Tag der offenen Tür am 18. März in der Orangerie

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Tag der offenen Tür am 18. März in der Orangerie

Von |2018-03-14T15:05:38+00:0014 März 2018|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |

Bürger können sich von 11 bis 17 Uhr bei Besichtigungen und in Gesprächen mit Fachleuten über die Bauarbeiten informieren – Gewerke haben Sanierung geschafft – Bald kann Kunst einziehen – Dank an Bund und Land für die Förderung

Zum Tag der offenen Tür in der Orangerie, Orangerieplatz 1, am Sonntag, 18. März, 11 Uhr bis 17 Uhr, können interessierte Besucherinnen und Besucher die Kunstsammlung Gera nach umfassender Sanierung besichtigen bevor die Kunst einzieht. Die umfangreichen Arbeiten kosteten insgesamt zirka 2.000.980 Euro, die durch Eigenmittel der Stadt Gera, Fördermittel des Bundes und des Landes finanziert wurden. „Nach einer langen und schwierigen Bauphase ist es nun geschafft. Die Gewerke haben ihre Arbeiten beendet. Ich bedanke mich bei den Baufirmen, bei den Planern, Architekten und Mitarbeitern der Stadt für ihre gute Arbeit sowie beim Land Thüringen und der Bundesregierung, die über das Förderprogramm ´Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland` Mittel bereitstellte, für die finanzielle Unterstützung. Mit viel Engagement wurde diese nicht einfache Aufgabe gemeistert. Denn es wurden nicht nur die Hochwasserschäden beseitigt, sondern auch endlich mit der Klimatisierung die seit langem erforderlichen Bedingungen zur angemessenen Ausstellung der Werke von Otto Dix geschaffen“, freut sich Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn.


Bei Führungen erfahren die Besucher Interessantes über die Bauphasen und die Technik, die dem künftigen Ausstellungsbesucher aber verborgen bleibt. Vertreter des Baubereichs der Stadt Gera, Fachplaner und der Architekt sind vor Ort und geben Auskunft zu den baulichen Veränderungen. Erläutert und gezeigt wird die umfassende Technik der Klima- und Lüftungsanlage. Dieser gesamte Komplex verbirgt sich heute in großen Teilen unter dem neuen Parkettboden und ist im Ausstellungsbereich nicht mehr sichtbar. Anhand der Baupläne und Fotos gibt es an diesem Tag Erläuterungen von Fachleuten. Eine Bilddokumentation präsentiert in Auszügen den Bauverlauf. Darüber hinaus zeigen historische Aufnahmen verschiedene Bauphasen, die das Gebäude durchlebt hat. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Ab 11.30 Uhr werden im stündlichen Rhythmus Baufachleute, Fachplaner und der Architekt ergänzende Erläuterungen zum Bauvorhaben vor Ort vermitteln.

11.30 Uhr – Erläuterung durch Ingenieurbüro Dr. Siebert (Klima- und Lüftungstechnik)
12.30 Uhr – Erläuterung durch Baubereich Stadt Gera
13.30 Uhr – Erläuterung durch Ingenieurbüro Dr. Siebert (Klima- und Lüftungstechnik)
14.30 Uhr – Erläuterung durch Baubereich Stadt Gera
15.30 Uhr – Erläuterung durch Architekt Volker Regel
16.30 Uhr – Erläuterung durch Architekt Volker Regel


Im September 2014 wurde die Orangerie wegen immenser Hochwasserschäden geschlossen. Das Hochwasser im Juni 2013 hatte den barocken Bau von 1748 stark beschädigt. Das Grundwasser reichte im teilweise unterkellerten Mittelbau und in den beiden Seitenbauten bis fast unter das Parkett. Der Boden, der nicht unterkellert war, wurde vom Wasser zerstört. Nach Analyse der Schäden und Beantragung der Fördermittel begannen die Arbeiten. In den unterirdischen Räumen waren u.a. zusätzliche Arbeiten erforderlich. Der Boden musste u.a. extra abgedichtet werden, damit ein zukünftiges Hochwasser nicht wieder Schäden verursachen kann. Deshalb wurde tiefer gegraben. Im Südflügel wurden 90 Zentimeter erforderlich. Im Nordflügel musste sogar aufgrund der Schächte und Leitungen der Klimaanlage 1,80 Meter in die Tiefe gegangen werden. In diesem Ausstellungsbereich wird die Neupräsentation von Otto Dix aus der Geraer Sammlung mit Werken, die von 1944 bis 1969 entstanden sind, ihren Platz finden. Damit im Nordflügel Kunst unter zeitgemäßen und restauratorisch geforderten Bedingungen präsentiert werden kann, war ein technischer Umbau dieses musealen Bereiches durch Einbau einer Klimaanlage notwendig. Die aufwendigen baulichen Lösungen für die neue Lüftungs- und Klimatechnik musste denkmalpflegerisch verträglich integriert werden. Zum Beispiel befindet sich im Boden des Nordflügels eine 1,90 Meter tiefe Betonwanne für die Aufnahme der Klimakanäle und ein unterirdisches Außenbauwerk für das Kälteaggregat der Klimaanlage im Park hinter dem Nordpavillon. Von diesem ist nur noch die Lüftungsöffnung zu sehen. In Sachen Sicherheit wurde die Brandmeldeanlage neu installiert. und ein zweiter Rettungsweg im Nordflügel geschaffen. Rollstuhlfahrer können sich freuen. Sie gelangen barrierefrei ins Haus. Auch im Südflügel der Orangerie, der weiterhin wechselnden Sonderausstellungen vorbehalten bleibt, wurden die Bedingungen für die Besucher durch eine Lüftungsanlage deutlich verbessert.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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