorgung ihrer Kunden in Gera abnehmen. ENGIE investiert 46 Millionen Euro in das Projekt, um die Fernwärmeversorgung in Gera für die Zukunft aufzustellen. Das ermöglicht es der EGG, die Fernwärmepreise für die Kunden stabil zu halten und die Versorgungssicherheit auf lange Sicht zu gewährleisten. Damit einhergehend wird das bisher z.T. dampfbetriebene Fernwärmenetz vollständig auf Heißwasser umgestellt und somit ebenfalls die Effizienz erhöhen. Die EGG investiert ca. 8 Mio. Euro in die neue Fernwärme-Netzstruktur.


Mit der Umstellung der Fernwärmeversorgung von zentralen auf dezentrale Erzeugungseinheiten werden in Gera die Anforderungen der Energiewende umgesetzt: Die Wärme wird dort erzeugt, wo sie gebraucht wird, und damit die Effizienz erhöht.

Die BHKWs werden das Kraftwerk Gera-Nord sowie das Heizwerk Gera-Süd ablösen. Die beiden 20 Jahre alten Anlagen entsprechen u. a. durch den gesunkenen Fernwärmebedarf in Gera inzwischen nicht mehr den Anforderungen.

ENGIE hatte im November 2016 100% an der EGG und der Kraftwerke Gera GmbH übernommen mit dem Ziel, nach der Insolvenz des zweiten Anteilseigners Stadtwerke Gera zu einer stabilen Aktionärsstruktur zurückzukommen. ENGIE verfügt über umfangreiche Erfahrung mit dem Umbau von Fernwärmesystemen und ist u.a. darauf spezialisiert, Anlagentechnik- und Contracting-Lösungen zu konzipieren und umzusetzen.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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