Seniorenbeirat diskutierte Entwurf zum Sozialplan der Stadt Gera

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Seniorenbeirat diskutierte Entwurf zum Sozialplan der Stadt Gera

Von |2018-03-29T18:49:38+00:0029 März 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , |
Der Entwurf des Sozialplans der Stadt Gera 2018 bis 2023 war Schwerpunkt der Sitzung des Seniorenbeirats am Donnerstag, 22. März. Zur Begrüßung unterstrich die Beiratsvorsitzende und Seniorenbeauftragte der Stadt Gera Hannelore Hauschild die fachübergreifende Bedeutung des integrierten Sozialplans. Er ziele nicht nur auf soziale Angebote und Leistungen, sondern betreffe das Zusammenleben in Gera insgesamt. „Ein moderner integrierter Sozialplan ist im umfassenden Sinne Stadtentwicklung und damit Aufgabe aller Verwaltungsbereiche“, betonte Hauschild. Dies müsse sich auch in der Diskussion im Stadtrat und in der Umsetzung widerspiegeln.

In ihrem Vortrag zum integrierten kommunalen Sozialplan ging die Dezernentin für Soziales Sandra Wanzar sowohl auf Vorarbeiten wie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK2030 oder das Audit „Familiengerechte Kommune“ als auch theoretische Grundlagen wie das Verhältnis von Planungsräumen zu Sozialräumen ein. Neben einer allgemeinen Übersicht zum Aufbau des Sozialplans stellte sie im Abschnitt „Einschätzung der Lebenssituation“ spezifische Problemlagen älterer Menschen heraus. So ergäben sich aus dem mit einem Viertel der Bevölkerung vergleichsweise hohen Anteil über 65jähriger besondere Herausforderungen an die Infrastruktur: Trotz eines breiten Angebots an Alten- und Pflegeheimen sowie Plätzen für Betreutes Wohnen werde der Bedarf an altersgerechtem und generationsübergreifendem Wohnen weiter steigen, prognostizierte Wanzar. Die Herstellung von Barrierefreiheit bleibe vor allem bei öffentlichen Gebäuden vordringliche Aufgabe und müsse konsequenter als bisher umgesetzt werden.

Als große Herausforderungen sahen die Teilnehmer auch die Vereinsamung und die drohende Altersarmut, in deren Folge mehr Menschen auf Grundsicherungsleistungen im Alter angewiesen sein werden. Sandra Wanzar informierte, dass im Sozialplan auch dargestellt werde, mit welchen Arbeitsgemeinschaften, Netzwerken und Projekten die Stadt solchen und anderen Problemlagen schon jetzt entgegenwirke. Den im Sozialplan herausgearbeiteten Handlungsbedarfen solle mit konkreten Maßnahmen Rechnung getragen werden, erfuhren die Anwesenden. In dem Treffen stellte die Dezernentin seniorenspezifische Maßnahmen aus fünf Handlungsfeldern des Sozialplans vor. Die Mitglieder des Seniorenbeirats haben bis 20. April Gelegenheit, Ideen für eigene Maßnahmen oder andere Anregungen zum Sozialplan einzubringen.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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