Schulwegekontrollen erfordern viel Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl

Navi://Schulwegekontrollen erfordern viel Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl

Schulwegekontrollen erfordern viel Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl

Von |2018-08-17T06:38:11+00:0017 August 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |

„Na wir haben doch nur unser Kind in die Schule gebracht“, so die Reaktion auf die freundlichen aber sensibilisierenden Worte der städtischen Vollzugsdienstkräfte im Rahmen der Schulwegekontrolle anlässlich der ersten Schulwoche im neuen Schuljahr.

Nach einer kurzen Zwischenbilanz zur Mitte der ersten Schulwoche, spiegeln die Eindrücke und Erfahrungen der Verkehrsüberwachungskräfte viel Dankbarkeit und Verständnis seitens der Eltern und Erzieher von Grundschulkindern für das Engagement von Polizei und Stadtverwaltung.

Was dabei kaum einer sieht, ist, dass eine kooperative und sich sinnvoll ergänzende Kontrolltätigkeit zwischen Polizei und Stadtverwaltung schon mit der Vorplanung bereits vor den Ferien beginnt. Mit einer gut abgestimmten Überwachungsstrategie werden die Situationen an den Schulen und Verkehrsknotenpunkten zunächst erfasst und auf verkehrsgefährdende Situationen analysiert. Als „größter Gegner“ der Verkehrssicherheit erweist sich in Auswertung der Beobachtungen die Bequemlichkeit und der Zeitdruck unzähliger Eltern, welche Parkraum in zweiter Reihe oder im eingeschränkten bzw. absoluten Halteverbot in Anspruch nahmen, um ihre eigenen Kinder pünktlich und sicher zur Schule zu bringen. Was ihnen die Überwachungskräfte dann im Bürgergespräch oft vor Augen halten mussten, war, dass sie mit ihrem Verkehrsverhalten andere Schüler gefährden. Darüber hinaus wurden auch Gespräche mit Anwohnern, Lehrern und Erziehern geführt. Die hieraus entnommenen Anregungen zu verkehrsrechtlichen Anpassungen werden nach Abschluss der Intensivkontrollen besprochen und geprüft.

Grundsätzlich sollte jeder Elternteil als Verkehrsteilnehmer bedenken, dass die Einhaltung von Verkehrsvorschriften nicht nur einem sicheren Schulweg dient, sondern auch Eltern den Freiraum bietet, ihr Kind zur Selbstständigkeit zu erziehen. Zusammengefasst wurden 14 Verwarnungen bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs ausgesprochen, wobei gut die Hälfte davon eine mahnende Verwarnung ohne Verwarngeld blieb. Deutlich ernüchternder sieht das Ergebnis der Überwachung des fließenden Verkehrs aus. Hier wurden bei den Überwachungstätigkeiten 208 Verstöße dokumentiert, wobei zwölf im Bußgeldbereich liegen.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR